Unsere Reporterin Pauline Maier hat Sehprobleme. Täglich trägt sie Kontaktlinsen. „Aber meine Augen brauchen auch mal eine Pause von den Linsen und deshalb muss auf jeden Fall eine Brille her. Ich schrecke davon so ein bisschen zurück, weil ich Angst habe, dass das ganz schön teuer wird.“
Das Problem: Zu geringe Sehwerte führen dazu, dass die Krankenkasse eine Sehhilfe nicht bezuschusst: Bei Kurzsichtigen beteiligt sich die gesetzliche Kasse aber erst bei minus sechs. Bei Weitsichtigen bei plus sechs Dioptrien auf mindestens einem Auge. Bei einer Hornhautverkrümmung von mehr als vier Dioptrien gibt es auch einen Anspruch.
In all diesen Fällen wird allerdings nicht die komplette Brille bezahlt: Thorsten Knippertz, Verbraucherexperte, erklärt: „Die
gesetzliche Krankenkasse zahlt nie für die Gestelle, sondern immer nur für die Brillengläser und auch da nur für die Standardmodelle.“ Preislich gibt es bei Gläsern keine Grenzen. Welches Glas zu einem passt, ist oft ganz individuell.
Sparen lässt sich grundsätzlich mit einer Zusatzversicherung – die Kosten herfür variieren, beginnen aber schon bei fünf Euro im Monat.
Thorsten Knippertz: „Ne Brillenzusatzversicherung kann sich natürlich lohnen für Menschen, die häufig eine neue Brille benötigen oder gerne Extras haben möchten. Da springt die private Zusatzversicherung schon mal bei Gestellen mit Extras ein, aber Vorsicht: die steuerliche Absetzbarkeit ist hier meist nicht gegeben.“