Was Popeye als Wundermittel für seine Muckis bewirbt, lässt die Prüfer von Ökotest beim großen Spinatcheck nicht ganz so euphorisch dastehen. Leider bemängeln wir bei insgesamt 14 Produkten einen aus unserer Sicht viel zu hohen Gehalt an Nitrit. Nitrit kann auf zwei Arten gesundheitsschädlich sein. Zum einen kann es bei Säuglingen den Sauerstofftransport im Blut behindern und zu einer Blausucht führen. Zum anderen kann sich aus Nitrit im Magen auch krebserregende Nitrosamine bilden. Oh, also ist Spinat jetzt doch nicht so gesund, wie wir alle bisher angenommen haben.
Spinat an sich ist ein guter Nährstofflieferant. Er enthält unter anderem die Vitamine B und K und ist auch reich an Folsäure. Frischer Spinat vom Feld ist natürlich am gesündesten, enthält am meisten Nährstoffe. Leider gehen die eben verloren. Bis das bei uns im Regal ankommt. Das heißt, der TK Rahmspinat ist durch das schnelle Einfrieren deutlich gesünder. Es kommt halt darauf an, welchen Rahmspinat man kauft. Und dabei gibt es eine ganz klare Regel. Hier muss man nicht auf die großen Marken setzen, denn die haben leider bei uns im Test oft eben mit zu hohen Nitritgehalten oder auch mit Schwermetallen nicht überzeugen können.
Die Rahmspinat-Sorten von den großen Marken Iglo, Bofrost und Eismann fallen mit einem "mangelhaft" durch. Noch schlechter ist nur das Markenprodukt von Frosta für 1,99 € pro 500 Gramm und auch der Penny Rahmspinat für 0,99 € pro 500 Gramm. Sie erhalten die Note "ungenügend". Gute Nachrichten aber für alle Sparfüchse. Teuer heißt nicht unbedingt gleich besser. Wir haben gesehen, bei uns der günstigste Spinat im Test hat mit "sehr gut" abgeschnitten, der Ösis und Spinat von Aldi. Da kosten 500 Gramm nämlich nur 0,56 €.
Insgesamt gibt's die Bestnote "sehr gut" viermal für den besagten Aldi-Spinat, den Bio-Rahmspinat von Kaufland, für den Rahmspinat von Tegut und für die Eigenmarke von Rewe. Also der Mythos, teurer sei besser, ist schon mal widerlegt. Und wo wir gerade bei Mythen sind: Darf man bereits gekochten Spinat denn noch mal aufwärmen oder nicht? Es ist so, dass nicht das Aufwärmen das Problem beim Spinat ist. Es ist so, dass nämlich schon bei Zimmertemperatur aus dem Nitrat eben das bedenkliche Nitrit entsteht. Deswegen ist es ganz wichtig, den Spinat zügig abzudecken und im Kühlschrank zu lagern. Dann ist das Aufwärmen am nächsten Tag auch kein Problem. Hätten wir das auch geklärt. Fazit also: Spinat ist und bleibt gesund und ist besonders gut in richtig günstig. Ist gut.