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Mann soll geistig behindertes Mädchen vergewaltigt haben

Eine Statue der Justizia
Eine Statue der Justizia. Foto: David Ebener/Archiv © deutsche presse agentur

Ein 28-Jähriger steht seit Mittwoch in Dresden vor Gericht, weil er ein geistig behindertes Mädchen vergewaltigt haben soll. Zudem verhandelt das Amtsgericht wegen Freiheitsberaubung. Laut Anklage soll der Asylbewerber aus Pakistan die 14-Jährige im Dezember 2017 in der Dresdner Innenstadt an der Hand gefasst und gegen ihren Willen in ein nahe gelegenes Heim für Flüchtlinge gebracht haben. Dort habe er sie in seinem Zimmer eingeschlossen und erst am nächsten Morgen gehen lassen. Der Angeklagte bestritt zum Prozessauftakt die Vorwürfe.

Das behinderte Mädchen ist laut Anklage auf dem geistigen Niveau einer Achtjährigen. Es war mit seiner Mutter und Geschwistern an dem betreffenden Tag in einem Einkaufszentrum in der Innenstadt unterwegs. Nach dem Verschwinden der 14-Jährigen suchte die Polizei öffentlich nach ihr. Ein Autofahrer erkannte die Jugendliche einige Kilometer von der Asylunterkunft entfernt, als er im Radio von dem Vermisstenfall erfuhr.

Der Beschuldigte gab an, das Mädchen habe mit ihm mitkommen wollen. Es sei auf Initiative der 14-Jährigen zu "einvernehmlichem Sex" gekommen. Zeugen waren am ersten Verhandlungstag noch nicht geladen. Das Gericht setzte mehrere Verhandlungstage zunächst bis zum 6. August an. Außerdem soll ein Gutachten zum Alter erstellt werden. Der Beschuldigte hatte in der Vernehmung sein Alter am Mittwoch überraschend mit 20 angegeben. Das hätte möglicherweise Konsequenzen, an welcher Strafkammer das Verfahren stattfinden muss. Denn bis zum Alter von 21 Jahren kann Jugendstrafrecht angewendet werden.


Quelle: DPA

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