Keine zehn Millimeter groß, aber trotzdem ein potentieller Killer: die Asiatische Tigermücke. Was sie durch ihren Stich übertragen kann, das möchte keiner haben.
"Das Schlimmste ist natürlich das Dengue-Virus. Da haben natürlich alle schon ein bisschen was von gehört. Das kann auch mit hämorrhagischem Fieber einhergehen. Also das Blut schwitzen. Das ist auch in der zweiten Infektionsphase, wenn man sich das zweite Mal infiziert. Damit kann es auch zum Tod führen."
Aus Asien eingeschleppt, fühlt die Tigermücke sich wegen des Klimawandels auch hierzulande offenbar wohl. Besonders Hessen scheint ihr zu gefallen, dort ist sie schon in vier Landkreisen nachgewiesen worden. Die hessische Landesregierung ist alarmiert.
"In Deutschland gibt es noch keine Übertragungen gefährlicher Krankheiten, aber in anderen europäischen Regionen schon. Also in Südfrankreich, am Gardasee. Und das wollen wir tatsächlich hier vermeiden."
Und die hessischen Bürger sollen mit in den Kampf gegen den Blutsauger ziehen.
"Am besten ist, der Tigermücke die Brutstätte zu nehmen. Und das sind kleine Wasseransammlungen, also beispielsweise das abgestandene Wasser in der Gießkanne oder das Planschbecken.
Auch Netze über Teichen und Planen über Pools können Mücken fernhalten. Außerdem sollte das Wasser regelmäßig gewechselt oder gereinigt werden.
Denn in einem schmutzigen Pool verdünnt sich der Chlorgehalt, und die Mücken haben es wieder leichter, ihre Eier zu legen.
Die Gesundheitsministerin ruft alle Bürger auf, ihre Gärten und Grundstücke auf mögliche Brutstätten zu prüfen. Und DIE machen mit.
"Da achten wir schon immer drauf, im Grunde genommen, schon wegen der normalen Stechmücken."
"Da unten, das ist für die Hunde. Wird jeden Tag frisch gemacht. Das ist bloß die steht. Ja."
Da hat die Tigermücke Pech gehabt.
Und auch in dieser Anlage haben sich die Kleingärtner dem Kampf angeschlossen. Allen voran der Vorsitzende:
"Sie sehen es hier. Ich habe zum Beispiel hier auf unserer Wassertonne ein Netz, das ist auch wirklich zu und damit hat man eigentlich schon die Gewähr. Da kann schon keine Tigermücke mehr ihre Mückenlarven abliefern."
Selbst die allerkleinsten Wasseransammlungen können zu Brutstätten werden. Kaum zu vermeiden ist Wasser zum Beispiel in Gulli-Abläufen oder Planen.
"Ich kenne einen Fall, da hat sie einen einen vergessenen Gartenschlappen dazu benutzt und hat den ganzen Garten mit einer ordentlichen Tigermücken Population beglückt."
Tja, die Tigermücke sei gewarnt: wenn Hessen so weiterkämpft, hat der Blutsauger dort bald keine Chance mehr.