Es ist eine zweifelhafte Ehre: Das Foto des ehemaligen britischen Prinzen Andrew beim Verlassen einer Polizeiwache in Norfolk hat es in den Louvre in Paris geschafft. Aktivisten nutzten den Besucherandrang, um das Bild unauffällig an einer Museumswand zu platzieren. Rund 15 Minuten hing es dort – an einem der berühmtesten Orte der Kunstgeschichte, bevor Mitarbeiter es entfernten. Irgendwie auch passend, denn ein Teil der Geschichte ist das Foto, das vor ein paar Tagen aufgenommen wurde, schon jetzt:
„Heutzutage ist es wirklich selten, dass ein Fotograf oder eine Agentur so einen wichtigen Schnappschuss kriegt. Es ist etwas surreal ehrlicherweise."
Laut Medienberichten haben die Aktivisten den Schnappschuss als Symbol für Machtmissbrauch und fehlende Aufklärung im Epstein-Skandal im Louvre aufgehängt. Darunter stand geschrieben „Jetzt kommt er ins Schwitzen." Andrew war festgenommen worden – wegen des Verdachts, in seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter vertrauliche Regierungsdokumente an Jeffrey Epstein weitergegeben zu haben.
Die Festnahme steht nicht im direkten Zusammenhang mit den Vorwürfen, er habe sexuellen Kontakt zu Minderjährigen aus Epsteins Umfeld gehabt; diese Anschuldigungen bestreitet er weiterhin.