Kinderfahrräder gibt es viele auf dem Markt. Doch welches Modell eignet sich am besten, um den Nachwuchs sicher und komfortabel in die Welt des Radfahrens zu begleiten? In diesem Test nehmen wir das woom 4 genauer unter die Lupe. Dieses 20-Zoll-Rad wurde speziell für Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren mit einer Körpergröße von 115 bis 130 cm entwickelt.

- Produktname: woom 4
- Zielgruppe: Das woom 4 richtet sich an Kinder zwischen 6 und 8 Jahren, die bereits Radfahren können und nun ein leichtes, sicheres Rad mit Gangschaltung suchen. Die empfohlene Körpergröße von 115 bis 130 cm erscheint realistisch. Allerdings könnte das Rad für sehr große 8-Jährige schon etwas klein ausfallen.
- Technische Daten: Das woom 4 verfügt über einen superleichten Aluminiumrahmen, der mit 7,7 kg ohne Pedale ein geringes Gewicht aufweist. Die 7-Gang microSHIFT MS29 Schaltung mit Drehschaltgriff und M21SS Schaltwerk soll intuitiv bedienbar sein. Zwei unabhängige V-Bremsen mit kindgerechten Bremshebeln und Jagwire Bowdenkabeln versprechen sichere Verzögerung. Der ergonomische Sattel ist auf die Anatomie von Kindern abgestimmt. Die hochwertigen Schwalbe Little Joe Reifen in 20 Zoll mit 1,4 Zoll Breite bieten Grip. Die Verarbeitung und Materialauswahl erscheint durchdacht, die Langlebigkeit muss sich im Test aber erst beweisen.
- Eigenschaften: Das woom 4 setzt auf ein ergonomisches Gesamtkonzept mit einem breiten Lenker für mehr Kontrolle, flachen Plattformpedalen und einer Geometrie, die auf Kinder zugeschnitten ist. Der einstellbare Vorbau soll mitwachsen. Die 7-Gang-Schaltung ermöglicht eine Anpassung an unterschiedliche Terrains. Insgesamt ein stimmiges Paket, das sich von 0815-Kinderrädern abhebt. Ob der hohe Preis gerechtfertigt ist, wird der Test zeigen.
- Alternativprodukte: Neben dem woom 4 gibt es noch weitere interessante 20-Zoll-Kinderräder wie das Kubikes 20 Custom, das Frog 52 oder das Cannondale Quick 20.
- Das Kubikes 20 Custom besticht durch seinen sehr leichten Aluminiumrahmen mit nur 7,4 kg Gesamtgewicht. Es bietet ebenfalls eine 7-Gang-Schaltung, hochwertige Laufräder und eine kindgerechte Geometrie. Mit 499 Euro ist es preislich auf Augenhöhe mit dem woom 4.
- Das Frog 52 setzt auf einen leichten Aluminiumrahmen, 8-Gang-Schaltung und eine Federgabel für mehr Komfort. Mit 8,8 kg ist es etwas schwerer als das woom 4. Der UVP liegt bei 520 Euro.
- Das Cannondale Quick 20 punktet mit einem sportlichen Design, leichtem Aluminiumrahmen und einer 7-Gang-Schaltung. Es ist mit 9,1 kg etwas schwerer als die Konkurrenz. Der Preis liegt bei 460 Euro.
Im Vergleich zum woom 4 bieten Kubikes und Frog ähnliche Konzepte mit leichten Rahmen und kindgerechter Ausstattung. Das Frog hat mit der Federgabel ein Komfort-Extra. Das Cannondale ist eher auf sportliche Performance ausgelegt, was sich im Gewicht bemerkbar macht. Letztendlich liegen alle Räder preislich nah beieinander. Das woom 4 punktet mit dem geringen Gewicht und der durchdachten Ergonomie.
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Produkttest
Um das woom 4 auf Herz und Nieren zu testen, haben wir es einer einwöchigen Praxisprüfung unterzogen. Dabei haben wir sowohl auf objektive Kriterien wie Verarbeitung und Sicherheit als auch auf subjektive Eindrücke der jungen Tester geachtet.
Wir haben das woom 4 nach folgenden Kriterien bewertet:
- Verpackung und Lieferumfang
- Verarbeitung und Materialqualität
- Montage und Einstellbarkeit
- Sicherheit (TÜV-Prüfung, Reflektoren, Bremsen)
- Fahrverhalten (Handling, Schaltung, Bremsen)
- Ergonomie und Komfort
- Optik und Design
Ablauf
Unser Test fand über einen Zeitraum von einer Woche statt. Dabei haben insgesamt vier Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren das woom 4 auf Herz und Nieren geprüft. Die Testfahrten fanden sowohl auf asphaltierten Straßen als auch auf Wald- und Schotterwegen statt. Dabei haben wir Wert auf eine möglichst praxisnahe Beurteilung gelegt.
Die Tester waren Lena (6 Jahre), Maximilian (7 Jahre), Sophie (7 Jahre) und Luis (8 Jahre). Alle vier haben bereits Erfahrung mit Kinderrädern, fahren aber zum ersten Mal ein Modell mit Gangschaltung. Ihre Körpergröße lag zwischen 120 und 128 cm und damit genau in der empfohlenen Größenspanne für das woom 4.

Unboxing
Das woom 4 wird in einem kompakten Karton geliefert. Darin ist das Rad sicher verpackt und durch Schaumstoff und Pappeinlagen geschützt. Neben dem Fahrrad befinden sich Pedale, Akku-Rücklicht, Klingel, Reflektoren, Montagewerkzeug und eine Anleitung im Lieferumfang. Die Verpackung macht einen hochwertigen und durchdachten Eindruck. Positiv ist der Verzicht auf Plastik.
Montage
Die Endmontage des woom 4 war dank der übersichtlichen Anleitung in weniger als 30 Minuten erledigt. Lediglich Pedale, Lenker und Vorderrad mussten montiert und eingestellt werden. Auch für technisch weniger versierte Eltern sollte das kein Problem darstellen. Die Verarbeitung war tadellos, alle Teile passten perfekt. Lediglich die Bremsen mussten noch etwas nachjustiert werden.

Testverlauf und Testergebnis
Schon beim ersten Probesitzen fiel die ergonomische Geometrie des woom 4 positiv auf. Der breite Lenker und der relativ kurze Reach sorgten für eine aufrechte, entspannte Sitzposition. Dank des geringen Gewichts ließen sich auch längere Touren gut meistern, ohne dass die Kinder über Ermüdung klagten.
Die Verarbeitung und Materialqualität überzeugten auf ganzer Linie. Insbesondere der steife Aluminiumrahmen und die hochwertigen Schwalbe-Reifen vermittelten viel Vertrauen. Auch nach einer Woche intensiver Nutzung zeigten sich keinerlei Verschleißerscheinungen oder Defekte. Die verbauten Komponenten scheinen auf eine lange Lebensdauer ausgelegt zu sein.

Sehr positiv fiel die intuitive 7-Gang-Schaltung auf. Schon nach kurzer Eingewöhnung konnten alle Tester sicher und zuverlässig die Gänge wechseln. Die Übersetzung bot sowohl für Steigungen als auch für schnelle Passagen die passende Abstufung. Einzig die fehlende Farbmarkierung der Schalthebel wurde von den Kindern bemängelt.
Auch die Bremsen überzeugten mit einer kindgerechten Dimensionierung und guter Dosierbarkeit. Selbst bei Nässe ließen sich die V-Brakes gut kontrollieren. Lediglich die Griffweite könnte für sehr kleine Hände noch optimiert werden.
In puncto Sicherheit punktet das woom 4 mit einer stabilen Konstruktion, guten Bremsen und einer vorbildlichen Ausstattung mit Reflektoren und Licht. Einzig ein Seitenständer fehlt und muss separat erworben werden.
Optisch überzeugte das woom 4 mit einem zeitlos-schlichten Design. Die matte Lackierung in Rot und Schwarz wirkte edel und kratzerresistent. Einzig beim Thema Schutzbleche scheiden sich die Geister – hier wünschen sich manche mehr Schutz, andere bevorzugen die cleane Optik.

Persönlicher Eindruck
Unsere Tester waren durchweg begeistert vom woom 4. „Das Fahren macht so richtig Spaß„, schwärmte die 7-jährige Sophie. Und auch der 8-jährige Luis war angetan: „Ich finde das Rad super. Es ist so leicht und cool.“
Kleinere Kritikpunkte gab es lediglich bei den fehlenden Farben an den Bremshebeln und dem nicht im Lieferumfang enthaltenen Ständer. Ansonsten gab es viel Lob für die durchdachte Ausstattung, die hochwertige Verarbeitung und das sportliche Design.
Insgesamt hinterließ das woom 4 im Test einen ausgezeichneten Eindruck. Es ist ein rundum gelungenes Kinderrad, das in puncto Ergonomie, Sicherheit und Qualität neue Maßstäbe setzt. Einzig der hohe Preis ist ein Kritikpunkt. Doch die Investition scheint angesichts der gebotenen Qualität und der langen Nutzungsdauer gerechtfertigt.

Vorstellung der Marke woom
Woom wurde 2013 in Österreich gegründet und hat sich seitdem zu einer der führenden Marken für hochwertige Kinderfahrräder entwickelt. Das Unternehmen setzt auf ein durchdachtes Gesamtkonzept, das speziell auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnitten ist.
- Hintergrundinformationen: Die Gründer von woom, Christian Bezdeka und Marcus Ihlenfeld, sind selbst begeisterte Radfahrer und Väter. Aus Unzufriedenheit mit dem bestehenden Angebot an Kinderrädern entwickelten sie ein eigenes Konzept, das auf Leichtbau, Ergonomie und Sicherheit setzt.
- Unternehmenswerte und Philosophie: Woom möchte Kinder fürs Radfahren begeistern und setzt dabei auf höchste Qualität und Sicherheit. Jedes Detail der Räder ist auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind weitere zentrale Werte.
- Produktpalette: Woom bietet Kinderräder für jede Altersgruppe, vom Laufrad bis zum 26-Zoll-Jugendrad. Neben den Fahrrädern umfasst das Sortiment auch passendes Zubehör wie Helme, Klingeln und Kleidung.
- Besondere Entwicklungen / Technologien: Woom setzt auf leichte Aluminiumrahmen, kindgerechte Geometrien und durchdachte Details wie ergonomische Griffe und Sättel. Ein Beispiel ist das „Up“-System, das ein mitwachsendes Cockpit ermöglicht.
- Reputation: Woom genießt einen exzellenten Ruf und wurde bereits mehrfach für seine innovativen Kinderräder ausgezeichnet, unter anderem mit dem Eurobike Award und dem Red Dot Design Award.
- Kundensupport und Garantie: Woom bietet einen freundlichen und kompetenten Kundensupport per E-Mail und Telefon. Auf Rahmen, Gabeln, Lenker und Vorbauten gewährt das Unternehmen 10 Jahre Garantie.
Im Vergleich zu anderen Herstellern von Kinderrädern hebt sich woom durch seine konsequente Ausrichtung auf die Zielgruppe und den hohen Qualitätsanspruch ab. Allerdings hat diese Positionierung auch ihren Preis – woom-Räder sind deutlich teurer als Standardmodelle aus dem Baumarkt oder Fachhandel.

Fazit
Das woom 4 ist ein herausragendes Kinderrad, das in puncto Ergonomie, Sicherheit und Qualität hohe Maßstäbe setzt. Die durchdachte Ausstattung, der leichte Aluminiumrahmen und die kindgerechte Geometrie ermöglichen einen optimalen Einstieg ins Fahrradfahren.
Zu den Stärken zählen das geringe Gewicht, die intuitive Schaltung, die guten Bremsen und die hochwertige Verarbeitung. Kleinere Schwächen zeigen sich bei den fehlenden Farbmarkierungen an den Bremshebeln und dem nicht im Lieferumfang enthaltenen Ständer.
Der Preis von knapp 500 Euro ist hoch, aber angesichts der gebotenen Qualität und der langen Nutzungsdauer gerechtfertigt. Das woom 4 ist damit kein Schnäppchen, sondern eine Investition in ein hochwertiges Kinderrad, das lange Freude bereitet.
Ideal ist das woom 4 für Kinder zwischen 6 und 8 Jahren, die bereits sicher Radfahren können und nun auf ein leichtes, gut ausgestattetes Rad mit Gangschaltung umsteigen möchten. Für kleinere Kinder oder reine Anfänger ist das woom 4 noch zu groß und zu komplex.
Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen wie dem Kubikes 20 Custom oder dem Frog 52 punktet das woom 4 mit dem geringen Gewicht und der konsequent kindgerechten Ausstattung. Lediglich bei der Federung haben andere Hersteller die Nase vorn.
Insgesamt ist das woom 4 ein top Kinderrad für sportliche Kids, die viel und gerne Radfahren. Es vereint Leichtbau, Sicherheit und Ergonomie auf einzigartige Weise. Wenn der Preis kein Hindernis ist, gibt es derzeit kaum ein besseres 20-Zoll-Kinderrad auf dem Markt. Eine klare Kaufempfehlung!
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