Um eins vorweg zu nehmen: leicht ist mir das Alles nicht gefallen. Doch das Ergebnis am Ende der Fastenzeit überrascht selbst den Arzt, der das Experiment begleitet.
"Das fand ich jetzt relativ beeindruckend!"
Aber erstmal von vorn. Hoch motiviert starte ich Mitte Februar mein Fasten-Experiment. Sechs Wochen möchte ich auf Alkohol und industriellen Zucker in Lebensmitteln verzichten. Zum Frühstück gibt's Haferflocken mit Milch oder Brot mit Frischkäse und Avocado. Sonst koche ich frisch. Kuchen und Kekse sind tabu. Gerade der Anfang ist schwierig.
"Woche 1 ist rum und ich hab so Bock auf Süßes. Ich will Schokolade, Kuchen und ich will Limonade."
Alkohol wegzulassen fällt mir nur dann schwer, wenn ich mit Freunden unterwegs bin. Doch ich bleibe stark und bleibe bei Wasser. Auch sonst beeinflusst mich mein Umfeld. Auf der Arbeit bringt immer jemand etwas zum Naschen mit. Zu Hause koche ich abends mein Essen für den nächsten Tag vor und bringe es dann mit auf die Arbeit. Besonders schwierig ist es auf langen Drehtagen unterwegs. Denn bei fast allen Fertig-Produkten aus dem Supermarkt ist Zucker drin. Stattdessen gibt's Nüsse. Woche für Woche fällt es mir leichter.
"Es ist Halbzeit und ich muss sagen, jetzt gerade fällt es mir gar nicht schwer auf Süßes zu verzichten! Ich gehe einfach an den Süßigkeiten vorbei und es macht mir gar nichts!"
So langsam merke ich auch, dass mein Körper sich verändert. Ich fühle mich leichter und voller Energie. Süßes und Alkohol fehlen mir nicht.
"Was allerdings nervig ist, ist die ständige Organisation und das Darüber Nachdenken: Was darf ich jetzt essen und was nicht? Das ist echt anstrengend."
Doch lohnt es sich? Am Ende der Fastenzeit wollen wir wissen, was sich verändert hat. Noch einmal nehmen wir Blut ab und schicken die Proben ins Labor. Dann messen wir erneut mein Gewicht und die Körper-Zusammensetzung. Das Ergebnis ist erstaunlich! 3,4 kg habe ich verloren.
"Dann hats was gebracht (LACHT)"
Und ob! Einen Tag später liegen auch die Laborwerte vor - und die sehen gut aus.
"Was man hier aber feststellen kann, ist, dass sie in diesem Zeitraum ohne die Körperzusammensetzung zu verändern, also die Muskulatur ist genauso gut wie vorher, die Wasserverteilung ist genauso günstig wie vorher, haben Sie nur das Gewicht, und damit wahrscheinlich ausschließlich Körperfett reduziert und das muss ich sagen, fand ich jetzt mit 3,4 Kilo relativ beeindruckend."
Das sehe ich genauso! Ich nehme mir vor, auch in Zukunft viel weniger Zucker oder Alkohol zu mir nehmen. Denn es hilft der eigenen Gesundheit und eins
sagt mir auch der Arzt: wenn ich mich wieder so wie vorher ernähre, kommen die Kilos schnell wieder drauf. Aber Ostern darfs aber vielleicht auch mal ein kleiner Schokohase sein...