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Karatbars im Interview: Goldkurs langfristig weiterhin im Aufstieg

Dass sämtliche Anlegertypen in unsicheren wirtschaftlichen Zeiten vermehrt in Gold investieren, ist ein offenes Geheimnis. Die kürzlich erfolgte Kursexplosion beim Goldpreis überraschte indes nicht, da die Corona-Krise ihr übriges dazu beisteuerte. In der Spitze war der Kurs am 20. Februar 2020 auf über 1540 € geklettert. Ein ähnliches Bild ergab sich beim Blick auf den US-Dollar-Kursverlauf. Langfristig gesehen gehen Brancheninsider und in dieser Marktumgebung tätige Unternehmen wie Karatbars davon aus, dass sich der positive Trend fortsetzen wird. Mehr Details im Interview.

Guten Tag, Herr Seiz. Bitte stellen Sie sich unseren Lesern und Leserinnen zunächst einmal kurz näher vor.

GoldbarrenKaratbars: Guten Tag! Mein Name ist Harald Seiz und ich bin Gründer und Geschäftsführer des im Jahr 2011 gegründeten Unternehmens Karatbars aus Stuttgart. Wir sind ein international am Markt aktiver Goldhändler, der die Vision verfolgt, Investitionen in Gold nicht nur denjenigen zu ermöglichen, die es sich ohnehin leisten können, sondern diesen Markt für jedermann zugänglich zu machen. Das gelbe Edelmetall fasziniert mich persönlich schon von Kindesbeinen an, sodass für mich schnell klar war, dass ich später unternehmerisch versuchen würde, mit dem schillernden Rohstoff ein Business aufzuziehen, das die Welt verändert.

Welche Produkte haben Sie denn konkret im Portfolio?

Karatbars: Wir haben damals mit zwei Produkten begonnen. Zum einen handelt es sich dabei um die sogenannten Gold-Cards und zum anderen um die CashGold-Scheine. Zweitere sehen so ähnlich wie klassische Geldscheine aus, haben jedoch einen hauchdünnen Goldbarren eingewebt, der ein Gewicht von 0,1 ist 0,6 Gramm besitzt. Die CashGold-Scheine sind primär dafür gedacht, überall dort zu fungieren, wo sie akzeptiert werden. Gleichzeitig können größere Mengen aber auch als Anlage dienen. Nur geringfügig anders verhält sich das Ganze bei den Gold-Cards. Sie verfügen allerdings über etwas schwerere Goldbarren, die einen bis fünf Gramm auf die Waage bringen.

Unlängst hat der Goldpreis kurstechnisch enorm angezogen. Wie erklären Sie sich dieses Phänomen?

Karatbars: Wir bei Karatbars sind der Auffassung, dass hierfür nicht lediglich ein Grund verantwortlich gemacht werden kann, sondern unzählige Aspekte dazu geführt haben, dass der Goldpreis mit 1540 € pro Unze ein neues Euro-Allzeithoch markieren konnte. Auf der einen Seite machen wir die für Verbraucher und Anleger nach wie vor desaströse Entwicklung des Zinsniveaus, welches auf einem nie da gewesenen Tief verweilt, für den Goldhype verantwortlich. Derzeit gibt es sogar Gerüchte, dass die Notenbanken auf der ganzen Welt die Zinsen langfristig noch weiter senken wollen. In Kombination damit, dass etliche Banken hierzulande mittlerweile den Sparern sogar Strafzinsen aufs Auge drücken, ist es nur verständlich, dass nach Alternativen gesucht wird. Aktien und Co. waren da bislang eine gern genutzte Option. Nun ist allerdings auch noch das Coronavirus hinzugekommen, was viele Aktienkurse aufgrund der belasteten Weltwirtschaftslage schwächte. Das wiederum lässt die Nachfrage nach währungsunabhängigen Rohstoffen wie Gold in die Höhe schnellen.

Trotzdem hat sich der Goldpreis nun innerhalb einer Woche wieder leicht vergünstigt. Welche Erklärung gibt es hierfür?

Karatbars: Uns bei Karatbars hat das zugegebenermaßen auch ein wenig überrascht. Uns hätte es nicht gewundert, wenn der Goldpreis schnurstracks auf 2000 US-Dollar zumarschiert wäre. Mittlerweile erklären wir uns das Ganze so, dass selbst viele professionelle Anleger, die ihr Kapital in Aktien investiert hatten, Notverkäufe wegen der sinkenden Kurse vollziehen mussten. Gleichzeitig benötigten sie zusätzliches Geld, um beispielsweise ihren CFD-Handel respektive das gehebelte Trading aufrechterhalten zu können. Ein weiterer Faktor dürfte sein, dass viele Goldanleger sich bei dem neuen Höchststand dazu entschieden haben, ihre Investments zu liquidieren. Gewinnmitnahmen führen traditionell immer dazu, dass Kurse sich ein wenig nach unten korrigieren.

Das heißt, Sie gehen davon aus, dass die Kurse langfristig weiterhin einen positiven Trend aufweisen werden?

Karatbars: Ja, auf jeden Fall! Die Kurse haben sich zwar leicht nach unten korrigiert, aber befinden sich nach wie vor im grünen Bereich. Als kurzfristiges Ziel peilt der Chart die Marke von 1700 US-Dollar an, denn am 4. März war er an dieser Schwelle mit einer Notierung von 1683,65 US-Dollar nur knapp gescheitert. Die globalen Wirtschaftszahlen werden sich unserer Ansicht nach auf absehbare Zeit nicht wieder erholen, da sich die Coronavirus-Pandemie weiter rasant ausbreitet. Manche Analysten vertreten die Meinung, dass die jüngsten Kursrutsche lediglich auf einen Überverkauf von Aktien zurückzuführen seien. Am wahrscheinlichsten erachten wir bei Karatbars das Szenario, dass sich die Aktienkurse kurzfristig überhaupt nicht erholen werden, sondern wenn überhaupt nur langfristig und sehr mühsam.

Haben Sie abschließend noch ein paar Tipps für diejenigen, die selbst in Gold investieren wollen?

Karatbars: Ja, selbstverständlich. Grundsätzlich empfehlen wir jedem, der in Gold investieren möchte, zunächst mit kleinen gestückelten Mengen zu beginnen, um die Dynamiken des Marktes kennenzulernen. Hierfür eignen sich insbesondere Produkte wie unsere Gold-Cards oder CashGold-Scheine und Derivate hervorragend. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für ein Gold-Investment gegeben – die Leute stehen vor Goldshops ja nicht ohne Grund in langen Schlangen. Anleger sollten dennoch stets nur einen kleinen Teil ihrer verfügbaren Kapitalreserven in Gold investieren und auf eine Diversifizierung ihres Anlage-Portfolios achten.
Herr Seiz, vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit Karatbars!

Autor: Redaktion
Bildquelle:
Goldbarren © hamiltonleen @ https://pixabay.com

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