Diese Kulleraugen, dieses Tap-sen... Diese Kätzchen bringen unser Herz zum Schmelzen.
Und trotzdem sind die Kleinen hier im Tierheim Quellenhof im bayrischen Passbrunn ein großes Problem. Weil es so VIELE sind. Auf 60 Katzen ist das Tierheim ausgelegt, aktuell leben hier 160.
"Wir ersticken de facto in Katzen. Vom wenige Tage alten Flaschenkind bis zum Katzenopa ist alles vertreten. Die meisten kommen krank rein, bis man immer die Parasiten alle bekämpft hat. Da müssen Augentropfen gegeben werden, die Ohren geputzt. Das ist ein unheimlicher Arbeitsaufwand."
Der nur schwer zu stemmen ist für die zehn Mitarbeiterinnen. Erst wenn die Katzen gesund, fit und groß genug sind, können sie geimpft und anschließend vermittelt werden.
"Im Moment ist die Situation eben leider so: Eine wird vermittelt und fünf kommen."
Das ist nicht nur hier in Passbrunn ein Problem - auch andere Tierheime, wie hier in Gießen oder Hamburg, platzen vor Katzen.
"unser Problem ist einfach, dass wir zu viele verantwor-tungslose Tierhal-ter haben, Katzen-halter, die ihre nicht kastrierten Kater, meistens aber auch Kätzchen ins Freie lassen und dann eben keine Kontrolle ist über die Fortpflanzung. Und Katzen sind sehr fortpflan-zungsfreudig. Die können mindestens zweimal im Jahr werfen und Junge kriegen."
Viele der Katzenba-bys leben dann auf der Straße, werden krank oder verletzt - und landen im Tierheim.
Ilona macht mit ih-rem Team auf diesen Katzenjammer auf-merksam. Die Lösung für die unkontrol-lierte Vermehrung wäre eine Kastrati-onspflicht. In mehr als 1.500 Gemeinden und Städten in Deutschland gibt es die bereits. Sollte aber flächendeckend eingeführt werden, fordert die Tierschützerin. Und da-zu: eine Pflicht, Katzen zu registrieren.
"Es sind unheimlich viele Fundkatzen in unseren Tierheimen und die Besitzer findet man nicht, wenn die Katzen nicht irgendwie gekennzeichnet sind."
Solange bis die Katzen ihre Besitzer oder neue Besitzer finden - tut Ilonas Team alles dafür, dass es ihnen gut geht.
"Das Schönste an den Kitten ist, diese Entwicklung zu sehen, wenn sie zum Beispiel krank kommen. Wie toll die irgendwann aus-sehen und dann ein Zuhause kriegen und das alles ist es schon wert."
Diese zwei Kleinen haben schon ein Zuhause gefunden, in das sie bald kommen. Die erwachsenen Katzen im Tierheim lässt das Team kastrieren. Und wer hier eine Babykatze adoptiert, verpflichtet sich, das Tier zu kastrieren, sobald das möglich ist. Um das Problem langfristig in den Griff zu bekommen.