Noch ein letzter Check, dann können die nächsten Gäste kommen. Das Hotel Luisenhof in Hannovers Innenstadt hat durch die Finals in dieser Woche deutlich mehr Gäste als sonst.
„In der Regel in der Sommersaison, ist Hannover nicht die klassische Tourismusdestination. Das heißt, wir haben dann eine Belegung von um die 40 bis 50 % und können jetzt während der großen Veranstaltung mit einer Belegung um die 80 %, vielleicht sogar ein bisschen mehr rechnen."
Fast doppelt so viele Übernachtungen also! Rund 250.000 Besucherinnen und Besucher werden an den vier Wettkampftagen in der Region Hannover erwartet. Viele reisen extra aus ganz Deutschland an.
„Wir waren letztes Jahr in Dresden bei den Finanls und es hat uns so gefallen, dass wir gesagt haben Fahren wir wieder zurück."
„Das hat so ein Gefühl der Olympischen Spiele im Kleinen. Und das ist ganz angenehm, dass man durch die ganze Stadt überall gehen kann und dann verschiedene Sportarten sieht."
„Die haben oft ganz tolle Location, auch hier. Da freuen wir uns schon drauf Auch auf den Opernplatz hier."
Wo mehr Menschen unterwegs sind, klingeln auch häufiger die Kassen – vor allem in Cafés und Restaurants.
„Man merkt das gerade natürlich das To-Go Geschäft. Die Leute, die bei den Sportveranstaltungen zuschauen wollen, die sich was mitnehmen. Da kommt natürlich auch mal der kleine Hunger."
Doch nach Einschätzung des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga Niedersachsen profitieren vor allem Restaurants und Cafés in der Innenstadt in diesem Jahr weniger von den Finals – wegen des zeitgleich stattfindenden Maschseefests.
„Wenn nicht zeitgleich das Maschseefest wäre, dann wäre das sicherlich so, dass die Leute irgendwo essen gehen wollen und dann die Gastronomie, die vorhanden ist, nutzen. So zieht es ja doch viele dann auf das Maschseefest und an den Maschsee."
Die Finals kosten rund 8,5 Millionen Euro. Dass sich diese Investition lohnen kann, zeigt der Blick nach Dresden: Dort wurden im vergangenen Jahr während der Finals rund 55 Millionen Euro Umsatz erzielt. Auch in Hannover sollen Hotels, Gastronomie und Einzelhandel von den zusätzlichen Gästen profitieren - gleichzeitig will sich die Stadt bundesweit als Sport- und Eventstandort präsentieren.
„In einer Zeit, in der wir tatsächlich eher eine geringe Belegung und geringe Besucheranzahl in Hannover haben, ist es ganz wichtig, dass wir große Leuchtturmveranstaltungen in Hannover haben und nach Hannover gebracht werden. Das können Konzerte sein und Musikveranstaltungen, aber das können auch Sportveranstaltungen wie die Finals sein."
Für Hannover sind die Finals deshalb mehr als nur vier Tage Spitzensport. Sie sollen Lust auf die Stadt machen – und dafür sorgen, dass viele Gäste irgendwann wiederkommen.