Was mit einem dumpfen Druck in der Schulter beginnt, endet in einem Überlebenskampf.
Als Alex Able im Sommer 2023 aus dem Fitnessstudio kommt, schmerzt ihn seine linke Schulter. Eine Muskelzerrung, vermutet der 30-Jährige, nichts Wildes, das MRT ist ebenfalls unauffällig. Er gewöhnt sich an den dumpfen Druck, bis der sechs Monate später mit einem Mal in stechende Schmerzen ausartet.
„Die Ärzte machten ein weiteres MRT und dieses Mal fanden sie einen riesigen Tumor an Alex' Schulter, sehr nah an der Wirbelsäule. Alex wurde ein extrem seltener Krebs diagnostiziert, so selten, dass es in Europa bisher nur elf Fälle bei Erwachsenen gegeben hat."
Denn diese sogenannten rhabdoide Tumore kommen eigentlich nur bei Kindern vor. Die Überlebenswahrscheinlichkeit: zwischen 50 und 70 Prozent. Auch bei Alex stehen die Chancen gut, bis:
„Ich bin wieder im Krankenhaus. Der Krebs wächst sehr schnell und hat gestreut - unter anderem in den Darm."
Doch laut den Ärzten sind die Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft: Operationen, Chemo und Bestrahlung können Alex' Zustand nicht verbessern oder ihn gar wieder gesund machen.
„Alex ist zusammengebrochen, seine Frau Elle ist zusammengebrochen. Er hatte kein bisschen Farbe mehr im Gesicht. Es war einfach schrecklich. Wir haben uns einfach gefragt: Wieso gebt ihr ihm nicht noch eine Chance? Wieso gebt ihr ihn auf?"
Seine Familie sammelt jetzt Spenden für Alex, damit er nach Deutschland in eine Privatklinik verlegt werden kann. Dort werden gerade experimentelle Therapien getestet, die ihm vielleicht doch noch helfen können.