Gemüse, Eintöpfe oder Soßen. Gerne greifen die Deutschen im Supermarkt zur Dosennahrung. Aber in DIESER steckt nicht unbedingt nur das gewünschte Lebensmittel, sondern auch ein gefährlicher Schadstoff! Bisphenol A - auch BPA genannt.
Swantje Waterstraat, Stiftung Warentest:
Bisphenol A ist eine Industrie-Chemikalie die seit Jahrzehnten in hohen Mengen eingesetzt wird und daher auch weit verbreitet ist. Und das bedenkliche daran ist, dass die Europäische Chemikalienagentur diese Substanz als besonders besorgnisergegend für die Umwelt und die Menschliche gesundheit eingestuft hat.
BPA findet sich ursprünglich in vielen Alltagsgegenständen wieder, wie in Smartphones oder Geschirr. Aber eben auch in InnenBeschichtungen von Getränke- und Konservendosen. So soll verhindert werden, dass das Blech rostet und sich Metalle lösen.
Christoph Specht, Allgemeinmediziner
Das Problem dabei ist , dass dieses Bisphenol A, wenn wir es lebenslang in Mini Dosen, aber sehr, sehr lange aufnehmen, dann Wirkungen auf den Körper haben kann, und zwar hormonartige Wirkungen. Und auf Dauer kann das natürlich Schwierigkeiten machen, zum Beispiel was die Fruchtbarkeit angeht , aber auch was die Entstehung von vielen Krankheiten angeht .
In einer Untersuchung von Stiftung Warentest wurde in 51 von 58 Dosen eine BPA Belastung festgestellt. Darunter in Eintöpfen, Gemüse, Kokosmilch und Thunfisch. Daher rät der Experte:
Christoph Specht, Allgemeinmediziner
Generell gilt natürlich Ich sollte so frisch wie möglich essen , also frisch vom Acker auf den Tisch . Das wäre immer noch das Beste .
Und wenn es doch mal ein Produkt mit längerer Haltbarkeit sein soll, gibt es noch andere Möglichkeiten:
Swantje Waterstraat, Stiftung Warentest-
Redakteurin:
Man kann zum Beispiel Tomaten oder Kokosmilch aus dem Karton kaufen oder Obst und Gemüse aus dem Glas oder auch Tiefkühlprodukte können eine Alternative für Dosen sein.
Klar ist frisch kochen nicht immer möglich. Für die, die es mal nicht schaffen, bedeutet das aber nicht gleich Panik.
Christoph Specht, Allgemeinmediziner
Wenn man das ab und zu mal macht , ist das sicher überhaupt kein Problem . Nur wenn man das ganze Leben lang jeden Tag aus solchen Verpackungen essen würde , am Ende in diesen Verpackungen auch noch erhitzen würde , dann könnte es vielleicht ein Problem geben.
Also, wer kann - Im Supermarkt einfach das nächste mal lieber zu den frischen Lebensmitteln greifen, statt zur Dose.