Letzte Worte: Jetzt muss Rene B. sogar 4.200 Euro bezahlen. Und die Schulden bei seiner Ex-Frau – sowieso.
Bisher soll Rene B. sich vor Gerichtsterminen gedrückt haben.
"Ausmachen! Ausmachen bitte.“
Über die 12.000 Euro Unterhaltsschulden bei seiner Ex möchte er nicht mehr mit uns sprechen. Immerhin dem Richter hört er jetzt zu und macht sich große Hoffnung:
„Ich gehe davon aus, dass er denkt, dass er so davon kommt.“
Seit mehreren Jahren zahlt er keinen Unterhalt mehr für seine Kinder – führt aber ein ausschweifendes Leben, wie diese Bilder vermuten lassen, die unser Reporter recherchiert hat.
Annika B. aus Sachsen wünscht sich, dass ihre Kinder sorgenfrei aufwachsen können. Mit ihrem neuen Partner ist sie glücklich. Aber das Verhältnis zu ihrem Ex bereitet ihr schlaflose Nächte. Neun Jahre seien die 37-Jährige und Rene B. ein Paar gewesen.
"Es war sehr schwierig, die Beziehung. Also er ist spielsüchtig und gewalttätig. Und das ist dann nicht nur, dass er das an mir ausgelassen hat, sondern auch an den Kindern."
Seit 6 Jahren seien die beiden getrennt. Und seit Ende 2021 erhalte Annika keinen Unterhalt mehr von ihm.
"Es ging dann teilweise am Anfang so, wir hatten nicht mal das Geld für ein Überraschungsei, was 0,89 € kostet."
Geld, dass ihr Ex aber im Überfluss haben soll. Rene B. sei in der Firma seiner neuen Frau als Geschäftsführer angestellt, bekomme dort aber nur ein Monatsgehalt von 800 Euro.
"Er hat auf seinem Konto nichts. Das ist alles auf dem Geschäftskonto. Und da kommt man halt nicht ran, weil das auf die Frau läuft."
Unser Reporter macht sich vor ein paar Monaten auf den Weg zu Rene B. und ist überrascht, als er ihn im Garten trifft. Der 54-Jährige habe sich noch einen Tag zuvor bei Gericht krankgemeldet.
„Aber arbeiten, gerade geht?" "Ich war seit drei Tagen krank. Magen Darm. Jetzt geht es heute einigermaßen. Und frische Luft tut ja auch gut."
Auf die Mutter seiner Kinder ist Rene B. nicht gut zu sprechen. Die Gewalt- und Spielsuchtvorwürfe gegen ihn seien Lügen. Den Unterhalt könne er sich nicht leisten.
„Sie sagen, Sie haben kein Geld. Da kann man auch nichts holen?"
"Ja, was wollen Sie denn holen?"// "Ich habe eine Pfändungsgrenze von 980 €, wie soll ich 500 € Unterhalt bezahlen"
Rene B. bleibt dabei, er habe einfach kein Geld, um Unterhalt für seine Kinder zu zahlen – auch, weil er in der Firma seiner Frau nicht genug verdiene.
Beim letzten Prozess im April verurteilte der Richter ihn zu einer Strafe von 3000 Euro, wegen Verletzung der Unterhaltspflicht. Dagegen legt er Einspruch ein. Das Gericht gibt ihm nerkein Recht. Jetzt muss Rene B. sogar 4.200 Euro bezahlen. Und die Schulden bei seiner Ex-Frau – sowieso.