Ein Virus hält die Welt in Atem

LIVE-TICKER Coronavirus - Österreich will ab 14. April die Anti-Corona-Maßnahmen lockern

06. April 2020 - 15:04 Uhr

Kampf gegen das Coronavirus

Mehr als hunderttausend Menschen sind in Deutschland inzwischen mit dem Virus infiziert. Krankenhäuser bereiten sich auf das Schlimmste vor. Wie lange aber wird der Kampf gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 dauern? Hier finden Sie die radikalen Maßnahmen der Bundesländer und hier alles von A bis Z, was Sie über das Coronavirus wissen müssen.​ 

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+++LIVE-TICKER+++

14:30 Uhr - Weil sieht Markt für deutsche Schutzmasken

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil rechnet mit einem sicheren Absatzmarkt für in Deutschland produzierte Schutzmasken auch nach der Corona-Krise. In diesen Tagen lerne man, dass man sich nicht darauf verlassen könne, alles im Ausland zu kaufen, sagte der SPD-Politiker am Montag beim Besuch des Automobilzulieferers Zender in Osnabrück, der inzwischen zertifizierte Schutzmasken herstellt.

"Ich bin der Firma Zender absolut dankbar, wie schnell man es geschafft hat, die Produktion umzustellen", sagte Weil. Schon derzeit sei eine Produktion von bis zu 60 000 Masken am Tag möglich, künftig könnten es 100 000 pro Tag werden. Er sei davon überzeugt, dass nach der Corona-Krise das Tragen von Masken hier ebenso üblich werde wie in Asien.

14:00 Uhr - NRW-Ministerpräsident Laschet postet Video

Hier freut Laschet sich über die Entscheidung des Bundes, die Grenzen zu den Niederlanden und zu Belgien nicht zu schließen.

13:50 Uhr - Weltweit bereits mehr als 70 000 Coronavirus-Tote

Weltweit sind US-Experten zufolge bereits mehr als 70 000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 stieg bis Montagmorgen (Ortszeit) weltweit auf rund 1,3 Millionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins hervorging. In Italien starben demnach rund 16 000 Corona-Infizierte, in Spanien mehr als 13 000, in den USA knapp 10 000 und in Frankreich mehr als 8000.

​Den höchsten Anteil an Corona-Toten relativ zur Bevölkerungszahl verzeichneten bislang Spanien und Italien. In beiden Ländern starben etwa 27 Menschen pro 100 000 Einwohner an dem Virus. In Deutschland waren es dagegen 1,9 Todesfälle pro 100 000 Einwohner, in China 0,24.

13:25 Uhr - Noch kein Exit-Stichtag

Wie lassen sich der Gesundheitsschutz und die notwendigen Prozesse, das öffentliche Leben wieder in Ganz zu bringen, unter einen Hut bringen? Diese Frage treibt die Bundesregierung derzeit wie keine andere um. Dennoch betonte Regierungssprecher Steffen Seibert, dass man zum jetzigen Zeitpunkt keinen Exit-Stichtag nennen könne, auch um keine falschen Hoffnungen zu wecken. "Es ist nicht sinnvoll hier über einzelne Schritte eines solchen Prozesses zu sprechen", so Seibert in der heutigen Bundespressekonferenz.

Seibert erklärte dabei auch, dass die heimische Produktion von Schutzmasken heute ganz oben auf der Agenda des Treffens der Bundeskanzlerin mit den Ministern gestanden habe. Die Regierung wolle Firmen helfen, die in der Krise ihre Produktion umstellten und jetzt medizinische Schutzausrüstung herstellten. Dafür müssten aber auch wichtige Vorprodukte verfügbar sein. Der Bedarf für Mundschutzmasken werde wohl noch über einen längeren Zeitraum bestehen.

12:00 Uhr - Zwei Wochen Quarantäne bei Rückkehr nach Deutschland

Deutsche, EU-Bürger oder langjährig in Deutschland wohnhafte Personen, die nach mehrtägigem Auslandsaufenthalt in die Bundesrepublik zurückkehren, sollen künftig zwei Wochen in Quarantäne. Das empfahl das sogenannte Corona-Krisenkabinett nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Montag den Bundesländern.

Reisende dürfen wegen der Corona-Pandemie nur noch aus einem "triftigen Reisegrund" nach Deutschland kommen. Grundsätzlich sind demnach Einreisen aus Drittstaaten nur noch in ausgewählten Fällen zulässig, die Reisenden werden an den deutschen Schengen Außengrenzen kontrolliert. Über EU-Bürger oder langjährig in Deutschland lebende Personen hinaus gebe es Ausnahmen für medizinisches Personal, Pendler, Diplomaten und  weitere Personengruppen.

11:15 Uhr - Österreich will ab 14. April die Anti-Corona-Maßnahmen lockern

Österreich will ab dem 14. April schrittweise die Ausgangsbeschränkungen lockern, wie Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien mitteilt. Dann sollen Geschäfte mit einer Fläche bis zu 400 Quadratmetern sowie Bau- und Gartenmärkte wieder öffnen dürfen. Ab dem 1. Mai sollen dann alle Geschäfte, Einkaufszentren und Frisöre den Betrieb wieder aufnehmen. Ob dies so komme, werde Ende April entschieden. Schulen sollen bis Mitte Mai geschlossen bleiben, Veranstaltungen sind demnach bis mindestens Ende Juni gestrichen.

11:00 Uhr - In Jena gilt jetzt Mundschutzpflicht

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gilt in Jena seit Montag eine Pflicht zum Tragen von Mundschutz etwa in Geschäften sowie Bussen und Bahnen. Damit soll eine Übertragung des Virus durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen, Husten oder Niesen eingedämmt werden. Im Freien ist der Mundschutz nicht vorgeschrieben.

Nach Angaben der Stadt ist auch kein medizinischer Mundschutz notwendig, es reichen selbstgenähte Masken sowie Tücher oder Schals, die Mund und Nase bedecken. Der Schritt gelte nicht dem Eigenschutz, sondern dem Schutz anderer, hieß es zur Begründung. Ab Freitag (10. April) soll die Vorgabe auf weitere geschlossene Räume inklusive Arbeitsstätten mit mehr als einer Person ausgeweitet werden.

10:15 Uhr - Premierminister Johnson: Klinik-Nacht überstanden

26.03.2020, Großbritannien, London: Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, schließt sich vor der Downing Street 10 dem landesweiten Applaus für den NHS (Das staatliche Gesundheitssystem in Großbritannien und Nordirland) an, um das medizin
Britischer Premierminister Boris Johnson
© dpa, Aaron Chown, fgj

Der britische Premierminister Boris Johnson hat wegen seiner  Covid-19-Erkrankung die Nacht zum Montag in einem Londoner Krankenhaus  verbracht. Der 55-Jährige sollte dort genau untersucht werden. Johnson hatte trotz seiner Erkrankung in den vergangenen Tagen die Amtsgeschäfte in Isolation weiter geführt. Er wirkte aber auf Videos erschöpft und schien abgenommen zu haben. Im Krankenhaus werde er so lange bleiben, wie sein Zustand dies erfordere, sagte ein Regierungssprecher.

09:50 Uhr - Apple produziert Gesichtsschutz

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie produziert der US-Computerhersteller Apple jetzt gemeinsam mit Zulieferern Gesichtsschutz für medizinisches Personal. Dies teilte Apple-Chef Tim Cook auf Twitter mit. Die erste Lieferung sei vorige Woche an ein Krankenhaus in den USA gegangen, und das Feedback der Ärzte sei sehr positiv gewesen. Künftig sollen davon eine Million pro Woche hergestellt und bald auch über die USA hinaus verteilt werden. Der Schutz ist durchsichtig und bedeckt große Teile des Gesichts.

09:20 Uhr - Kanzleramtschef: Tracking-App bald einsatzbereit

Die Tracking-App der Bundesregierung könnte nach Einschätzung von Kanzleramtsminister Helge Braun schon bald einsatzbereit sein. Eine Expertengruppe habe vor wenigen Tagen das technische Konzept veröffentlicht. "Alle, die diese App entwickeln möchten, können auf diesem Konzept aufbauen", so Braun. Zusätzlich arbeiteten die Experten selbst an dem Programm. Die Regierung sei mit Entwicklern und Testern dabei, die App "so reif zu kriegen, dass wir sie in den kommenden Tagen oder Wochen breit in der Bevölkerung zum Einsatz bringen können". Eine solche App solle es auch EU-weit geben.

08:45 Uhr - Schulöffnung: Virologe mahnt zur Vorsicht

"Wenn wir die Schulen zu früh wieder öffnen, schaffen wir womöglich einen Multiplikator für das Virus, der dann wieder gefährlich sein kann", sagte Virologe Hendrik Streeck in der "WAZ" über eine mögliche Wiederaufnahme des Schulunterrichts in NRW nach den Osterferien. Es sei nicht leicht, das Risiko zu berechnen. "Wir wissen, dass die allermeisten Kinder gut mit einer Infektion umgehen können. Es gibt aber noch keine gesicherten Erkenntnisse darüber, wie oft Kinder ihre Eltern oder Großeltern unbemerkt anstecken", so der Direktor des Bonner Instituts für Virologie, der derzeit untersucht, wie sich das Coronavirus im besonders betroffenen Kreis Heinsberg ausgebreitet hat.

Wegen der Corona-Krise hat die Landesregierung alle Schulen in NRW bis zum 19. April geschlossen. Wie es nach diesem Datum weitergeht, soll am 15. April feststehen.

08:05 Uhr - Japans Regierung erwägt Ausnahmezustand für sechs Monate

Die japanische Regierung prüft einem Medienbericht zufolge die Verhängung des Ausnahmezustands für ein halbes Jahr. Dieser würde die Hauptstadt Tokio und drei Nachbarpräfekturen sowie Osaka betreffen, berichtet der Fernsehsender TBS unter Berufung auf nicht genannte Quellen. Während dieser Zeit könnten die Präfekturen entscheiden, wie lange ihre eigenen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus dauern sollen.

07:15 Uhr - Neuinfektionen in Deutschland weiter rückläufig - weniger Todesfälle in Italien

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen hat in Deutschland die 100.000er-Marke übersprungen. Laut Johns Hopkins Universität sind hierzulande nun 100.123 Personen infiziert. Die Neuinfektionen sind dennoch den vierten Tage in Folge rückläufig. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete am Montag weitere 3677 bestätigte Fälle. Der Anstieg war geringer als der am Sonntag bekanntgegebene von 5936 Neuinfektionen. 

Auch in Italien ist den zweiten Tag in Folge die Zahl der an der Coronavirus-Pandemie gestorbenen Personen zurückgegangen. Das Katastrophenschutzministerium meldet 525 neues Todesfälle innerhalb von 24 Stunden nach 681 am Vortag. Die Gesamtzahl der Toten in Italien erhöhte sich auf 15.887. Die Zahl der Neuinfektionen stieg auf 128.948 von 124.632. Der am Sonntag gemeldete tägliche Anstieg der Covid-19-Todesfälle war der geringste seit mehr als zwei Wochen.

06:50 Uhr - "Nichts zu meckern": Menschen in NRW halten sich an Corona-Regeln

Trotz frühlingshaften Temperaturen: Nach Auskunft mehrerer Polizeidienststellen haben sich die meisten Menschen in Nordrhein-Westfalen auch am Sonntagabend und in der Nacht auf Montag an die Corona-Auflagen gehalten. "Die Lipper haben sich gut verhalten, wir haben nichts zu meckern", sagte etwa ein Sprecher der Polizei Detmold am frühen Montagmorgen. Die Beamten in NRW berichteten von lediglich kleineren Verstößen durch Kleinstgruppen, die draußen unterwegs waren. Die breite Masse halte sich weiter an die Kontaktsperren, sagte auch ein Polizeisprecher in Hamm.

06:05 Uhr - Mehr als 100.000 Infizierte in Deutschland

Aktuelle Zahlen aus Deutschland und der Welt

Land Infizierte Todesfälle
USA 337.620 9.643
Spanien  131.646 12.641
Italien 128.948 15.887
Deutschland 100.123 1.584
Frankreich 93.780 8.078
China 82.626 3.333
Weltweit  1.274.923 69.479

*Quelle: Johns Hopkins Universität

+++Ab hier lesen sie alle Meldungen vom 4. und 5. April+++