Stolzer Papa von fünf Kindern, jung und fit - das war Hendrik Verst als plötzlich seine Leber versagte.
Die Diagnose: Leberzirhosse im Endstadium aufgrund einer Auto-Immunkrankheit.
Der heute 36-Jährige landet auf der langen Warteliste für ein lebensrettendes Spenderorgan.
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O-Ton:
Hendrik Verst
Organempfänger}
"Je länger man auf ein Organ wartet, desto höher ist ja die Wahrscheinlichkeit, dass man stirbt.(CUT) dass wo man weniger als 50 Prozent Überlebenschance hat, dass man den nächsten Tag überlebt."
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Umso alarmierender für die Patienten: In den ersten Monaten dieses Jahres ist die Zahl der Organspenden um bis zu 30 Prozent eingebrochen.
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O-Ton:
Dr. med. Ana Paula Barreiros
Deutsche Stiftung Organtransplantation
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"Der Grund für den Rückgang ist zum einen, dass wir Corona-Infektionen auch in den Krankenhäusern unter Mitarbeitern, und dadurch das Personal in den Krankenhäusern gefehlt haben.(CUT) Aber auch der Fakt, dass corona-infizierte Menschen zunächst nicht als Spender erstmal in Frage kamen."
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Themenbilder und Grafik}
Knapp 9.000 Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan.
Die Wartedauer beträgt im Schnitt sieben Jahre.
Doch nicht jeder hat so viel Zeit.
Im vergangenen Jahr verstarben 813 Menschen, weil kein Organ zur rechten Zeit da war.
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Doch Hendrik Verst hatte großes Glück.
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O-Ton:
Denise Verst
Ehefrau eines Organempfänger}
"Also diese Familie, die einen Angehörigen verloren hat und in der Situation sich bereit erklärt zu helfen und sich bereit erklärt hat, die Organe kommen nicht unter die Erde da nutzen sie keinem. Das werde ich niemals vergessen und deswegen ist auch für mich ganz klar, wenn ich mal sterbe: Meine Organe werden gespendet."
Heute trägt Hendrik Verst voller Stolz seine Transplantationsnarben - und freut sich über die geschenkte Lebenszeit...