Die durchschnittliche Saugleistung eines Saugroboters für Privathaushalte beträgt etwa 1.500 bis 2.000 Pa. Der Philips Homerun bietet eine Saugleistung von 4.000 Pa – und das nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis.

Der Philips Homerun 3100 wurde in meinem Zuhause auf Herz und Nieren getestet. Von der ersten Inbetriebnahme bis hin zur täglichen Reinigungsroutine habe ich mir all seine Funktionen angesehen. Besonders positiv ist mir seine hohe Saugleistung aufgefallen, nicht so gut schnitt das Gerät bei der Bedienung via App ab. Dazu später mehr.
Philips Homerun 3100: Die Herstellerangaben
Die wichtigsten Merkmale des Saugroboters von Philips laut Hersteller:
Saugleistung: 4.000 Pa
Akkulaufzeit: 200 Minuten
Reinigungsreichweite pro Ladung: 185 m2
Akku-Kapazität: 4800 mAh
Entleerung: Selbstentleerung in einen Staubbeutel in der Ladestation
Reinigungsmodi: saugen und wischen, jeweils 4 Modi
Stromversorgung: Steckdose
Konnektivität: WLAN
Höhe: 96 mm
Navigation: LiDAR
Steuerung: via App
Staubbeutel: allergikerfreundliche 3-Liter-Einweg-Staubbeutel

Meine Ergebnisse
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Die Saugleistung ist tatsächlich stärker als bei vielen anderen Modellen.
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Aufgrund seiner großzügigen Wassertankkapazität und seines dauerhaften Akkus eignet sich der Homerun 3100 ideal für den Einsatz in großen Häusern mit mehreren Etagen.
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Dank seiner Saugleistung für Haushalte mit Tieren geeignet.
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Bisher mussten noch nach jedem Saugroboter bestimmte Ecken händisch nachgesaugt werden. Ganz ohne menschliches Zutun geht es also noch nicht.
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Die App ist verbesserungswürdig.
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Im Test: Philips Homerun 3100
Das Unboxing

Die Verpackung des Philips Homerun 3100 ist ein echtes Highlight: Jedes Teil findet seinen Platz in kleinen, recyclebaren Kartons. Doch bei all dem Grün dachten wir uns: Muss denn die extra Folie und das Plastik wirklich sein? Wir wären stattdessen dafür, dass Philips auf Mais-Chips oder Karton als Füllmaterial setzen würde. Nicht nur umweltfreundlich, sondern auch mindestens genauso schützend gegen die Tücken des Transports. Genau das ist es auch, das Philips plant. Innerhalb der nächsten vier Jahre soll Einwegplastik nach und nach Adieu sagen und Platz für grünere Alternativen machen.

Die Installation
Die Installation des Saugroboters verlief einfach. Zuerst steckte ich die Ladestation an die Steckdose an. Via Philips Homerun Robot App auf meinem Smartphone habe ich danach zuerst den Roboter mit dem Handy verbunden. In einem weiteren Schritt stellte ich eine WLAN-Verbindung her. Ich selbst habe zwar mit einem Android-Smartphone gearbeitet, es gibt aber auch eine App für iOS-Geräte.

Die Testszenarien
Folgende Testszenarien habe ich vorbereitet:
- Teppichreinigung: Wie schneidet die Saugleistung des Roboters beim Reinigen von Teppichen ab?
- Hartbodenreinigung: Wie gut ist die Saugleistung auf Hartböden wie Fliesen, Holz oder Laminat? Und wie gut schlägt sich die Wischfunktion?
- Tierhaarentfernung: Ist der Philips Homerun 3100 für Haushalte mit Tieren geeignet? Und wie gut saugt der Roboter Tierhaare von verschiedenen Oberflächen?
- Hindernisnavigation: Wie gut ist die Fähigkeit des Roboters, Hindernisse wie Möbelbeine oder Kabel zu erkennen und zu umgehen?
- Rand- und Eckenreinigung: Wie sauber sind die Randbereiche und die Ecken nach der Reinigung mit dem Homerun 3100?
- Akkulaufzeit und Ladeverhalten: Wie lange hält der Akku tatsächlich? Schafft er es rechtzeitig zurück in die Ladestation, um sich automatisch aufzuladen? Wie lange benötigt er, um sich wieder vollständig aufzuladen?
- Selbstentleerungsfunktion: Wie effizient ist die Selbstentleerungsfunktion des Roboters?
- App-Steuerung und -Funktionalität: Wie einfach ist die Philips Homerun Robot App zu bedienen?

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Teppichreinigung
Auf dem Papier hat der Philips Homerun 3100 eine wirklich beeindruckende Leistung. Während andere Saugroboter mit gerade einmal 1.500 bis 2.000 Pa Saugkraft ausgestattet sind, bietet der Saugmotor dieses Geräts satte 4.000 Pa. Aber als ich ihn auf unseren Teppich losgelassen habe, lief’s nicht ganz rund. Ein Testareal, extra abgesteckt, aber eine Etage entfernt von der Homebase des Saugers. Anstatt fleißig in geraden Bahnen zu saugen, schien der Saugphilip mehr damit beschäftigt zu sein, sich im Raum zu verorten. Gerade Linien? Fehlanzeige.
Aber nur zu Beginn.
Auch Roboter brauchen Zeit, um etwas Neues zu lernen. Wer erwartet, dass der neue Roboter noch am Tag der Lieferung das gesamte Haus saugt, der wird enttäuscht. Erst nach einigen Durchgängen findet Saugphilip den besten Weg durch die Räumlichkeiten, sozusagen durch Versuch und Irrtum.
Nachdem ich den Homerun einige Tage verwendet habe, und er sich klar orientiert hatte, war es ihm auch möglich, seine volle Power zu zeigen. Und die war eindeutig besser als von so manchen anderen Modellen.
2. Hartbodenreinigung
Wir haben hier einen Saug- und Wischroboter, der mit einem 300 ml Wassertank ausgestattet ist. Damit liegt er im guten Durchschnitt. Viele Saug- und Wischroboter sind lediglich mit einem 250 ml Wasserbehälter ausgestattet, manche sogar nur mit einem Behälter, der nicht mehr als 50 ml fasst.

Ein größerer Wassertank ermöglicht es, eine größere Fläche ohne Unterbrechung zu reinigen. Mit einem großzügigen Wassertank können Saug- und Wischroboter auch in größeren Räumen oder auf mehreren Etagen effektiv eingesetzt werden, ohne dass ständige Unterbrechungen zum Nachfüllen erforderlich sind.
Die Wassermenge lässt sich feinjustieren, sodass genau die richtige Menge Wasser abgegeben wird. Dieser kleine Held verfügt über eine mechanische Schrubb-Funktion, mit der er eingetrockneten Kaffee auf dem Boden ruckzuck wegwischt.

Auch, wenn ihr in anderen Foren etwas anderen lesen solltet: Die Saug- und Wischfunktion des HomeRun 3100 ist getrennt nutzbar. „Nur saugen“ ist genauso eine Option wie “nur wischen”. Das Wischtuch ist nämlich – wie auch bei allen anderen Saug- und Wischrobotern – abnehmbar. Wer das Wischpad entfernt, saugt seine Hartböden, ohne dass ein feuchter Film seine Spuren hinterlässt. Einfach meine Bilder ansehen!

3. Tierhaarentfernung
Ich selbst habe nur einen Vogel. Um den neuen Saugphilip auch auf die Entfernung von Tierhaaren zu testen, habe ich ihn einem Bekannten von mir anvertraut. Die folgenden Zeilen sind also nicht meine, sondern seine Ergebnisse.
Dank seiner hohen Saugleistung und den effizienten Rollen ist der Philips Homerun ideal geeignet, um eine Vielzahl von Tierhaaren gründlich zu entfernen. Die leistungsstarken Saugfunktionen dieses Roboters ermöglichen es ihm, Tierhaare mühelos von verschiedenen Oberflächen wie Teppichen, Fliesen und Hartholzböden zu beseitigen. Darüber hinaus sorgen die speziell entwickelten Rollen und ein eigenes Gadget in der Homerun-App dafür, dass selbst Tierhaare in Rillen und Ritzen effektiv aufgenommen werden, während der Haus- und Heimfreund mühelos über Holzböden gleitet. Mit dem Philips Homerun können Tierbesitzer sicher sein, dass ihr Zuhause gründlich gereinigt wird und lästige Tierhaare keine Chance haben.

4. Hindernisnavigation
Stellt euch vor, der Philips Saugroboter saugt durch euer Zuhause, geführt von einem – für das menschliche Auge unsichtbaren – Laserlichtspektakel, das ihm genau sagt, wo’s langgeht. Diese klugen Laserscans, ausgeführt von sich drehenden Sensoren, sorgen dafür, dass unser kleiner Freund fast immer weiß, wo er sich gerade befindet. Er startet seine Putz -Session immer entlang der Wände und zieht dann in akkuraten Bahnen seine Linien – das ist clever, denn in diesem Muster fährt er tatsächlich jeden Millimeter des Bodens mindestens ein Mal ab.
Seine geheime Superkraft ist jedoch seine Kletterfähigkeit – ein echter Game-Changer für alle mit Türschwellen. Der Philips Homerun 3100 überwindet Schwellen problemlos und klettert auch vom Hartboden auf dicke Teppiche.

Die Navigation? Fast fehlerfrei. Beim ersten Versuch gab es noch einige Schwierigkeiten. Das liegt daran, dass er – so wie alle Saugroboter – etwas Zeit braucht, um die Räume zu kartieren. Nach drei Durchgängen hat er sich ein perfektes Bild von seiner Umgebung gemacht. Von da an läuft er wie am Schnürchen.
Bevor es losgeht, dreht er sich einmal um die eigene Achse, um mit seiner Kamera und den Lasern die im Weg liegenden Objekte erfassen und umschiffen zu können. Größere Hindernisse? Kein Problem, sie umfährt er geschickt. Aber Achtung, Schnüre, die als Katzenspielzeug dienen, werden gnadenlos eingesaugt.
Trotz aller Technik, die Objektvermeidung hat auch ihre Tücken. Nehmen wir den Bademantel im Schlafzimmer, der knapp über dem Boden hängt: Unser Saugphilip bemerkt es und macht einen Bogen darum – und lässt damit eine Ecke ungereinigt. Ein Mensch mit Handstaubsauger hätte sich ohne diese smarte Erkennung mutig in jede Ecke gewagt.
Damit wären wir gleich bei einer weiteren wichtigen Lektion: Auch, wenn der Saugroboter noch so gut saugt – zumeist muss der Mensch in bestimmten Ecken nachsaugen. Mehr dazu findet ihr im nächsten Punkt.
Zum Hersteller:
Philips ist ein multinationaler Konzern, der sich hauptsächlich auf die Bereiche Gesundheitstechnologie, audiovisuelle Geräte, Haushaltsgeräte und Beleuchtung fokussiert. Das Unternehmen wurde ursprünglich in Eindhoven gegründet und hat dort auch seine Benelux-Zentrale. Die Hauptgeschäftsstelle von Philips befindet sich heute in Amsterdam, Niederlande. Das Unternehmen hat im Laufe der Jahre viele bekannte Technologien entwickelt oder mitentwickelt, wie z.B. den Elektrorasierer (unter den Marken Philishave und Norelco) seit 1939, die Compact Cassette und die Compact Disc in Zusammenarbeit mit Sony. Vor Kurzem hat Philips zwei neue Modelle von Saugrobotern auf den Markt eingeführt: den Homerun Series 7000 sowie den Homerun Series 3000, zu der auch der Homerun 3100 gehört.

5. Rand- und Eckenreinigung
Jetzt, wo wir uns durch die technologischen Wunderwerke des Philips 3100 Saug- und Wischroboters gekämpft haben, kommen wir zu einem Punkt, der so alt ist wie die Idee des Saugroboters selbst (also noch relativ jung): die Ecken und Ränder. Ja, trotz all der Fortschritte, gab es bisher keinen einzigen Roboter, der in der Lage war, diese kniffligen Stellen in meinem Zuhause zu 100% zu meistern. Und so, mit all der Intelligenz und den Fähigkeiten unserer kleinen Haushaltshelfer, bleibt doch ein bisschen was für uns Menschen zu tun. Es ist ein bisschen so, als wären diese Stellen die letzten Bastionen der menschlichen Haushaltsführung, die Standhaftigkeit beweisen in einer Welt voller automatisierter Sauberkeit. So stehe ich dann immer noch da, bewaffnet mit dem guten alten Handstaubsauger, um zu vollenden, was unsere technologischen Helfer begonnen haben.
Das ist der kleine Dämpfer in unserer Saugroboter-Lovestory: Auch unser Philips Homerun tanzt um die Ecken und Ränder herum, als wären sie Lava. Aber das ist ein Problem, das er mit so ziemlich jedem seiner Roboter-Kumpels teilt. Es ist, als hätten sie alle beschlossen, dass Ecken einfach nicht ihr Ding sind. Vielleicht tüftelt ja irgendwo ein Genie an einem Roboter, der auch in die letzte Ecke kriecht, oder wir starten eine Revolution und verbannen einfach Sockelleisten und Co. aus unseren Wohnungen. Bis dahin heißt es: Mensch vs. Ecke. Wer hätte gedacht, dass wir uns eines Tages an die Launen unserer Haushaltshelfer anpassen, statt umgekehrt?

6. Akkulaufzeit und Ladeverhalten
Der Philips Homerun hat sich in meinem Test als ein wahrer Ausdauerathlet erwiesen. Mit einer Laufzeit von tatsächlich ganzen 200 Minuten – es waren bei mir sogar 3,5 Stunden – eröffnet die Möglichkeit, selbst große Wohnräume in einem einzigen Durchgang gründlich zu saugen oder zu wischen.
Nach einem langen Einsatz zeigt der Saugphilip allerdings auch Ermüdungserscheinungen und muss an die Ladestation zurück. Die Regenerationsphase beträgt dabei etwa 4 Stunden, bis der Akku wieder vollständig aufgeladen ist.
7. Selbstentleerungsfunktion
Ein Highlight des Philips Homerun ist seine Selbstentleerungsfunktion. Nach getaner Arbeit kehrt der fleißige kleine Helfer selbständig zu seiner Ladestation zurück, wo er seinen Staubbehälter in einen 3 L-Staubbeutel entleert.
Zugegeben, dieser Prozess geht nicht ganz ohne Geräuschkulisse vonstatten. Für einen kurzen Moment unterbricht ein lautes Sauggeräusch die Stille im Raum. Doch dieses kleine Manko wird durch die Bequemlichkeit und die Sauberkeit, die diese Funktion bietet, schnell vergessen. Nur die Katze ist vielleicht für längere Zeit sauer.
Natürlich erfordert auch die fortschrittlichste Technologie ein Minimum an Wartung. Von Zeit zu Zeit sollte der Staubbehälter des Roboters gereinigt werden, um seine effiziente Funktion zu gewährleisten. Doch angesichts des Komforts, den die Selbstentleerungsfunktion bietet, ist dies verschmerzbar.

8. App-Steuerung und -Funktionalität
Last but not least will ich noch über meinen Test der App-Steuerung berichten. Mit der App lässt sich steuern, ob und wann der Philips Homerun welches Zimmer saugen oder wischen soll. Meistens möchte man allerdings tiefergreifende Einstellungen vornehmen, wie ausschließlich saugen statt wischen oder das Priorisieren bestimmter Zimmer. Möglich ist zum Beispiel die Vornahme der Reinigungsreihenfolge und die Feinabstimmung der Reinigungsintensität. Die vom Roboter gezeichnete Karte kann nach Belieben modifiziert, Raumgrenzen angepasst und Bereiche geteilt werden. Besonders interessant sind die Zonen: Während Sperrzonen selbsterklärend sind, verhindern No-Mop-Zonen, dass der Roboter in bestimmten Bereichen nicht nass wischt.
Trotz meiner zufriedenstellenden Erfahrung mit der Philips Homerun Robot App gibt es hier noch einiges an Verbesserungspotenzial. Manche Installationen, etwa mit Sprachsteuerungs-Geräten, funktionieren noch nicht zufriedenstellend. Das Anlegen der Reinigungspläne funktioniert, wird aber von Nutzenden, die sich nicht stundenlang mit ihrem Roboter auseinandersetzen möchten, als zu kompliziert empfunden. Hier besteht tatsächlich Raum für Verbesserungen, was Philips auch bereits plant.

Meine Ergebnisse
Philips hat mit dem Homerun 3100 ein echtes Kraftpaket in Sachen Saugleistung auf den Markt gebracht, das mit beeindruckenden 4.000 Pa nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis überzeugt. Durch seine robuste Akkulaufzeit und große Reinigungsreichweite ist er besonders für größere Haushalte und solche mit Tieren eine Überlegung wert. Trotz seiner Stärken gibt es allerdings auch Bereiche, in denen Verbesserungen wünschenswert wären, wie die Handhabung über die App. Philips ist bereits dabei, die identifizierten Verbesserungsmöglichkeiten des Homerun 3100 anzugehen, um das Nutzerlebnis weiter zu optimieren.
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