Shannon Nelson kommt ins Rätseln:
„Ich frage mich, wie um alles in der Welt ich es geschafft habe, meine eigenen drei Kinder großzuziehen?“
Leicht ironisch stellt sich die 68-Jährige die Frage in einem TikTok-Video, nachdem ihr ihre eigene Tochter eine Liste mit Anweisungen für die Betreuung ihrer Enkelkinder überreicht hat.
„Meine Tochter hat mir eine Liste dagelassen, weil ich die nächsten zweieinhalb Tage auf meine Enkelkinder aufpasse.“
Für Shannons Geschmack ein wenig übertrieben. Denn es gibt auch exakte Anweisungen für die Zubereitung der Brotdosen.
„Ich habe knapp drei Tage lang auf meine acht- und zehnjährigen Enkel aufgepasst und habe etwa 45 Minuten gebraucht, um die Sachen einzupacken. Als ich fertig war, war es wie ein Kunstwerk. Und natürlich war die Hälfte der Sachen noch nicht aufgegessen, als sie von der Schule nach Hause kamen. Ich glaube, wir geben ihnen zu viele Auswahlmöglichkeiten. Meine Kinder bekamen ein Erdnussbutter-Marmeladen-Sandwich und einen Apfel.“ Shannon Nelson, Quelle: Today
Die 68-Jährige findet die Erziehungsmethoden der Millenials, also den Menschen die zwischen 1980 und den späten 90er Jahren geboren wurden, oft übertrieben und zu fürsorglich.
„Ich bin eine Boomer-Großmutter, ich kann also jede Menge Ratschläge geben wie: Warum lässt du das Baby nicht auch ein bisschen schreien? Das ist eine gute Erfahrung für die Kinder.“
Logisch, dass sie mit ihren Ansichten für ordentlich Diskussionsstoff sorgt. Während ihr die einen zustimmen, erntet sie aber auch Kritik. Dabei gesteht die 68-Jährige:
„Ich respektiere meine Kinder und ihre Erziehungsmethoden, aber das ist einfach ganz anders als das, was wir getan haben. Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein Erziehungsbuch gelesen zu haben. Diese Eltern recherchieren und lesen. Ich denke, das ist eine gute Sache. Sie sind viel klüger als wir es waren.“ Shannon Nelson, Quelle: Today
Natürlich liebt sie ihre Kinder und Enkel über alles und seine Meinung darf man ja auch kundtun. Ihre Enkel hängen jedenfalls in ihrer Oma und die drei Tage hätte Oma bestimmt auch ohne Liste geschafft.