Endlich - langsam kommt er, der Frühling. Und obwohl die Sonne wieder länger scheint, fühle ich mich noch nicht wirklich fit.
"Für viele Menschen ist Frühjahrsmüdigkeit ein großes Thema und auch bei mir ist es so, dass ich mich im Alltag immer mal wieder dabei erwische, dass ich einfach schlapp bin. Heute treffe ich Timon Krause. Er ist Mentalist und vielleicht kann er mir ein paar Tipps geben, wie ich da gut wieder rauskomme."
Timon der übrigens mit einem eigenen Programm ab Herbst auf Tour geht, teilt im Netz kurze Videos, die uns leichter durch den Alltag bringen sollen. Eins davon werde ich diese Woche testen - das Ziel? Quasi auf Knopfdruck wacher werden."
"Kannst du einmal grob umreißen, was ich jetzt die nächsten Tage beachten muss?"
"In diesem Fall ist der Gedanke, dass du dir den Moment in deinem Tag suchst, wo du am wachsten bist - das könnte für dich 16 Uhr sein zum Beispiel und in diesem Moment immer einen neutralen Song hörst - heißt nicht dein lieblingslied, nicht ein Lied, dass du hasst, sondern ein Lied, mit dem du keine besondere Connection hast - nach dem du das 1-2 Wochen gemacht hast, stellst du diesen Song als Weckersong ein. Weil du diesen Song immer 1-2 Wochen immer dann gehört hast, wenn du besonders wach warst - wenn du das morgens als Weckersong hörst, denkt dein Gehirn jetzt: Aha, dass ist jetzt dieser "Hallo Wach" Song und macht dich automatisch wach.
Timon rät mir, den Effekt noch zu verstärken, indem ich zusätzlich zur Melodie entweder einen Kaffee trinke oder etwas Sport treibe. Dadurch schießt mein Puls in die Höhe - und das soll mich nochmal wacher machen.
Aber warum sind viele gerade so müde? Ärzte vermuten, dass zwei Hormone dafür ausschlaggebend sind. Das Glückshormon Serotonin, das bei Lichteinfluss gebildet wird und das Schlafhormon Melatonin, das dafür sorgt, dass wir nachts gut schlafen. Durch die neuen Licht und Temperaturverhältnisse im Frühling braucht der Körper zwei bis vier Wochen, bis sich der Hormonhaushalt wieder eingependelt hat.
Nach zwei Tagen Konditionierung geht es mir - naja, eigentlich wie immer.
" Ich bin ehrlich: noch merke ich nichts - aber vielleicht ja übermorgen, wenn es dann ans Weckerstellen geht. Es kann ja sein, dass sich hier gerade in meinem Kopf doch irgendwas tut.
Am letzten Tag meines Experiments stelle ich meinen Wachmach-Song als Weckton ein und tatsächlich:
"Das erste Mal zu meinem neuen Song auch aufgewacht heute und ich muss sagen: ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich bei dem Lied jetzt an Kaffee und Sport denke, aber ich bin tatsächlich ein bisschen wacher.
Jetzt heißt es nur noch dranbleiben, um den Effekt weiter auszubauen: Aber keine Sorge, wem das jetzt zu viel Aufwand war - es geht auch schneller
"Neben dem, was ich jetzt ausprobiere, hast du bestimmt noch son paar kleine Tipps und Tricks, die ich auch direkt anwenden kann, um auch sofort was zu spüren". "Du kannst unter anderem so fünf bis zehn Sekunden nach oben gucken, das aktiviert einfach neurologisch im Gehirn die Areale, die auch aktiviert werden, wenn du wach bist.
Ein anderer Tipp, der sofort funktioniert: Dreimal hintereinander gähnen und dann dreimal tiiief einatmen. Das sorgt für viel Sauerstoff im Körper und macht uns direkt wacher.
Wenn man dann noch regelmäßig Vitamin D durch die Sonne aufnimmt und an die frische Luft geht, ist die Frühjahrsmüdigkeit - so wie der Winter schon bald verflogen.