Degenerative Gehirn-Erkrankungen

Was ist der Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz?

21. September 2020 - 11:28 Uhr

Demenz: Welche Formen sollte man kennen?

Der Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer ist vielen nicht klar. Wir erklären, welche Demenzformen es gibt. Und zwar auf verständliche Weise.

Die Zahl der Demenzerkrankten in Deutschland nimmt stetig zu

Demenz: Viele Menschen büßen im fortgeschrittenen Alter einen Teil Ihrer Erinnerungen und geistigen Fähigkeiten ein. Welche Demenzformen gibt es?
Es gibt einige Demenzformen. Eine der bekanntesten Krankheitsbilder der Demenz ist Alzheimer.
© picture-alliance/ dpa, Lehtikuva Tuomas Marttila

Demenz ist der Oberbegriff für sämtliche Krankheitsbilder, die sich durch einen Verlust der kognitiven Fähigkeiten wie Denken, Erinnern und Orientierung auszeichnen. Menschen, die an Demenz leiden, sind im fortgeschrittenen Krankheitsstadium nicht mehr dazu in der Lage, ihr Leben eigenständig und selbstbestimmt zu führen.

In Deutschland leiden etwa 1,6 Millionen Menschen an einer Demenz. Die Tendenz ist steigend, da das Risiko für eine Demenzerkrankung mit dem Alter steigt und die Deutschen immer älter werden. Jährlich tritt bei 2 Prozent der Deutschen ab 65 Jahren eine Neuerkrankung auf. In der Altersklasse ab 90 Jahren sind es sogar 12 Prozent. Zwei Drittel der Erkrankten sind Frauen. Glaubt man Experten-Prognosen, so sind im Jahr 2050 etwa 2,4 bis 2,8 Millionen Menschen in Deutschland von einer Demenzerkrankung betroffen. Zu diesem Zuwachs wird den Prognosen zufolge kommen, weil aufgrund des demografischen Wandels mehr Neuerkrankungen auftreten als dass bereits Erkrankte versterben.

Buch-Tipps zum Thema Demenz

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz

Eine Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit oder Alzheimer-Demenz. Daneben gibt es beispielsweise noch die Vaskuläre Demenz, Morbus Pick, oder die Frontotemporale Demenz.

Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Form der Demenzerkrankungen. Etwa 60 Prozent aller Demenzerkrankungen beruhen auf der Alzheimer-Demenz. Bei der Alzheimer-Krankheit sterben Gehirnzellen ab und das Hirn schrumpft folglich. Ursache dafür sind Eiweiß-Spaltprodukte, sogenannte Amyloide, die sich im Gehirn ablagern und dadurch die Reizübertragung zwischen den Nervenzellen stören.

Ohne diese Reizübertragung ist ein Funktionieren des Gehirns langfristig nicht mehr möglich. So büßen Betroffene immer mehr ihrer Gedächtnisleistung und Orientierung ein, bis sie schließlich nicht mehr in der Lage sind, Dinge und Menschen zu erkennen oder zu benennen.

Alles rund um die Therapie von Demenzkrankheiten wie Alzheimer und Co. lesen Sie hier.

*Wir arbeiten in diesem Beitrag mit Affiliate-Links. Wenn Sie über diese Links ein Produkt kaufen, erhalten wir vom Anbieter eine Provision. Für Sie entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo und wann Sie ein Produkt kaufen, bleibt natürlich Ihnen überlassen.