Freistand
"Dann drücken wir mal die Daumen, dass damit der absolute Tiefpunkt erreicht ist!"
Ja, es sieht schlimm aus: mitten auf der Stirn, eine große, verkrustete Wunde. Doch es hätte für Rachel aus Canberra noch viel schlimmer kommen können: denn was die 32-Jährige zunächst für eine Hautunreinheit hielt, stellt sich schließlich als HautKREBS heraus. Aber auch die Ärzte der zweifach-Mama verharmlosten das Problem viel zu lange
O-Ton Rachel Olivia
„Mir wurde gesagt, es sei nur ein Pickel, den ich zu heftig ausgedrückt und dabei die Haut beschädigt habe. Also, habe ich es ein Jahr lang so gelassen. Es ging nie ganz weg, sah die ganze Zeit über genauso aus, wie auf dem Bild: flach, etwas gerötet, manchmal entzündet.“
Als der vermeintliche Pickel aber auch ein Jahr später immer noch da ist, gibt Rachel endlich ihrem Bauchgefühl nach – und besteht auf eine Untersuchung durch Spezialisten. Diagnose: weißer Hautkrebs. Ihre Dermatologen probieren es bei ihr mit einer speziellen Chemotherapie in Cremeform. Seitdem lässt Rachel via Instagram und TikTok alle an ihrem Heilungsprozess teilhaben:
„Mein Hautarzt sagt mir, dass es erst schlimmer werden muss, bevor es besser werden kann. Aber ich habe das Gefühl, dass es sich nur immer weiter verschlechtert, jeden Morgen, wenn ich aufwache!“
Zwei Jahre später ist die abgestorbene Hautkruste endlich abgefallen – und Rachel kehrt langsam wieder zu ihrem normalen Spiegelbild zurück. Endgültige Klarheit wird erst eine weitere Biopsie bringen – aber auch bis dahin hat es sich Rachel zur Aufgabe gemacht, eindringlich für starken Sonnenschutz und regelmäßige Hautscreenings zu werben. Denn noch schlimmer, als Hautkrebs, ist nur noch eins: Hautkrebs, der viel zu lange unentdeckt bleibt.