Der Schmerz ist Dimitrios Tsanis auch heute noch anzusehen. Er ist der Vater des im Sommer getöteten Philippos -
Der Hauptangeklagte weicht jedem Blick aus. Für den Vater eine emotionale Tortur.
OT Vater
"Es war Trauer... aber am meisten war es Wut. Ich wollte ihm in die Augen gucken, um zu sehen ob er Reue zeigt."
Offenbar Fehlanzeige: Dimitrios Tsanis kann seine Gefühle während des Prozesses nicht verbergen.
AUFSAGER JAN
"Im Gerichtssaal ging es heute Vormittag ziemlich emotionsgeladen her und auch mal kurz sehr laut. Der 18-jährige Syrer hat in Richtug seiner Geschwister und Freunde gelächelt, die im Zuschauerbereich saßen. Der Vater des Opfers hat daraufhin quer durch den Saal gebrüllt: Hör auf zu lachen und verrecke im Knast!"
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In der Nacht zum 23. Juni soll Philippos nach dem Abiball seiner Schwester zusammen mit einem Freund im Bad Oeynhausenener Kurpark von einer Gruppe Jugendlicher angegriffen worden sein. Einer der Täter habe ihn so heftig gegen den Kopf getreten, dass der 20-jährige zwei Tage später im Krankenhaus stirbt.
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Die Ermittler können die mutmaßlichen Täter schnell ausfindig machen.
Darunter der bereits polizeibekannte Syrer Mwafak Al S.
Der Fall löst eine öffentliche Debatte um die Abschiebung von straffälligen Geflüchteten aus. Bei dem Umzug des Tatverdächtigen von Pforzheim nach Bad Oeynhausen wurden Informationen zwischen den Behörden nicht frühzeitig weitergereicht. Sondern erst nach der Tat, wie die Stadt Pforzheim zugibt.
Zitat
„Die Abteilung Migration und Flüchtlinge im Amt für öffentliche Ordnung hat die Ausländerakte am 1. Juli 2024 auf elektronischem Weg an den Kreis Minden übermittelt. Diese zeitliche Verzögerung hängt leider mit der Überlastung der Ausländerbehörden zusammen, die ein bundesweites Problem darstellt."
Der 18-jährige Syrer wurde vor der Tat also nicht als Intensivtäter in Nordrhein-Westfalen geführt. Hätte das die Tat verhindern können?
OT Oliver Huth
"Offensichtlich hatte es hier einen Gewaltausbruch gegeben.Was auch immer diesen Gewaltausbruch ausgelöst hat, da hätten auch meine Kollegen nichts dran ändern, die diesen Täter tagsüber betreut tagsüber vielleicht auch besucht hätten, wenn er als Intensivtäter in unserem Programm gewesen wäre. Wer diese Kausalität herstellt, ist wirklich weit weg von der Realität."
Philipos Vater will nicht, dass der Fall zu rassistischer Hetze führt. Unabhängig von der Nationalität, müsse ein gerechtes Urteil fallen.
OT Dimitrios Tsanis
"Daher appelliere in an das deutsche Gesetz und ich hoffe, dass es das höchste was es gibt an Strafe an ihn gibt. Alos dass er bestraft wird und verbüßt was sein muss."
Dem Hauptangeklagten drohen bis zu 10 Jahre Haft. Das Urteil soll im Mai fallen.