Die Corona-Krise

CORONAVIRUS-LIVETICKER - Neuinfektionen steigen im Vergleich zur Vorwoche wieder

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist im Vergleich zur Vorwoche wieder gestiegen.
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03. März 2021 - 9:11 Uhr

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei 64,0

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 9.019 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit gute 1.000 mehr als vor genau einer Woche. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 418 weitere Todesfälle verzeichnet. Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 8.007 Neuinfektionen und 422 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) liegt laut RKI bundesweit bei 64,0 - und damit etwas niedriger als am Vortag (65,4). Vor vier Wochen, am 3. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 82,9 gelegen.

  • 3/3/21 9:46 AM
    Hamburger Kitas sind ab 15. März wieder im Regelbetrieb
    Die Hamburger Kindertagesstätten gehen am 15. März aus dem Notbetrieb. Parallel mit dem Wiederanfahren des Schulbetriebs werde nach Ende der Frühjahrsferien auch in den Kitas wieder ein eingeschränkter Regelbetrieb angeboten, sagte ein Sprecher der Sozialbehörde am Mittwoch.
  • 3/3/21 9:35 AM
    Laschet deutet Kurswechsel im Kampf gegen Corona an
    Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat vor der Bund-Länder-Konferenz an diesem Mittwoch einen Kurswechsel bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie angedeutet. "Nicht leichtfertig werden, weiter die Regeln einhalten, aber nicht alles pauschal schließen. Das ist der Wechsel, den wir heute machen", sagte der CDU-Vorsitzende am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin". "Das wird heute ein bedeutender Schritt sein, weil wir nicht nur auf den totalen Lockdown setzen, sondern weil wir neue Mittel hinzunehmen." Dazu gehörten Tests, Impfungen und digitale Lösungen, um "in bestimmten Bereichen auch wieder Grundrechte in Kraft zu setzen".
  • 3/3/21 9:24 AM
    Patienten mit diesen Krankheiten werden schneller geimpft
    Nicht nur aufgrund ihres Alters werden Menschen einer Impfgruppe zugeordnet, auch Vorerkrankungen stehen auf der Liste der Impf-Empfehlungen der StiKo. Hier haben wir für Sie aufgelistet, welche Krankheiten einen Patienten zu einer früheren Impfung berechtigen.
  • 3/3/21 9:13 AM
    Neuinfektionen in Polen innerhalb eines Tages fast verdoppelt
    Die Zahl der Neuinfektionen in Polen schnellt drastisch hoch. Zuletzt habe es 15.698 neue Fälle binnen 24 Stunden gegeben, nach 7.937 am Vortag, sagt der stellvertretende Gesundheitsminister Waldemar Kraska im Rundfunk. "Ich habe keine guten Nachrichten. Die Zahlen von heute zeigen, dass die dritte Welle an Fahrt gewinnt." Polen hatte zuletzt einige Beschränkungen gelockert, allerdings angekündigt, sie wieder zu verschärfen, sollten die Fallzahlen steigen.
  • 3/3/21 9:09 AM
    Ifo-Institut: Deutschland schöpft Homeoffice-Potenzial nicht aus
    Beinahe jeder dritte deutsche Arbeitnehmer hat im Februar von zu Hause aus gearbeitet - doch es könnten deutlich mehr sein. Das Ifo-Institut in München kommt auf Basis seiner monatlichen Konjunkturumfrage auf eine Quote von 30 Prozent der Beschäftigten, die zumindest teilweise im Homeoffice waren, wie es am Mittwoch mitteilte.

    Damit sei das Potenzial dafür aber "bei weitem nicht ausgeschöpft", kritisierte Ifo-Forscher Jean-Victor Alipour. Denn bei 56 Prozent der Arbeitnehmer sei das Arbeiten von zu Hause zumindest teilweise möglich. "Die im Januar beschlossene Pflicht der Firmen zum Homeoffice, um die Corona-Ansteckungen zu verringern, ist deshalb bislang zum Teil verpufft."
  • 3/3/21 8:49 AM
    Das könnte bei dem Corona-Gipfel beschlossen werden
    Lockdown verlängern und gleichzeitig lockern! Das steht im Geheimpapier für die Konferenz der 16 Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin am Mittwoch. RTL liegt ein Entwurf von Mittwochmorgen vor. Dieser enthält eine geplante Notbremse – eine Rückkehr zum Lockdown – bei einer Inzidenz über 100 für eine bestimmte Zeit. Was in der Beschlussvorlage (das ist die Basis für die Konferenz) exakt abgedruckt ist und wie die Notbremse greifen soll, lesen Sie hier.

  • 3/3/21 7:20 AM
    Spahn will Abstände zwischen Erst- und Zweitimpfung verlängern
    Jens Spahn will die empfohlenen Intervalle zwischen erster und zweiter Impfung ausreizen, um mehr Menschen eine Erstimpfung zu ermöglichen. Mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer solle möglichst erst nach sechs Wochen eine Zweitimpfung erfolgen, mit dem von AstraZeneca nach zwölf Wochen, sagt er in der ARD. "Dann können wir mehr Erstimpfungen machen und, das ist das Spannende etwa bei AstraZeneca, die Wirksamkeit ist auch noch höher." Zudem lägen inzwischen ermutigende Daten zur Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffs auch für Personen im Alter von über 65 Jahren vor. "Wenn wir die Über-65-Jährigen mit AstraZeneca impfen könnten, würde das richtig Geschwindigkeit bringen." Er hoffe hier auf eine Entscheidung der Ständigen Impfkommission binnen Tagen.
  • 3/3/21 7:15 AM
    Unternehmer schreiben Brandbrief an Merkel: "Existenz auf dem Spiel"
    Vor dem Bund-Länder-Treffen dringt der Mittelstand in einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einen Gipfel über einen Ausstieg aus dem Lockdown. "Für viele Mittelständler steht nichts weniger als die eigene Existenz auf dem Spiel", heißt es in dem Schreiben, aus dem die Zeitungen der "Funke Mediengruppe" vorab berichten.

    Zu den Unterzeichnern gehören der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), sowie Inhaber und Vorstandsvorsitzende von 20 großen Mittelstands-Unternehmen. Sie dringen auf einen Maßnahmenkatalog zur Entbürokratisierung der Corona-Hilfsprogramme, einen Ausstiegsplan und eine Post-Corona-Agenda. "Sonst droht uns ein Ausverkauf des deutschen Mittelstandes durch chinesische Direktinvestitionen", mahnen die Unternehmer.
  • 3/3/21 7:08 AM
    Texas hebt Maskenpflicht auf - wegen erster Impf-Erfolge
    Der US-Bundesstaat Texas hebt die Maskenpflicht und die wegen der Pandemie eingeführten Kapazitätsgrenzen für Restaurants und andere Unternehmen auf. "Jetzt ist die Zeit, Texas 100 Prozent zu öffnen", sagte der republikanische Gouverneur Greg Abbott. Die Zeit für Einschränkungen der Wirtschaft sei angesichts der fortschreitenden Impfkampagne vorbei. "Das muss ein Ende haben", sagte Abbott. Mehr dazu lesen Sie hier.
  • 3/3/21 6:33 AM
    Fast 57.000 Neuinfektionen in den USA
    In den USA melden die Gesundheitsbehörden mindestens 56.873 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt wurden mindestens 28,79 Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 1.909 auf 517.025. Die USA weisen weltweit mit Abstand die höchsten Infektions- und Todeszahlen auf. Nach den USA verzeichnen Indien, Brasilien, Russland und Großbritannien die höchsten Ansteckungszahlen.
  • 3/3/21 5:50 AM
    Brasilien meldet Rekord an Corona-Toten
    Brasilien hat bei den an einem Tag erfassten Corona-Toten einen neuen Höchstwert registriert. 1.641 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums vom Dienstag (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden gestorben. Der bisherige Höchstwert hatte am 29. Juli bei 1.595 gelegen. Insgesamt sind damit in Brasilien 257.361 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 59.925 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem größten Land Lateinamerikas auf mehr als 10,6 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

    Brasilien, das erst im Januar mit Impfungen begann, ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Nachdem die Krankenhäuser zuletzt wieder an ihre Grenzen geratenen waren, hatte der Gesundheitsrat eine landesweite Ausgangssperre gefordert. Präsident Jair Bolsonaro, der mittlerweile auch den Sinn von Corona-Impfungen grundsätzlich in Zweifel zieht, hat das Virus von Anfang an verharmlost. Einschränkungen lehnte er aus wirtschaftlichen Gründen ab. Während Deutschland in den Lockdown ging, blieb Brasilien über Weihnachten, Sylvester, die Sommerferien und die Karnevalswoche weitgehend geöffnet.
  • 3/3/21 5:42 AM
    Haseloff würde sich auch mit russischem Impfstoff Sputnik V impfen lassen
    Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff wirbt für den russischen Impfstoff Sputnik V, um den Impfstoffmangel in Deutschland zu beheben. "Wir sollten alles tun, was möglich ist, um das Impfen in Deutschland zu beschleunigen", sagt der amtierende Bundesratspräsident den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Ostdeutschland habe jahrzehntelange Erfahrung mit russischem Impfstoff. Er selbst sei schon als Kind mit einem russischen Präparat erfolgreich gegen Kinderlähmung geimpft worden, während im Westen noch kein Impfstoff zur Verfügung stand. Er würde sich daher jederzeit mit Sputnik V impfen lassen.
  • 3/3/21 5:35 AM
    Bundesländer wollen Astrazeneca-Impfstau abbauen
    In den Bundesländern wächst nach dem zögerlichen Start die Hoffnung auf einen schnellen Abbau des Astrazeneca-Impfstaus. Mehrere Länder rechnen mit einem deutlichen Hochfahren der Impfungen mit dem britisch-schwedischen Vakzin, wie eine Abfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. In Nordrhein-Westfalen etwa sollen ab Montag rund 750.000 Kita-Erzieher, Tageseltern, Grundschullehrer und Streifenpolizisten ein Impfangebot erhalten. "Wir wollen halt einfach impfen was das Zeug hält", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Auch Hessen oder Baden-Württemberg wollen bald deutlich mehr Menschen mit Astrazeneca impfen.

    Insgesamt fast 3,2 Millionen Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs sollen bis Donnerstag an die Länder geliefert sein, wie aus Angaben des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Bis einschließlich Montag sind nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) jedoch lediglich 514.000 Dosen verabreicht worden. Bleibt es bei dem Impftempo, könnten bis Ende der Woche über zwei Millionen Dosen auf Halde liegen.
  • 3/3/21 5:14 AM
    Intensivmediziner froh über Lockdown-Verlängerung
    Die deutschen Intensivmediziner begrüßen die geplante Verlängerung des Lockdowns als notwendige Entlastung des deutschen Gesundheitssystems. "Es ist wichtig, dass wir noch drei Wochen durchhalten, weil wir durch das Impfen vieler Menschen trotz der Virusmutationen eine dritte Welle deutlich abflachen können", sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmediziner (DIVI) der Zeitung "Augsburger Allgemeinen" laut einem Vorabbericht. "Wir gewinnen dadurch wertvolle Zeit", erklärt der Aachener Medizinprofessor. "Wer geimpft ist, kommt nicht auf die Intensivstation."
  • 3/2/21 11:02 PM
    Orban rechtfertigt Alleingang bei Impfstrategie
    Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat den Alleingang seines Landes innerhalb der EU mit russischem und chinesischem Impfstoff mit dem Versagen der EU-Kommission gerechtfertigt. Gegenüber "Bild" (Mittwoch) sagte Orban: "Die EU hatte und hat ihre Chance, die Europäer schnell und effektiv mit Impfstoff zu versorgen und ihre Bürger zu schützen. Diese Chance hat sie nicht wahrgenommen. Deshalb muss ich gemäß unserer Verfassung zum Schutz meiner Bürger verantwortlich handeln." Ungarn unterstütze die Europäische Kommission weiterhin. "Aber wir erkennen auch: USA, Großbritannien, Israel, auch Serbien sind uns EU-Mitgliedern weit voraus. Deshalb suche ich für mein Land Impfstoff dort, wo er verfügbar ist, auch in China oder Russland, solange unsere Behörden die Wirkstoffe geprüft und freigegeben haben."
  • 3/2/21 10:49 PM
    Biden: Lehrer und Kinderbetreuer sollen bis Ende März geimpft werden
    In den USA sollen alle Lehrkräfte und Erzieher bis Ende des Monats mindestens die erste Dosis eines Corona-Impfstoffs erhalten. Dies sei ein wichtiger Schritt zur Wiederaufnahme des normalen Schulbetriebs, sagte Biden am Dienstag im Weißen Haus. Er werde die Bundesstaaten anweisen, Mitarbeiter an Schulen und Erzieher bei den Impfungen zu bevorzugen, wo dies noch nicht geschehe.

    "Wir wollen, dass jeder Pädagoge, Schulmitarbeiter und Kinderbetreuer mindestens eine Impfung bis Ende des Monats März erhält", sagte Biden. Man müsse den Schulbetrieb als einen unverzichtbaren Dienst behandeln, denn das sei er. "Es ist eine landesweite Notwendigkeit, dass wir unsere Kinder sicher und so bald wie möglich zurück in die Klassenzimmer bringen", sagte Biden.
  • 3/2/21 10:36 PM
    Weltweit mehr als 114 Millionen Infizierte und 2,6 Millionen Tote
    Weltweit haben sich über 114,62 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. An oder mit dem Virus gestorben sind mehr als 2,64 Millionen, wie eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten ergibt. Am stärksten betroffen sind die USA mit über 28,73 Millionen Infektionen und 515.116 Toten.
  • 3/2/21 10:30 PM
    Diese Drei rocken Corona
  • 3/2/21 10:06 PM
    Biden: USA haben bis Ende Mai genug Impfstoff für alle Erwachsenen
    Die USA werden nach Aussage von Präsident Joe Biden bis Ende Mai genug Impfstoff für jeden Erwachsenen im Land zur Verfügung haben. Er zeigt sich auch überzeugt, sein Ziel von 100 Millionen Impfungen innerhalb der ersten 100 Tage seiner Amtszeit zu erreichen.
  • 3/2/21 9:45 PM
    WHO meldet Covid-Anstieg um 7 Prozent nach wochenlangem Rückgang
    In einer Trendwende hat die Zahl der neuen Fälle von Covid-19 vorige Woche weltweit um sieben Prozent zugenommen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichte am Dienstagabend in Genf Zahlen zum ersten Anstieg nach sechs Wochen Rückgang. Demnach wurden in der letzten Februarwoche 2,6 Millionen Fälle an die UN-Behörde in Genf gemeldet.

    Diese Entwicklung könnte mit der Ausbreitung von ansteckenderen Virus-Varianten zu tun haben, schrieb die WHO in einem Bericht. Als weitere mögliche Gründe nannte sie die Lockerung von Gesundheitsmaßnahmen und Corona-Müdigkeit.

    Den stärksten Anstieg im Wochenvergleich gab es im Nahen und Mittleren Osten (14 Prozent) gefolgt von Südostasien (9 Prozent), Europa (9 Prozent) und dem amerikanischen Kontinent (6 Prozent). Aus Afrika wurden dagegen um fast ein Viertel weniger Fälle als in der Vorwoche gemeldet. In der Westpazifischen Region mit Ostasien und Australien gingen die Zahlen leicht zurück.

    Die WHO betonte, dass Corona-Impfungen erst nach Wochen immun machen. Bis zu einer breiteren Schutzwirkung für ganze Bevölkerungsgruppen werde es noch länger dauern. Deshalb müsse weiter auf Tests, Kontaktverfolgung, Abstand, Masken und Hygiene gesetzt werden.
  • 3/2/21 9:23 PM
    Etwa jede zweite Ansteckung geht auf die Mutation zurück
  • 3/2/21 9:04 PM
    Gouverneur von Texas kündigt Öffnung "zu 100 Prozent" an
    Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, kündigt einem Medienbericht zufolge eine komplette Öffnung aller Geschäfte und ein Ende der Maskenpflicht in dem US-Bundesstaat an. "Jetzt ist es an der Zeit, Texas zu 100 Prozent öffnen", zitiert ihn ein örtlicher Ableger des Senders ABC. Als Termin wird der 10. März genannt. In Texas leben 29 Millionen Menschen.
  • 3/2/21 8:40 PM
    Sechs erste Corona-Selbsttests für zu Hause zugelassen
  • 3/2/21 8:15 PM
    Schleswig-Holsteins Chef: Osterurlaub nicht ausgeschlossen
    Vor den Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch hat sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) für klare Öffnungsschritte bei einer landesweiten Inzidenz von unter 50 ausgesprochen. Notfalls will das nördlichste Bundesland eigene Wege gehen. Bundesweites Vorgehen habe nicht in jedem Fall "oberste Priorität", sagte Günther am Dienstag in Kiel. Er wolle sich notfalls mit den anderen norddeutschen Ländern absprechen.

    Günther lehnt es beispielsweise ab, bereits jetzt den innerdeutschen Osterurlaub abzusagen. Reisen ins Ausland seien während der Corona-Pandemie ja auch möglich. Hotelbesitzer und Betreiber von Ferienwohnungen und Campingplätzen müssen sich aber noch in Geduld üben. "Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass wir in Schleswig-Holstein Beherbergungen früher als Ende März erlauben", sagte Günther. Über den Start des Tourismus müsse bei der übernächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 24. März entschieden werden.

  • 3/2/21 6:45 PM
    Italien verlängert Corona-Reisesperren im Land bis nach Ostern
    Italien verlängert zentrale Corona-Beschränkungen wie die Reisesperren im Land um einen Monat bis nach Ostern. Außerdem müssen alle Schulen in Hochrisiko-Gebieten, sogenannten Roten Zonen, schließen. Das teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza in Rom mit. Ministerpräsident Mario Draghi unterschrieb am Dienstag ein entsprechendes Dekret.

    Damit bleibt es in der ersten großen Reisezeit zu Ostern bis 6. April verboten, die Grenzen zwischen den 20 italienischen Regionen zu überqueren. Ausnahmen gibt es etwa für die Arbeit und in Notfällen.

    Minister Speranza und mehrere Experten wiesen darauf hin, dass die britische Virus-Variante in dem Mittelmeerland mit deutlich über 50 Prozent der Fälle vorherrschend sei. Es handelt sich um eine ansteckendere Variante, die ersten Studien zufolge häufiger schwere Verläufe verursacht.
  • 3/2/21 6:22 PM
    Große Koalition passt Infektionschutzgesetz an Corona-Mutationen an
    Die Regierungskoalitionen von CDU/CSU und SPD haben sich am Dienstag auf eine Reform des Infektionsschutzgesetzes geeinigt. Nach der Reuters vorliegenden Änderung an dem von Gesundheitsminister Jens Spahn vorgelegten Entwurf wird zum einen eingefügt, dass alle Maßnahmen der Corona-Pandemie-Bekämpfung künftig auch an der möglichen Ausbreitung von Virus-Mutanten ausgerichtet werden müssen. Absehbare Änderungen des Infektionsgeschehens durch ansteckendere, "das Gesundheitssystem stärker belastende Virusvarianten" seien zu berücksichtigen, heißt es in Paragraph 28a, der die Grundlage für die Corona-Beschränkungen ist, die die Länder verhängen können. Damit sollen die Länder schneller härtere Maßnahmen ergreifen können, heißt es in Koalitionskreisen.
  • 3/2/21 6:10 PM
    Scholz fordert vor Gipfel klare Öffnungsperspektive
    Bundesfinanzminister Olaf Scholz fordert vor dem Bund-Länder-Gipfel eine klare Öffnungsperspektive. "Vieles, was im Augenblick zu lesen und zu hören ist, reicht aus meiner Sicht noch nicht aus", sagt er der Zeitung "Bild" einem Vorabbericht zufolge. "Für mich gilt: Ich möchte eine klare Öffnungsstrategie und eine Kombination aus Öffnung und Testung."
  • 3/2/21 5:55 PM
    EU-Arzneimittelbehörde entscheidet am 11. März über Johnson-Impfstoff
    Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) will am 11. März über die Empfehlung des Impfstoffes des US-Herstellers Johnson&Johnson entscheiden. Der zuständige Ausschuss für Humanmedizin werde dann zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenkommen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Es wird erwartet, dass die Experten grünes Licht für die Zulassung in der EU geben. Formal muss dann noch die EU-Kommission zustimmen - das könnte noch am selben Tag geschehen.

    Die Daten der Studien und Versuche des Unternehmens werden bereits von den EMA-Experten im laufenden Verfahren geprüft. Bisher sind in der EU drei Impfstoffe gegen das Coronavirus auf dem Markt. In den USA war der Wirkstoff am Wochenende zugelassen worden. Er ist von der J&J-Tochter Janssen in den Niederlanden entwickelt worden. Anders als bei den bisherigen Präparaten ist bei diesem Impfstoff nur eine Dosis erforderlich.
  • 3/2/21 5:44 PM
    Kanzleramtschef Braun warnt vor weitreichenden Öffnungen
    Bund und Länder steuern am Mittwoch auf eine schrittweise Lockerung des Corona-Lockdowns zu. In den Verhandlungen deutet sich nach Angaben aus Verhandlungskreisen immer klarer ein Stufenplan an, der zwar eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 28. März vorsieht, aber an etlichen Stellen Öffnungen vorsieht. Kanzlerin Angela Merkel plädierte aus Teilnehmerkreisen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für vorsichtige Lockerungen, die allerdings mit einer "Notbremse" versehen werden müssten. Merkel habe den Anteil ansteckenderer Virus-Mutationen an den Neuinfektionen mit rund 50 Prozent angegeben, hieß es am Dienstag. Kanzleramtschef Helfe Braun verwies nach RTL-Informationen auf die rasant steigenden Corona-Zahlen im Ausland und warnte unterdessen vor weitreichenden Öffnungen.
  • 3/2/21 5:28 PM
    Gaststättenverband erwägt Klage bei Lockdown-Verlängerung
    Der nordrheinische Hotel- und Gaststättenverband droht vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern mit einer Klage gegen fortdauernde Schließungen von Hotels und Gaststätten vorzugehen. Der bekanntgewordene Beschlussvorschlag aus dem Kanzleramt zum Gastgewerbe sei inakzeptabel, teilte der Dehoga Nordrhein am Dienstag mit. Zahlreiche Mitgliedsunternehmen hätten den Verband aufgefordert, rechtlich gegen Verordnungen auf dieser Basis vorzugehen. Man wolle eine Kanzlei mit einer entsprechenden Klage beauftragen.
  • 3/2/21 5:22 PM
    Bericht: Große Koalition will Beschränkungen nicht mehr nur an Inzidenz koppeln
    Union und SPD im Bundestag wollen einem Medienbericht zufolge künftige Corona-Beschränkungen nicht mehr nur an den Inzidenzwert koppeln. "Bei der Prüfung der Aufhebung oder Einschränkung der Schutzmaßnahmen (...) ist insbesondere auch die Anzahl der gegen Covid-19 geimpften Personen und der R-Wert zu berücksichtigen", zitiert die "Welt" aus einer vorgeschlagenen Änderung des Paragrafen 28a des Infektionsschutzgesetzes, auf die sich die Spitzen der Unions- und SPD-Fraktionen geeinigt hätten. Die Änderung solle am Donnerstag im Bundestag beschlossen werden und ab dem 1. April gelten. Sie stehe in Zusammenhang mit der Verlängerung der epidemischen Lage, die ebenfalls am Donnerstag im Bundestag beschlossen werden solle.
  • 3/2/21 5:12 PM
    Merkel zurückhaltend bei Corona-Impfumstieg auf Hausarztpraxen
    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Hoffnungen auf eine sehr rasche und breite Anti-Corona-Impfkampagne über die Hausärzte gedämpft. Ab dem 1. April bekomme man deutlich mehr Impfstoff, dann werde man den Umstieg auch auf Hausarztpraxen machen müssen, sagte Merkel am Dienstag in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. In der aktuellen Phase habe es aber noch keinen Sinn, Hausärzte generell mit einzubeziehen. Es solle allerdings Flexibilität ermöglicht werden, damit jeder Impfstoff verimpft werde. Vor allem beim Impfstoff von Astrazeneca gibt es derzeit einen Überschuss.
  • 3/2/21 5:05 PM
    Handel kritisiert Pläne zur Lockdown-Verlängerung
    Der Handelsverband HDE kritisiert, dass der Lockdown Medienberichten zufolge grundsätzlich bis zum 28. März verlängert werden soll. "Dieser Entwurf geht an den Realitäten vorbei", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth dem "Handelsblatt" einem Vorabbericht zufolge. "Der Einzelhandel ist kein Treiber der Pandemie. Das beweist der geöffnete Lebensmittelhandel seit vielen Monaten." Es drohe eine Pleitewelle.
  • 3/2/21 4:55 PM
    Inzwischen sechs Corona-Selbsttests mit Sonderzulassung
    Mit Blick auf mögliche weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen können zusätzliche Selbsttests für zu Hause auf den Markt kommen. Am Dienstag wurden zwei weitere Sonderzulassungen erteilt, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte mitteilte. Insgesamt sind damit nun sechs Tests zur Anwendung für jedermann auf diesem Weg zugelassen. Die Selbsttests sollen frei in Apotheken, anderen Geschäften und im Internet zu kaufen sein.

    Der Einsatz von Tests soll nach Plänen der Bundesregierung deutlich ausgedehnt werden, um mögliche weitere Öffnungen abzusichern. Neben Selbsttests gehören dazu Schnelltests, die geschultes Personal etwa in Testzentren oder Praxen abnimmt. Bei diesen schnellen Tests müssen Proben nicht erst zum Auswerten ins Labor geschickt werden. Positive Ergebnisse sollen dann aber mit genaueren PCR-Tests überprüft werden.
  • 3/2/21 4:41 PM
    Merkel kündigt stärker regionalisierte Öffnungsstrategie an
    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat eine stärker an regionalen Entwicklungen orientierte Öffnungsstrategie nach dem monatelangen Corona-Lockdown angekündigt. Die Strategie, die man für die Zukunft entwickele, setze nicht mehr nur auf bundesweite Inzidenzen oder R-Werte, sondern mache auch lokale Unterschiede, sagte Merkel am Dienstag in einer Online-Sitzung der Unionsfraktion, wie die Deutsche Presse-Agentur von Teilnehmern erfuhr. Vor den Bund-Länder-Beratungen an diesem Mittwoch sagte Merkel, auch sie selbst halte Öffnungen für notwendig. Nach dem sehr langen Lockdown würden Lockerungen "sehnlichst gewünscht", man müsse nun Schritt für Schritt vorankommen.

    Die Abkehr von bundesweiten Inzidenzen - der Neuinfektionszahl pro 100.000 Einwohner und Woche - sowie von einem bundesweiten Reproduktionswert begründete Merkel demnach mit der unterschiedlichen Entwicklung der Pandemie in Deutschland. Es sei sehr schwer zu erklären, dass in den etwa 50 Landkreisen, die eine Inzidenz von unter 35 hätten, das Gleiche gelte wie in jenen mit einer über 200. Es sei auch nicht zu erklären, dass alle Bundesländer immer gleich behandelt werden. Man werde "mehr regionalisieren, um mehr Freiheit zu ermöglichen".
  • 3/2/21 4:26 PM
    Portugal warnt vor Nachlässigkeit angesichts besserer Zahlen
    Portugals Ministerpräsident Antonio Costa ruft die Bevölkerung auf, trotz deutlich besserer Krankheitszahlen weiter die Regeln einzuhalten. "Die Vorstellung, dass sich eine Tragödie nicht wiederholen kann, ist falsch", sagt er vor einem Krankenhaus in Lissabon. Menschen könnten dieselben Fehler wieder machen. Im Januar stand Portugals Gesundheitssystem wegen hoher Fallzahlen vor dem Zusammenbruch. Die Zahl der Covid-Fälle in den Krankenhäusern ist nun nach einem Lockdown auf dem niedrigsten Wert seit Anfang November.
  • 3/2/21 4:10 PM
    Gastgewerbe kritisiert Politik - "Gegenteil von Öffnungsstrategie"
    Der Branchenverband Dehoga kritisiert, dass nach einem Entwurf für das Bund-Länder-Treffen erst Ende März über Perspektiven für Restaurants und Hotels beraten werden soll. "Das ist das Gegenteil von einer Öffnungsstrategie", erklärt Dehoga-Präsident Guido Zöllick. "Von der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel fordern wir einen klaren Fahrplan mit konkreten, nachvollziehbaren Kriterien, was, wann, wie wieder möglich ist."
  • 3/2/21 3:55 PM
    Merkel: Ausbreitung der Mutationen schon bei rund 50 Prozent
    Der Anteil der Virus-Varianten bei den Corona-Neuinfektionen liegt nach Angaben von Kanzlerin Angela Merkel mittlerweile bei rund 50 Prozent. Das sagt Merkel nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
  • 3/2/21 3:45 PM
    Kontrollen und Tests: Passagiere warten stundenlang in Heathrow
    Aufwendige Kontrollen und Corona-Testvorschriften haben in den vergangenen Tagen zu erheblichen Verzögerungen bei der Einreise nach Großbritannien geführt. "Als zusätzliche Maßnahmen an den Grenzen eingeführt wurden, haben wir klargemacht, dass das keine Sache eines einzigen Tages ist", sagte eine Sprecherin des Flughafen Heathrows. "Die Grenzbehörden müssen ausreichendes Personal haben und effektive Prozesse absichern, um inakzeptable Wartezeiten für ankommende Passagiere zu vermeiden." Dies sei die Zuständigkeit der Regierung.

    Einreisende mussten am Londoner Flughafen Heathrow in den vergangenen Tagen mehrere Stunden lang warten, bis sie den Flughafen verlassen konnten, weil sich die Kontrollen von Pässen, negativen Corona-Tests und weiteren Formularen lange hinzog. Eine deutsche Schülerin, die nach England ins Internat zurückkehrte, berichtete von sechs Stunden Wartezeit am Sonntagabend.

    Neben dem Testnachweis und einem ausgefüllten Formular mit persönlichen Daten müssen Einreisende seit Mitte Februar verpflichtend ein Testpaket buchen, um am 2. und 8. Tag ihrer Quarantäne einen Corona-Test durchzuführen. Für britische und irische Rückkehrer aus besonderen Hochrisikogebieten gilt sogar eine zehntägige Quarantänepflicht im Hotel.
  • 3/2/21 3:32 PM
    Wissenschaftler für 8,5 Millionen Corona-Tests täglich
    Wissenschaftler aus der Epidemiologie, Informationstechnologie und Wirtschaftsforschung haben sich für mindestens 8,5 Millionen Corona-Tests pro Tag in Deutschland ausgesprochen. Eine massive Ausweitung kostenloser oder günstiger Tests könnte nach ihrer Überzeugung - in Verbindung mit einem professionellen digitalen Zertifikat zum Freitesten - den Lockdown überflüssig machen und eine dritte Infektionswelle verhindern.
  • 3/2/21 3:21 PM
    Scholz kritisiert in SPD-Fraktion Teststrategie von Spahn
    Bundesfinanzminister Olaf Scholz kritisiert in der Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion die Teststrategie von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). "Man kann keine Teststrategie auf Hoffnung aufbauen", sagt Scholz nach Angaben eines Teilnehmers. "Wir brauchen konkrete Zahlen, die der zuständige Minister liefern muss."
  • 3/2/21 3:10 PM
    Insider: Merkel befürwortet vorsichtige Öffnungen
    Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht sich in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für "vorsichtige Öffnungsschritte" aus. Man brauche aber auch eine "Notbremse", wenn die Infektionszahlen wieder stark ansteigen sollten, sagt Merkel nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen.
  • 3/2/21 2:59 PM
    Entwurf: Neue Impfverordnung erlaubt flexiblere Verwendung von Astrazeneca
    Die neue Impfverordnung des Bundesgesundheitsministeriums erlaubt in Ausnahmefällen einen flexibleren Einsatz des Impfstoffes von Astrazeneca. Das geht aus dem der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag vorliegenden Entwurf hervor. Zudem ebnet die neue Impfverordnung den Weg für eine flächendeckende Einbeziehung von Arztpraxen in die Impfkampagne ab April. Künftig können zwei statt einer engen Kontaktperson eines Impfberechtigten aus den höchsten Prioritätengruppen mitgeimpft werden.

    Seit Tagen gibt es Kritik daran, dass der zur Verfügung stehende Impfstoff von Astrazeneca nicht schnell genug verimpft wird. Nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) soll dieser Impfstoff nur an Personen zwischen 18 bis 65 Jahren abgegeben werden. An dieser Linie wird bis zu der angekündigten Überarbeitung der Stiko-Empfehlungen auch festgehalten. Deshalb werden mit Astrazeneca mehr Polizisten, Lehrer und medizinisches Personal unter 65 Jahren geimpft. Die Bundesregierung hatte eine Forderung etwa von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) abgelehnt, Astrazeneca für alle freizugeben. Künftig können Impfzentren und Krankenhäuser aber in Einzelfällen selbst entscheiden, wie sie vorgehen. Von der bisherigen Reihenfolge der Impfprioritäten kann abgewichen werden, "wenn dies für eine effiziente Organisation der Schutzimpfungen und eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe notwendig ist", heißt es in dem Entwurf.

    Das Gesundheitsministerium hatte schon am Montag betont, dass im März Hausärzte probeweise Impfstoff verabreichen können. Ein flächendeckender Einsatz der Hausarztpraxen in Deutschland ist dann im April geplant, wenn ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen, um sie kleinteiliger über die Republik zu verteilen. Auch Betriebsärzte sollen mit einbezogen werden. Das Gesundheitsministerium hat die Länder bereits warnt, dass die Zahl der im April gelieferten Impfdosen die Kapazität der Impfzentren übersteigen wird.
  • 3/2/21 2:52 PM
    Brinkhaus: Lediglich kleine Öffnungsschritte möglich
    CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus mahnt die Ministerpräsidenten, nur beschränkte Lockerungen zu beschließen. "Ich erwarte lediglich vorsichtige Schritte", sagt der CDU-Politiker mit Blick auf die Bund-Länder-Verhandlungen am Mittwoch. Man stehe vor einem "Balanceakt". Die Ministerpräsidenten müssten die epidemiologische Lage berücksichtigen, auch wenn der Druck zu Öffnungen vorhanden sei. Gut sei, dass man versuche, die unterschiedliche Lage in den Bundesländern bei der Öffnung von Buchläden oder Gartencentern anzugleichen.
  • 3/2/21 2:45 PM
    Mehr als Inzidenz: Infektionsschutzgesetz soll ergänzt werden
    Bei der Verhängung oder Lockerung von Corona-Schutzmaßnahmen sollen weitere Kriterien neben dem Inzidenzwert an Bedeutung gewinnen. Auf eine entsprechende Ergänzung des Infektionsschutzgesetzes haben sich die Rechts- und Gesundheitspolitiker der Fraktionen von CDU/CSU und SPD am Dienstag geeinigt, wie beide Seiten bestätigten. So sollen künftig insbesondere auch die Zahl der gegen Covid-19 geimpften Personen und der R-Wert berücksichtigt werden.

    "Ergänzend wird in der Gesetzesbegründung ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass die Nennung dieser beider Kriterien nicht abschließend ist und insbesondere auch die Auslastung des Gesundheitswesens berücksichtigt werden muss", sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Johannes Fechner, der Deutschen Presse-Agentur.
  • 3/2/21 2:39 PM
    Impfstoffverteilung: Vereinte Nationen feiern Meilenstein
    Die internationale Covax-Initiative zur Verteilung von Corona-Impfstoff in aller Welt kommt in Fahrt. Nach den ersten Auslieferungen sind Impfprogramme in Ghana und Elfenbeinküste gestartet, und eine erste Lieferungen ging auch nach Kolumbien. Die Vereinten Nationen feierten dies am Dienstag als Meilenstein von historischem Ausmaß.

    Bis Ende Mai sollen 237 Millionen Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs an 142 Länder verteilt werden, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus, Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Zudem werden bis Ende März 1,2 Millionen Dosen des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs ausgeliefert. Covax könne in diesem Jahr womöglich 500 Millionen mehr Impfdosen einkaufen und verteilen als geplant, insgesamt 1,8 Milliarden, sagte Seth Berkley, Chef der Impfallianz GAVI.

    Covax ist ein UN-Programm, das allen Ländern der Welt zügig Zugang zu Corona-Impfstoffen verschaffen soll. Die Abkürzung steht für "Covid-19 Vaccines Global Access" (Globaler Zugang für Impfstoffe gegen Covid-19). Covax fördert zum einen viele Impfstoffkandidaten. So teilen sich die rund 170 teilnehmenden Länder das Risiko, in eine Firma zu investieren, deren Impfstoff scheitert. Zum anderen beschafft sie durch Großbestellungen Impfstoffe zu günstigen Preisen. Die reicheren Länder verzichten aber meist auf ihre Zuteilung, weil sie sich bilateral oder wie in der EU über Staatenverbünde Impfdosen gesichert haben.
  • 3/2/21 2:32 PM
    Laschet: Testen neben Impfen wichtiges Mittel gegen Corona
    "Testen, testen, testen" ist nach den Worten von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) neben dem Impfen die Botschaft bei der Pandemiebekämpfung für die nächsten Monate. "Denn wir werden in den nächsten Monaten in Deutschland Millionen an Tests und Selbsttests benötigen, um mit dem Virus, um mit der Pandemie zu leben", sagte der CDU-Bundeschef am Dienstag nach dem Besuch eines mittelständischen Herstellers von Schnelltests in Moers.

    Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Mittwoch gebe es mehrere Bausteine, aus denen sich die Entscheidung ergeben werde. Ein Baustein blieben die Inzidenzwerte. "Aber wir haben heute viel mehr Möglichkeiten als vor einem Jahr." Das Testen sei ein weiterer wichtiger Baustein. "Wir werden testen in den Schulen, in den Kitas, bei den Beschäftigen, bei den Kindern, um das Dunkelfeld aufzuhellen und überall festzustellen, wo potenziell Infizierte sind, und damit zu ermöglichen, das Leben wieder normaler machen zu können."

  • 3/2/21 1:50 PM
    "Zero Covid" stellt eigenen Stufenplan vor
    Kurz vor den Bund-Länder-Beratungen hat die "ZeroCovid"-Kampagne einen eigenen Stufenplan zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ausgearbeitet. Der Plan sieht drei Stufen vor, abhängig von der Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche: eine "Vollbremsung" bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 10, eine "Vorsichtige Öffnung" (Inzidenz unter 10) und eine "Grüne Stufe" (Inzidenz unter 5).

    Die "Vollbremsung" erfordert nach Angaben von "ZeroCovid"-Sprecherin Gizem Fesli sofortiges Handeln, um eine exponentielle Ausbreitung des Virus zu verhindern. Bei einer Inzidenz von 10 und mehr sollten unter anderem Wirtschaft, Einzelhandel und Schulen heruntergefahren und geschlossen werden.

    Ziel der "Grünen Stufe" ist es den Angaben zufolge, das Infektionsgeschehen dauerhaft auf Null zu senken. Unternehmen, die mit Hygienekonzepten wieder öffnen, sollten regelmäßig kontrolliert werden. Unter anderem sollten die industrielle Massentierhaltung gestoppt und Treibhausgasemissionen deutlich reduziert werden. "Es gilt, Naturzerstörung und Klimakrise konsequent zu bekämpfen, um ein Zeitalter der Pandemien zu verhindern", erklärte Fesli.

  • 3/2/21 1:23 PM
    Nach Corona-Ausbruch bei Miele: Produktionsausfälle betreffen 4.000 Mitarbeiter
    Nach einem Corona-Ausbruch im Euskirchener Werk des Hausgeräteherstellers Miele sind derzeit firmenweit 4.000 Mitarbeiter von Produktionsausfällen betroffen. Das teilte eine Miele-Sprecherin mit. Nach positiven Tests in dem Motorenwerk im Rheinland mit insgesamt 500 Beschäftigen mussten Ende Februar über 200 Mitarbeiter in Quarantäne. Die Produktion wurde heruntergefahren. Zuvor hatte die Zeitung "Die Glocke" über die Zahl der firmenweit 4.000 betroffenen Mitarbeiter berichtet.

    Durch die Lieferausfälle in Euskirchen muss in der Folge auch die Produktion in den Waschmaschinenwerken in Gütersloh und Ksawerów (Polen), im Trocknerwerk in Unicov (Tschechien) und der Geschirrspülerproduktion in Bielefeld und Unicov heruntergefahren werden. Auch die Staubsaugerproduktion in Bielefeld ist betroffen. Laut Planung soll die Produktion am 10. März wieder starten.

  • 3/2/21 1:17 PM
    Berlin: Senat beschließt weitere Schulöffnungen
    Der Berliner Senat geht mit der Öffnung von Schulen weiter voran. Ab kommendem Dienstag sollen auch die Klassen vier bis sechs wieder in den Präsenzunterricht gehen. Dies werde in halber Klassenstärke im Wechsel umgesetzt, teilt Senatorin Regine Günther nach der Senatssitzung mit. Ab dem 17. März sollen dann auch die Oberstufenklassen zehn bis 13 in den Präsenzunterricht gehen. Die Präsenzpflicht bleibt demnach aber ausgesetzt. Günther betonte aber: "Wir werden vorsichtig sein müssen."
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