Der Gemeine Holzbock - die am weitesten verbreitete Zecke in Deutschland. Mit ihrem Stich überträgt sie das Zuckermolekül "Alpha Gal" - ein Zucker, der auch in rotem Fleisch und Milchprodukten steckt. Isst man dann diese tierischen Produkte, kann der Körper stark-allergisch reagieren!
So wie bei Bernadine Heller-Greenman, die von einer infizierten Zecke aus den USA gestochen wurde.
"Ich bin um 2 Uhr morgens aufgewacht, mir war übel und schwindelig. ich musste mich übergeben// ich wurde ein paar mal ohnmächtig"
das Tückische: die allergische Reaktion ist verzögert!
"Man kann vielleicht abends üppig Fleisch oder Innereien essen und in der Nacht, am frühen Morgen ergibt sich Unwohlsein, mit Magendarm-Symptomen, Jucken auf der Haut, vielleicht sogar Atemnot und dann denkt natürlich keiner mehr an den Fleischgenuss. "
Daher gehen Forscher von einer weitaus höheren Dunkelziffer aus - trotzdem besteht kein Grund zur Panik! Laut Dr. Specht seien z.B. mehrere infizierte Zeckenstiche notwendig.
"Wir werden NICHT hier in Deutschland das Problem der großen Fleischallergie bekommen. Einzelne Fälle wird es geben ja, aber wir haben ganz andere Themen hier in Deutschland gerade, wenn es um Zecken geht"
"Die FSME, diese Hirnhautentzündung, sehr gefährlich durch ein Virus ausgelöst. und das zweite viel gefährlicher: die Borreliose in ganz Deutschland. "
Im Jahr 2022 gab es in Deutschland mehr als 135 Tausend Borreliose Neumeldungen und im Jahr 2023 475 FSME Erkrankungen.
"Gegen die FSME kann man impfen, das ist schön. aber gegen Borreliose und andere Erreger eben nicht. Und da bleibt nur der Schutz, dass wir uns eben gar nicht erst stechen lassen! das kann ich erreichen, indem ich Kleidung trage, so dass keine freien Hautflächen übrig bleiben. Und sie müssen sich abends absuchen"
Das ist auch der beste Schutz gegen einen Stich des Gemeinen Holzbocks und eine mögliche Fleischallergie. Die soll laut Experten aber auch nach drei bis 6 Monaten wieder abklingen.