Michael Westphal ist Hydrologe. Er misst, wie hoch der Gehalt von RADON in seinem Dresdener Keller ist. Zum Glück: niedrig. „Da strömt kein Radon ein“ Westphal unterstützt auch andere bei Messungen – so wie neulich eine Schule.
Dr. Michael Westphal, Hydrologe: „und da habe ich wirklich gedacht gut dass wir eine Sanierung machen, da habe ich mal Leben gerettet.“
Das Problem ist, dass die Gase aus dem Erdboden auch in WOHNUNGEN eintreten können, vor allem in Keller. Und zwar durch undichte Bodenbereiche. Atmen Menschen es länger ein, steigt das Lungenkrebs-Risiko, wie die neue Untersuchung zeigt:
Dr. Peter Scholz-Kreisel, Bundesamt für Strahlenschutz: „Und was wir sehen, ist, dass wir tatsächlich mehr Lungenkrebs Todesfälle durch Radon erwarten müssen als wir bisher dachten, nämlich mit 2800 Todesfällen pro Jahr.“
In Thüringen gehen
10 Prozent der Lungenkrebs-Todesfälle laut der Untersuchung auf Radon zurück, gefolgt von Sachsen mit 9,5. Die wenigsten werden in Berlin registriert, nämlich 3,2 Prozent.
Wie beugt man also vor? Experten raten, sich einfach ein Messegerät bei einem Messlabor zu LEIHEN. Sind die Werte hoch, sollten Sie weitere Schritte unternehmen:
Dr. Peter Scholz-Kreisel, Bundesamt für Strahlenschutz: „…in Zusammenarbeit mit einem Radon Sanierer, mit einer zertifizierten Beratungsstelle mit einfachen Maßnahmen, zum Beispiel Lüften, Abdichten, kann man einen Großteil des Problems schon in den Griff kriegen.“
Auch der Einbau eine Lüftungsanlage kann helfen, das Radon zu vertreiben. Und das Lungenkrebs-Risiko so zu verringern.