Seit sechs Jahren versuchen Kelsi und ihr Mann Matt ein Baby zu bekommen. Doch es klappt einfach nicht. Als letztes Jahr bei ihr ein Ultraschall gemacht wird, bemerken Ärzte einen Knoten, aber es ist kein Krebs.
„Bei mir wurde kürzlich ein Uterus-Didelphys diagnostiziert, das sind zwei getrennte Gebärmütter in zwei getrennten Gebärmutterhalsen. Wie ihr euch sicher denken könnt, ist das für mich und meine Familie noch extrem neu und verwirrend.“
Kelsi hat die zweite, viel kleinere Gebärmutter seit ihrer Geburt, allerdings ist es bis jetzt nie aufgefallen. Immerhin weiß sie nun jedoch, warum ihre Periode so extrem stark und zweimal monatlich ist. Aber die Fehlbildung erschwert eben auch die Empfängnis.
„Zuerst war es mir sehr peinlich und ich wollte niemandem davon erzählen. Ich fühlte mich allein – ich konnte nicht viele andere wie mich finden und im Internet konnte ich nicht viele Informationen darüber finden.“
Die Gebärmutter entsteht aus zwei Kanälen, die miteinander verschmelzen. Bei Frauen mit doppelter Gebärmutter bildet dagegen jeder Gang seine eigene Gebärmutter. Trotz der Risiken einer Schwangerschaft, wollen Kelsi und Matt unbedingt Eltern werden.
„Wir sind gerade dabei, eine künstliche Befruchtung durchzuführen, damit wir den Embryo in die rechte Gebärmutter – meine größere – übertragen können und hoffen auf eine erfolgreiche Einnistung.“
Kesli teilt ihre Geschichte, weil sie anderen Betroffenen Mut machen und dafür sorgen will, dass sie sich nicht alleine fühlen.