Vergangene Woche bringt Löwin Gina zwei gesunde Babys zur Welt, einen Jungen und ein Mädchen. Aber sie scheint die Babys nicht anzunehmen. Stattdessen zieht es sie immer wieder zu ihren Jungtieren aus dem vergangenen Jahr.
„Wir haben gehofft, dass sie selber schafft, dass sie selber die Jungen dann annimmt. Aber das ist praktisch die Entscheidung der Löwin gewesen, das nicht zu tun. Und wir haben dann, als wir gemerkt haben, jetzt kommen wir in eine Situation, wo wir es einfach nicht mehr vertreten können, abzuwarten, dann die Entscheidung getroffen haben, die Tiere untersucht haben, gesagt, die sind nicht lebensfähig und dann haben wir sie eingeschläfert."
Bei Social Media löst die Entscheidung des Zoos Entsetzen aus. Allein bei Facebook sind es über 1000 Kommentare, die zum Teil Fragen aufwerfen. Ich verstehe nicht.
„Ich kann das verstehen, weil es ist natürlich eine Emotion und es geht uns ja auch nicht anders. Aber es zeigt eben, dass ganz viele nicht wissen, wie Natur wirklich ist, wie Zuchtprogramme laufen und dass sie doch zu wenig Ahnung haben, um wirklich mitreden zu können."
Bereits im Vorfeld hatte sich der Zoo entschieden, die Tiere nicht mit der Hand aufzuziehen, damit sie sich nicht auf den Menschen prägen, aber dann lieber töten. Die Tierschutzorganisation PETA kritisiert, dass in Zoos ohnehin viel zu viel gezüchtet wird.
„Die zoologischen Einrichtungen sind natürlich daran interessiert, immer weiterzuzüchten. Warum nicht? Weil man die Tiere auswildern könnte. Das geht gar nicht. Sondern um einfach Besucher anzulocken, mit den süßen Tierbabys, die die Kasse klingelt eben, wenn süße Tierbabys zu präsentieren sind."
Im Herbst will der Zoo zwei der drei älteren Jungtiere dann in andere Zoos vermitteln und ab da soll Löwen Gina dann auch wieder neuen Nachwuchs bekommen.