„Ich muss sagen, es macht richtig Spaß sogar jetzt Fahrrad zu fahren.“
„Wie viel Punkte? Null! Null? Einfach Null!“
„Ist Gott sei Dank gerade nicht mein Kopf!“
Reporterin Marley und Fahrradexperte Maik Hinze checken für uns die neuesten Fahrradtrends.
Los geht’s mit einer elektrischen Luftpumpe für rund 30 Euro.
DIE testen die beiden im Vergleich mit einer herkömmlichen Handpumpe.
„Es dauert halt, es dauert unfassbar lange.“
„Es ist halt wirklich hartes Training.“
Nach über einer Minute ist der Reifen noch nicht mal zu 100 Prozent prall!
Da erhofft sich Marley von der elektrischen Pumpe mehr. Es gibt extra einen Fahrradmodus mit voreingestellter Barzahl für Fahrradreifen.
„Ok, los geht’s …“
Kleines Teil – große Wirkung! Die elektrische Pumpe braucht weniger als eine Minute, der Reifen ist prall – ohne zu schwitzen.
„Das hat mich total überzeugt. Wie viele Punkte würdest du geben?“
„Fünf von fünf.“
„Fünf von fünf? Das kam wie aus der Pistole geschossen.“
Volle Punktzahl also!
Bevor unsere Reporterin los fährt, kümmert sie sich um ihre Sicherheit und testet diesen smarten Helm für 140 Euro. Er hat integrierte Blinker mit Fernbedienung fürs Lenkrad und man kann ihn mit dem Handy verbinden.
„Was ich natürlich total praktisch finde, sind, dass da Lautsprecher drin sind. Das ist natürlich angenehm, wenn du da auch die Navigationsansagen durch bekommst oder eben auch Musik.“
„Genau, also Musikhören darf man auch mit so einem Smarthelm, die Ohren sind nicht belegt. Ich könnte sogar ein bisschen lauter Musik hören. Vorsicht aber immer, ich muss immer den Straßenverkehr wahrnehmen.“
Das probiert Marley direkt aus:
„Das ist auch echt, also was heißt laut, aber man hört es gut.“
„Ist angenehm, oder?“
„Ich höre dich aber trotzdem noch gut!“
Musik hören, Blinker setzen - und noch eine Funktion:
Der Helm soll Notfallkontakte im Falle eines Sturzes kontaktieren…
Ob das funktioniert, checken wir gleich!
Erst mal geht es smart weiter:
Ein 40 Euro teures Fahrradschloss, das sich per Fingerabdruck öffnen und schließen lässt.
Nachdem Marley den Fingerabdruck in der App registriert hat, sollte es aufgehen.
„Scheint funktioniert zu haben. Ja, es leuchtet grün! Heeey“
Über die App lässt sich das Schloss auch öffnen und schließen. Unser Experte ist allerdings nicht begeistert.
„Ich glaub‘ nicht, dass es wirklich im Alltag standhalten wird. Wir haben keine Gummidichtung da, das heißt Wasser kann direkt in die Elektronik reinlaufen.“
Tatsächlich! Der Test mit Wasserspritzern zeigt – die Kappe bietet keinen Schutz vor Nässe. Tolle Idee, in der Umsetzung hapert es. Wir vergeben 3 Punkte!
Falls das Fahrrad doch mal geklaut wird, gibt es eine Klingel mit einem Versteck für einen Air-Tag - ein Chip zum Orten - für 15 Euro.
„Da ist kein AirTag dabei, das muss man schon selber haben. Ich würde sagen, wir machen es einfach mal auf und gucken, ob man den überhaupt dadurch sieht.“
Klingel aufmachen, Air Tag einlegen, zuschrauben, fertig! Ein simples und günstiges Versteck für den Ortungschip! Allerdings NUR für IPhones.
Aber: es funktioniert. Sobald Marley wegfährt, kann Maik das Rad über die dazugehörige App orten.
„Sieht aus wie eine normale Klingel. Ich glaube kein Dieb kommt so schnell drauf oder achtet halt drauf. Sie klingelt und funktioniert. Schlicht, elegant. Top, fünf von fünf.“
Für IPhone-Nutzer ein sinnvolles Gadget!
Marley testet als nächstes eine Fahrradtasche für 15 Euro. Man kann sie ganz einfach an den Gepäckträger anclippen.
„Vom ersten Eindruck sieht sie jetzt nicht besonders hochwertig aus, einfach eine Plastiktasche. Sie soll acht Kilogramm Gewicht tragen können.“
Unsere Reporterin packt Einkäufe rein, die 7,2 Kilo wiegen. Die Tasche hält - das Fahren wird aber zur Herausforderung.
„Ich muss sagen, ich hatte Gleichgewichtsprobleme. Vor allem, wenn man nicht besonders schnell fährt, merkt man, es zieht einen doch zur Seite rüber. Oh Gott, mein Fahrrad hält auch hier gar nicht.“
Schließen kann man die Tasche nur mit einem Gummiband – bei Regen eher ungünstig. 3 Punkte vergeben wir.
Praktisch soll auch dieser Helm für 65 Euro sein:
Er lässt sich zusammenfalten und ist so weniger sperrig.
Auf den ersten Blick eine coole Idee, aber Maik ist skeptisch:
„Wenn ich halt nicht ganz auf der Seite stürze, sondern mich halt so ein bisschen verdrehe vom Kopf her, drückt der Helm oder das Faltsystem halt einfach rein und wird definitiv auf deinen Kopf drücken und wird eher den Kopf mehr beschädigen, als er schützen soll.“
DAS testen die beiden mit einer Wassermelone.
„Hier haben wir so die klassische Höhe, also wir sitzen auf dem Fahrrad, den Punkt haben wir zum Fallenlassen. Wollen wir?“
„Von mir aus ja“
„Und los“
„Das ist Gott sei Dank gerade nicht mein Kopf.“
„Zum Glück!“
„Zum Glück! Hat er sich auch eingeklappt?“
Genau, eingeklappt hat er sich auf jeden Fall auch.“
So praktisch das faltbare System zu sein scheint – in unserem Test ist es durchgefallen.
Einen Punkt gibt’s allein für die Idee.
Auf den Kopf setzt Marley lieber den smarten Helm.
Kann der - wie versprochen - einen Notfallkontakt nach einem Sturz alarmieren?
Marley simuliert einen Aufprall - und fragt bei ihrer Mama nach:
„Ja, ich habe ne SMS bekommen. Genau, da stand drin, dass mein Freund und die angegebene Telefonnummer möglicherweise in Gefahr ist.“
Funktioniert - volle Punktzahl!
Für mehr Sicherheit, gerade in der Dämmerung, soll dieser 20 Euro-Fahrradblinker sorgen.
„Darf ich überhaupt mit einem Blinker Fahrradfahren?“
"Wenn wir ein Hauptlicht haben, was funktioniert, ist es als Zusatzbeleuchtung ok. Nichtsdestotrotz muss immer Hand raus.“
Bei unserem Test fällt aber schnell auf: Schon mit wenigen Metern Entfernung lässt sich nicht mehr erkennen, ob der Blinker nach links oder rechts blinkt.
„Die Punkte sind zu dicht, es ist einfach nur noch ein orangener Kreis der da leuchtet. Ich weiß gar nicht, wo du hinwillst.“
„Wie viele Punkte?“
„Null!“
„Null?“
„Einfach null!“
Dieser Blinker ist nicht zu gebrauchen!
Was können stattdessen diese Speichen-Lichter für 16 Euro?
„Es ist ein schönes buntes Licht. Macht auf jeden Fall ein cooles Muster beim Fahren, aber es ist nicht zugelassen.“
„Achso, das heißt, ich darf es nicht im Straßenverkehr benutzen?“
„Weils genau den anderen Verkehr ablenkt.“
Sieht zwar schön aus - ist aber laut Straßenverkehrsordnung verboten und fällt in unserem Test durch.
Am meisten überzeugt hat dagegen der smarte Helm - Marleys persönlicher Testsieger.