Wer im Straßenverkehr auf eine detaillierte Dokumentation vor und hinter dem eigenen Fahrzeug Wert legt, findet in einer Dashcam vor allem dann einen praktischen Begleiter, wenn Bedienung und Installation nicht unnötig kompliziert ausfallen. In diesem Erfahrungsbericht prüfe ich die 70mai Dashcam 4K A900 mit Front- und Heckkamera eine Woche lang im Alltag. Im Mittelpunkt stehen die native 4K-Auflösung beider Kameras, die Bildqualität bei Tageslicht und Dunkelheit, die Montage, die App, die lokale Speicherung sowie die Alltagstauglichkeit der Notfall- und Parkfunktionen.
Ich teste elektronische Geräte seit vielen Jahren und habe bereits zahlreiche Navigationsgeräte und Smartphones ausführlich genutzt. Bei der A900 interessiert mich deshalb besonders, ob die umfangreiche Ausstattung nicht nur auf dem Datenblatt überzeugt, sondern sich auch im Fahrzeug sinnvoll bedienen lässt. Der Preis liegt im Angebot bei 159,99 Euro, die unverbindliche Preisempfehlung für das Set beträgt 199,99 Euro.
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70mai Dashcam 4K A900: Produktdetails und Zielgruppe
Die 70mai Dashcam 4K A900 ist ein Zweikanal-System für die gleichzeitige Aufzeichnung des Verkehrs vor und hinter dem Fahrzeug. Beide Kameras nehmen nativ mit 3840 × 2160 Pixeln auf. Das entspricht 4K UHD und sorgt vor allem bei Tageslicht für viele Bilddetails. Hinzu kommen HDR, ein integrierter GPS-Empfänger, Wi-Fi 6, ein 3,18-Zoll-Display und ein Superkondensator zur kurzfristigen Strompufferung.
Besonders gut eignet sich die A900 für Autofahrerinnen und Autofahrer, die den rückwärtigen Bereich nicht nur in einfacher Auflösung dokumentieren möchten. Auch technisch interessierte Menschen, die Videos ohne dauerhafte Cloud-Anbindung lokal speichern und per App übertragen wollen, finden hier eine passende Ausstattung. Die Kamera funktioniert im normalen Fahrbetrieb auch ohne ständig verbundenes Smartphone.
Technische Daten:
- Produktname: 70mai Dash Cam 4K A900
- Kamerakonzept: Front- und Heckkamera mit gleichzeitiger Aufnahme
- Frontkamera: 3840 × 2160 Pixel, 30 Bilder pro Sekunde, 140 Grad Blickwinkel
- Heckkamera: 3840 × 2160 Pixel, 30 Bilder pro Sekunde, 140 Grad Blickwinkel
- HDR: Für beide Kameras, manuell oder zeitgesteuert aktivierbar
- Frontblende: f/1,55
- Heckblende: f/1,55
- Videoformat: MP4
- Frontkamera-Abmessungen: 91 × 46 × 24,9 Millimeter ohne zusätzliche Montagehalterung
- Heckkamera: Zylinderförmige RC44H mit verstellbarem Befestigungsfuß
- Display: 3,18 Zoll auf der Rückseite der Frontkamera
- Speicher: microSD-Karten mit 32 bis 512 Gigabyte
- Empfohlene Speicherkarte: U3 oder vergleichbare hohe Schreibgeschwindigkeit
- Lieferumfang des geprüften Bundles: 64-GB-microSD-Karte
- Verbindungen: Wi-Fi 6 über 2,4 und 5 GHz sowie Bluetooth 5.0
- Ortung: GPS, GLONASS, Galileo und QZSS
- Anschlüsse: USB-C-Stromversorgung und separater Anschluss für die Heckkamera
- Betriebstemperatur: −20 bis +70 Grad Celsius
- Stromversorgung: 5 Volt / 2 Ampere
- Energiepuffer: Superkondensator
- Befestigung: Elektrostatische Schutzfolie und Klebehalterung
- Parküberwachung: Stoßerkennung und Zeitraffer mit geeigneter Dauerstromversorgung
- Optionale Vernetzung: 4G Cloud+ 2.0 mit zusätzlicher Hardware, Mobilfunkverbindung und gegebenenfalls laufenden Kosten
Besondere Eigenschaften im Überblick:
- Native Dual-4K-Aufnahme: Beide Blickrichtungen werden mit 3840 × 2160 Pixeln aufgezeichnet.
- Zeitgesteuertes HDR: Der HDR-Modus kann abhängig von der Tageszeit automatisch wechseln.
- Großer Blickwinkel: 140 Grad pro Kamera erfassen einen breiten Bereich vor und hinter dem Fahrzeug.
- Gepufferte Notfallaufnahme: Je nach Einstellung lassen sich bis zu 190 Sekunden vor und bis zu 30 Sekunden nach einem Ereignis sichern.
- Lokale Speicherung: Normale Videos werden auf der microSD-Karte gespeichert, eine Cloud ist für den Basisbetrieb nicht erforderlich.
- Wi-Fi 6: Die Videoübertragung auf kompatible Smartphones erfolgt laut Hersteller mit bis zu 25 MB/s unter Laborbedingungen.
- Superkondensator: Er unterstützt das geordnete Speichern bei einer plötzlichen Unterbrechung der Stromversorgung.
- Erweiterbare Fernüberwachung: Mit zusätzlicher 4G-Hardware sind Fernzugriff, Benachrichtigungen und weitere Funktionen möglich.
Das Gehäuse der Frontkamera besteht aus Kunststoff und besitzt eine strukturierte, lederähnlich wirkende Oberfläche. Die Heckkamera ist matt ausgeführt. Lüftungsschlitze unterstützen die Wärmeabgabe. Eine optische Bildstabilisierung ist nicht bestätigt, weshalb die Schärfe bei unebenen Straßen auch von der Montage und den Fahrzeugvibrationen abhängt.
Zur 70mai A900 mit Front- und Heckkamera
Produkttest
Testkriterien
Ich bewerte die Dashcam nach Kriterien, die für den praktischen Einsatz im Fahrzeug entscheidend sind. Dazu gehören zunächst Verpackung und Lieferumfang, weil gerade bei einem Zweikamera-System mehrere Kabel und Befestigungsteile sicher und nachvollziehbar sortiert sein müssen. Anschließend prüfe ich die Verarbeitung, die Gelenke, die Tasten, das Display und die Anschlusspositionen.
- Verpackung und Unboxing: Schutz der Kameras, Übersichtlichkeit und Vollständigkeit des Zubehörs
- Erstinbetriebnahme: Grundeinrichtung, Sprache, Region, Datum, Uhrzeit und App-Verbindung
- Montage: Positionierung an Front- und Heckscheibe, Ausrichtung und Kabelführung
- Bildqualität: Detaildarstellung, HDR, Blickwinkel, Tageslicht, Regen und Nacht
- Bedienung: Display, physische Tasten, manuelle Notfallaufnahme und Sprachsteuerung
- App und Datenübertragung: Verbindung, Vorschau, Download, Album und GPS-Fahrstrecken
- Speicherung: Loop-Aufnahme, Ereignisdateien, microSD-Karte und Aufnahmedauer
- Alltagstauglichkeit: automatischer Aufnahmebeginn, Wärmeentwicklung und Statusanzeigen
- Parküberwachung: Dauerstromversorgung, Zeitraffer, Stoßerkennung und Einstellmöglichkeiten
- Sicherheit: Sichtfeld, Kabelführung, G-Sensor, Datenschutz und Umgang mit Ereignisvideos
Ablauf des einwöchigen Tests
Ich teste die 70mai A900 sieben Tage lang in meinem Fahrzeug auf täglichen Stadtfahrten, Landstraßen und einzelnen längeren Strecken. Dabei nutze ich Front- und Heckkamera parallel in 4K mit 30 Bildern pro Sekunde. Ich prüfe die Aufnahme bei Tageslicht, Gegenlicht, Regen, beleuchteten Straßen und in dunkleren Bereichen. Eine befreundete Testperson unterstützt mich bei der Kontrolle der rückwärtigen Bildansicht und beim Rangieren, während ich Montage, App, Einstellungen und Videoübertragung selbst übernehme.
Vor Beginn formatiere ich die mitgelieferte 64-GB-Karte und kontrolliere, ob beide Kanäle gleichzeitig aufzeichnen. Außerdem teste ich die 50-Hz-Einstellung, die in Deutschland für künstliche Beleuchtung sinnvoll ist. Bei dieser Einstellung zeigt sich in einem technischen Abgleich eine Aufnahme mit 25 statt 30 Bildern pro Sekunde. Für die alltägliche Nutzung ist das kein Bedienfehler, sollte bei der Wahl der Einstellung aber bekannt sein.
Der einwöchige Zeitraum erlaubt eine realistische Beurteilung von Einrichtung, Montage, Bedienkomfort und Bildqualität unter wechselnden Bedingungen. Eine belastbare Aussage zur Lebensdauer des gesamten Geräts über mehrere Jahre lässt sich daraus naturgemäß nicht ableiten. Die vom Hersteller genannte Lebensdauer des Superkondensators von bis zu 500.000 Lade- und Entladezyklen bezieht sich auf Testbedingungen und nicht auf eine garantierte Gerätelebensdauer.
Unboxing und Lieferumfang
Die A900 kommt in einer bedruckten Kartonschachtel mit orange-blauer Gestaltung. Auf der Außenseite sind Front- und Heckkamera abgebildet, einzelne Produktdetails werden glänzend hervorgehoben. Im Inneren liegen die Komponenten in getrennten Bereichen beziehungsweise Zubehörumschlägen. Dadurch lassen sich Frontkamera, Heckkamera, Kabel und Montagematerial schnell zuordnen.
Zum Lieferumfang gehören die Frontkamera mit Display und Halterung, die RC44H-Heckkamera, das Verbindungskabel, das Stromkabel, ein 12-Volt-Fahrzeugadapter, elektrostatische Befestigungsfolien, Klebepads, Montagezubehör, eine Bedienungsanleitung und ein Werkzeug zum Verlegen der Kabel hinter Innenraumverkleidungen. Im konkret geprüften Set liegt außerdem eine 64-GB-microSD-Karte bei.
Das Handbuch nennt zusätzlich fünf selbstklebende Kabelclips, zwei Reinigungstücher für die Linsen, ein separates USB-Datenkabel und weitere Klebefolien für die Heckkamera. Der 12-Volt-Adapter besitzt einen zusätzlichen USB-A-Anschluss, der unabhängig von der Dashcam genutzt werden kann. Die Zubehörteile wirken im Karton ordentlich geschützt und für die Installation sinnvoll zusammengestellt.
Installation und erste Einrichtung
Ich versorge die A900 zunächst über den 12-Volt-Anschluss, bevor ich die Kameras endgültig befestige. Beim ersten Einschalten führt mich der Einrichtungsassistent durch Systemsprache, Region, Datum, Uhrzeit und die optionale Parküberwachung. Nach Abschluss beginnt die Kamera automatisch mit der Aufnahme, sobald sie Strom über den Fahrzeugadapter erhält.
Die Frontkamera befestige ich im oberen Bereich der Windschutzscheibe nahe dem Innenspiegel. Die elektrostatische Folie bildet eine saubere Trennschicht zwischen Scheibe und Klebehalterung. Die Heckkamera kommt an die Rückscheibe. Ihr Fuß lässt sich verstellen, der zylinderförmige Kamerakörper kann zur Ausrichtung in Raststufen gedreht werden.
Die Kabelverlegung hinter Verkleidungen und Dichtungen benötigt in meinem Fahrzeug deutlich mehr Zeit als die reine Befestigung. Für eine vollständig versteckte Installation sind ungefähr zwei Stunden realistisch, abhängig von Fahrzeugform und Innenraum. Bei einer Heckklappe muss genügend Spiel für die Bewegung bleiben. Wichtig ist außerdem, Kabel nicht in Bereiche von Seitenairbags zu legen oder die Sicht zu beeinträchtigen.
Die Verbindung mit der 70mai-App gelingt nach Aktivierung des Kamera-Hotspots. Für das Benutzerkonto nutze ich eine E-Mail-Adresse und einen sechsstelligen Bestätigungscode. Die erste GPS-Positionsbestimmung dauert einige Minuten. Die Kamera unterstützt Android ab Version 7.0 und iOS ab Version 12.0. Die Bluetooth-5.0-Verbindung hilft bei der Erkennung und Einrichtung, während die Videoübertragung über Wi-Fi 6 erfolgt.
Testverlauf und Testergebnis
Verarbeitung und Bedienung
Die Frontkamera fühlt sich trotz Kunststoffgehäuse stabil an. Die strukturierte Oberfläche wirkt unempfindlich gegen Fingerabdrücke und passt optisch unauffällig in den Bereich hinter dem Innenspiegel. Die Gelenke halten die eingestellte Position zuverlässig. Auch die Heckkamera lässt sich präzise auf die Rückscheibe ausrichten.
Das 3,18-Zoll-Display zeigt den Bildausschnitt und erleichtert die erste Justierung ohne Smartphone. Die physischen Tasten ermöglichen grundlegende Einstellungen direkt am Gerät. Ein kurzer Druck auf die Ein-/Ausschalttaste schaltet das Display, ein längerer Druck beendet den Betrieb. Ein zweimaliger Druck startet unmittelbar eine Notfallaufnahme. Diese Funktion ist im Alltag praktisch, wenn ich eine relevante Situation bewusst sichern möchte.
Die Statusanzeige arbeitet verständlich. Grün signalisiert die normale Aufnahme, grünes Blinken steht für eine Notfall- oder Parkaufnahme. Rot weist auf einen Aufnahmefehler hin, etwa eine fehlende oder zu langsame Speicherkarte. Blau zeigt bestimmte Vorgänge wie Formatierung, App-Autorisierung oder USB-Verbindung an. Die Anzeige lässt sich im Alltag gut einordnen.
Bildqualität am Tag
Bei Tageslicht liefert die Frontkamera eine detailreiche Aufnahme. Fahrbahnmarkierungen, Verkehrsschilder und Fahrzeuge bleiben auch in größerer Entfernung gut unterscheidbar. Der 140-Grad-Blickwinkel erfasst mehrere Fahrspuren und seitliche Straßenbereiche, ohne dass ich die Kamera ständig neu ausrichten muss.
Die Heckkamera erreicht nominell dieselbe Auflösung wie die Frontkamera. Das zeigt sich vor allem beim Vergrößern von Bildausschnitten. Auch rückwärtige Fahrzeuge und Kennzeichen lassen sich bei ausreichendem Licht brauchbar darstellen. Die 4K-Aufzeichnung hinten ist im Alltag ein klarer Vorteil, wenn eine Situation hinter dem Fahrzeug später genauer betrachtet werden soll.
HDR hilft bei starkem Kontrast, beispielsweise wenn ein heller Himmel und eine dunklere Straße gleichzeitig im Bild liegen. Helle Bereiche brennen weniger schnell aus, während Schatten noch Zeichnung behalten. Die MaiColor-Vivid+-Verarbeitung sorgt für eine kräftige, aber noch natürliche Farbdarstellung. Bei diesigem Wetter kann der zuschaltbare Defogging-Modus die Darstellung elektronisch verbessern.
Bildqualität bei Regen und in der Nacht
Bei Regen bleiben die Aufnahmen unter geeigneten Bedingungen gut nutzbar. Regentropfen auf der Scheibe beeinflussen das Ergebnis allerdings unmittelbar. Eine saubere Front- und Heckscheibe sowie regelmäßig gereinigte Objektive sind deshalb wichtig. Die mitgelieferten Reinigungstücher sind für die Linsenpflege praktisch.
In beleuchteten Stadtbereichen zeigt die A900 auch nachts brauchbare Ergebnisse. Straßenlaternen und die Scheinwerfer anderer Fahrzeuge unterstützen die Erkennbarkeit. Night Owl Vision und Lumi Vision reduzieren sichtbares Rauschen und starke Kontraste, ersetzen aber keine ausreichende Umgebungsbeleuchtung.
Bei sehr dunklen Straßen sinkt die Detailqualität. Besonders die Heckkamera zeigt dann mehr Farbrauschen als am Tag. Bewegte Kennzeichen können bei höherem Tempo schneller unscharf werden. Eine getönte Heckscheibe reduziert die Lichtausbeute zusätzlich. Diese Einschränkung bleibt im einwöchigen Erfahrungsbericht der wichtigste Unterschied zwischen Tages- und Nachtbetrieb.
Speicher, Loop-Aufnahme und Datenübertragung
Die A900 unterstützt microSD-Karten von 32 bis 512 Gigabyte. Im Dual-4K-Betrieb benötigt das System naturgemäß viel Speicherplatz. Das Handbuch nennt bei hoher Komprimierung und eingeschalteter Audioaufnahme ungefähr eine Stunde für 32 Gigabyte, 2,5 Stunden für 64 Gigabyte, fünf Stunden für 128 Gigabyte, zehn Stunden für 256 Gigabyte und 20,5 Stunden für 512 Gigabyte.
Die Dateien werden in die Kategorien Normal, Event, Parking, Lapse und Photo einsortiert. Im Loop-Modus überschreibt die Kamera ältere normale Videodateien, sobald der Speicherplatz benötigt wird. Ereignisdateien werden separat abgelegt. Nach einem Unfall empfiehlt das Handbuch, die Kamera auszuschalten und die Speicherkarte zeitnah zu entnehmen.
Die App stellt eine chronologische Zeitleiste und ein nach Aufnahmetypen sortiertes Album bereit. Front- und Heckaufnahmen lassen sich getrennt auswählen. Der Download über Wi-Fi 6 arbeitet bei größeren Dateien zügig, wobei die angegebene Geschwindigkeit von bis zu 25 MB/s ein Laborwert ist. Alternativ verbinde ich die Kamera über das mitgelieferte USB-Datenkabel direkt mit einem Computer. Währenddessen stoppt die reguläre Videoaufnahme.
GPS, ADAS und Sprachsteuerung
Der integrierte GPS-Empfänger speichert Position, Geschwindigkeit und Zeit. Nach der Synchronisierung mit der App lassen sich Fahrstrecken darstellen und weitergeben. Neben GPS werden GLONASS, Galileo und QZSS unterstützt. Die ADAS-Funktionen können vor bestimmten Verkehrssituationen warnen, ersetzen aber keine aktiven Sicherheitssysteme des Fahrzeugs.
Die Sprachsteuerung unterstützt Englisch, Chinesisch, Russisch, Japanisch, Vietnamesisch und Thai. Deutsch ist nicht dabei. Einzelne Befehle werden zuverlässiger erkannt, wenn ich sie deutlich ausspreche. Für die tägliche Bedienung nutze ich deshalb überwiegend die Tasten oder die App. Sprachbefehle sind außerdem nicht aktiv, während die Kamera mit der App verbunden ist, eine Speicherkarte formatiert wird oder der Parkmodus läuft.
Notfallaufzeichnung und Parküberwachung
Die gepufferte Notfallaufnahme ist eine der nützlichen Funktionen der A900. Je nach Loop-Konfiguration können bis zu 70, 130 oder 190 Sekunden vor einem Ereignis und bis zu 30 Sekunden danach gesichert werden. Ein G-Sensor erkennt stärkere Erschütterungen. Die Empfindlichkeit lässt sich in mehreren Stufen von „Ultra-high“ bis „Ultra-low“ einstellen.
Im Test reagiert der G-Sensor auf deutliche Erschütterungen. Bei sehr niedriger Empfindlichkeit können schwächere Ereignisse unentdeckt bleiben. Umgekehrt kann eine hohe Einstellung auf besonders unebenen Straßen eine Notfallaufnahme auslösen, ohne dass eine Kollision stattfindet. Die manuelle Sicherung per zweimaligem Tastendruck bietet hier eine gute Ergänzung.
Für die Parküberwachung ist eine geeignete Dauerstromversorgung erforderlich. Unterstützt werden Zeitrafferaufnahmen und eine Stoßerkennung. Die Überwachungsdauer lässt sich auf zwei, vier, acht, zwölf oder 24 Stunden begrenzen oder unbegrenzt einstellen. Die reguläre A900 bietet keine bewegungsbasierte Parküberwachung und keinen kontinuierlichen Low-Bitrate-Parkmodus. Bei einem kleinen Parkrempler kann der auslösende Moment fehlen, wenn keine passende Zeitrafferaufnahme läuft. Für viele Alltagssituationen reicht die Funktion aus, sie sollte aber passend zum Einsatzzweck eingerichtet werden.
Für die Dauerstromversorgung kommen kompatible Hardwire-Kits infrage. Ein UP06 bietet beispielsweise einstellbare Abschaltschwellen von 11,8, 12,1 und 12,4 Volt bei 12-Volt-Fahrzeugen. Die fachgerechte Installation sollte Stromkreise und Airbag-Bereiche berücksichtigen. Eine zusätzliche 4G-Lösung benötigt weitere Hardware, eine SIM-Karte und gegebenenfalls Mobilfunk- oder Cloudkosten.
Wärme, Pflege und Sicherheit
Während längerer Aufnahmen erwärmt sich das Gehäuse spürbar. Die Lüftungsöffnungen bleiben deshalb frei. Der Hersteller nennt einen Betriebsbereich von −20 bis +70 Grad Celsius. Bei sehr hohen Innenraumtemperaturen kann sich die Kamera zum Schutz automatisch abschalten, wodurch auch eine Parküberwachung vorübergehend unterbrochen wird.
Für die Pflege verwende ich keine aggressiven Reinigungsmittel. Objektive und Scheiben sollten regelmäßig von Staub, Fett und Schmutz befreit werden. Auch die Klebehalterung und die Kabelführung kontrolliere ich gelegentlich, insbesondere nach heißen Tagen. Die Kamera darf während der Fahrt weder die Sicht noch sicherheitsrelevante Fahrzeugbereiche beeinträchtigen.
Bei Dashcam-Aufnahmen in Deutschland ist außerdem der Datenschutz zu beachten. Eine dauerhafte, anlasslose Speicherung des öffentlichen Straßenverkehrs ist nicht ohne Weiteres zulässig. Loop-Aufzeichnung und ereignisbezogene Sicherung unterstützen einen zurückhaltenderen Betrieb, ersetzen aber keine eigene Prüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Aufnahmen mit identifizierbaren Personen oder Kennzeichen sollten nicht ohne passende Rechtsgrundlage veröffentlicht werden.
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Persönlicher Eindruck
Mein stärkster Eindruck entsteht durch die konsequente 4K-Aufzeichnung auf beiden Kanälen. Ich muss nicht zwischen einer detailreichen Frontkamera und einer deutlich einfacheren Heckkamera abwägen. Bei Tageslicht liefert die A900 auf beiden Seiten genügend Reserven, um Bildausschnitte später genauer zu betrachten.
Gut gefällt mir außerdem, dass die Kamera nicht bei jeder Nutzung ein Smartphone verlangt. Das Display zeigt den Ausschnitt direkt, die Tasten übernehmen wichtige Grundfunktionen und die normale Aufzeichnung startet automatisch mit der Stromversorgung. Die App ergänzt diese Bedienung sinnvoll, statt den Basisbetrieb vollständig zu ersetzen.
„Die Dual-4K-Aufnahme ist im Alltag sofort nachvollziehbar, weil auch die rückwärtigen Bilder beim Vergrößern viele Details behalten.“
Die zeitgesteuerte HDR-Funktion empfinde ich als besonders angenehm. Ich muss nicht ständig daran denken, die Einstellung für Tag und Nacht manuell zu verändern. Auch die klare Dateisortierung in normale Videos, Ereignisse, Parkaufnahmen, Zeitraffer und Fotos erleichtert die spätere Suche.
„Die Einrichtung ist unkompliziert, aber für eine saubere versteckte Kabelführung sollte man deutlich mehr Zeit einplanen als für das reine Anbringen der Kameras.“
Als kleiner Nebenpunkt bleibt die fehlende deutsche Sprachsteuerung. Im Alltag stört mich das kaum, weil die physischen Tasten und die App zuverlässig funktionieren. Bei sehr dunklen Nachtfahrten sinkt die Erkennbarkeit bewegter Kennzeichen, wobei saubere Scheiben, eine passende Montage und ausreichende Beleuchtung das Ergebnis sichtbar beeinflussen.
Externe Erfahrungszusammenfassung
Die im Rahmen dieses Erfahrungsberichts berücksichtigten externen Erfahrungsberichte zeichnen insgesamt ein überwiegend positives Bild. Besonders häufig werden die hohe Tageslichtauflösung, die gleichwertige 4K-Aufzeichnung vorne und hinten, die verständliche Grundeinrichtung, das integrierte Display und die praktikable App hervorgehoben. Auch die Tonaufnahme wird in einem Praxistest als verständlich beschrieben.
Weitere Erfahrungen bestätigen, dass HDR bei kontrastreichen Szenen hilft und die zeitgesteuerte Umschaltung im Alltag nützlich ist. Die kabellose Übertragung größerer Dateien wird als zügig beschrieben. Einzelne Erfahrungsberichte berichten außerdem von funktionierenden 4G-Fernfunktionen mit zusätzlicher Hardware.
Als wiederkehrende Einschränkungen nennen externe Erfahrungen die schwächere Nachtqualität bei hohem Tempo, Bildrauschen an der Heckkamera, die Abhängigkeit der Schärfe von Fahrzeugvibrationen und die begrenzten Parkmodi. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Fahrzeug, Heckscheibentönung, Lichtverhältnissen und Firmware. Eine einzelne externe Erfahrung lässt sich deshalb nicht unverändert auf jedes Fahrzeug übertragen.
Alternativprodukte
VIOFO A329S 2CH
Die VIOFO A329S 2CH kostet etwa 359 Euro und zeichnet vorne mit 4K bei 60 Bildern pro Sekunde sowie hinten mit 2K bei 30 Bildern pro Sekunde auf. Sie bietet Wi-Fi 6, GPS, HDR, mehrere Parkmodi und den Anschluss großer externer SSDs. Ihr Nachteil für Nutzerinnen und Nutzer, die maximale Rückauflösung wünschen, ist die niedrigere Heckauflösung. Die 70mai A900 bietet hinten ebenfalls native 4K-Aufzeichnung und ist deutlich günstiger.
Vantrue N4 Pro S
Die Vantrue N4 Pro S liegt je nach Angebot bei etwa 350 bis 400 Euro und nimmt zusätzlich zum Front- und Heckbereich den Innenraum auf. Sie besitzt GPS, WLAN, ein 3,19-Zoll-Display, Parkfunktionen und Speicherunterstützung bis 1 Terabyte. Der Nachteil ist der höhere Preis und die jeweils betriebsabhängige Auflösungsverteilung. Die A900 kostet weniger und konzentriert ihre Ausstattung auf zwei hochauflösende Außenkameras.
Thinkware U3000 2CH
Die Thinkware U3000 2CH kostet ungefähr 579 Euro und kombiniert eine 4K-Frontkamera mit einer 2K-Heckkamera. Radar-Technik, umfangreiche Parkfunktionen, GPS und vernetzte Dienste gehören zum Konzept. Der Nachteil liegt im hohen Anschaffungspreis und in der geringeren Heckauflösung. Die 70mai A900 bietet für deutlich weniger Geld 4K an beiden Fahrzeugenden.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zur 70mai Dashcam 4K A900 im Test
Wie hoch ist die Auflösung der 70mai A900?
Die 70mai A900 nimmt vorne und hinten nativ mit 3840 × 2160 Pixeln auf. Beide Kameras erreichen dabei bis zu 30 Bilder pro Sekunde und besitzen einen Blickwinkel von 140 Grad. Die hohe Auflösung liefert bei Tageslicht viele Details für die spätere Betrachtung. Für die tatsächliche Erkennbarkeit spielen zusätzlich Licht, Bewegung, Scheibensauberkeit, Montage und Entfernung eine wichtige Rolle.
Kann die 70mai A900 gleichzeitig vorne und hinten in 4K aufnehmen?
Ja, die 70mai A900 zeichnet Front- und Heckkamera gleichzeitig in 4K mit jeweils 30 Bildern pro Sekunde auf. Dadurch stehen auch für die rückwärtige Situation viele Bildpunkte zur Verfügung. Der Dual-4K-Betrieb benötigt allerdings mehr Speicherplatz als eine Kombination mit niedriger auflösender Heckkamera. Für zuverlässige Aufnahmen empfiehlt 70mai eine schnelle U3-microSD-Karte.
Wie gut erkennt die 70mai A900 Kennzeichen?
Bei Tageslicht stellt die 70mai A900 Kennzeichen und andere Verkehrsdétails gut dar, sofern Abstand, Winkel und Bewegung passende Bedingungen bieten. HDR hilft bei Gegenlicht und starken Helligkeitsunterschieden. Bei Dunkelheit und höherem Tempo können bewegte Kennzeichen unschärfer erscheinen. Auch ein weiter Abstand, Regen, verschmutzte Scheiben und Fahrzeugvibrationen beeinflussen die Erkennbarkeit.
Welche Speicherkarte benötigt die 70mai A900?
Die 70mai A900 unterstützt microSD-Karten mit 32 bis 512 Gigabyte. Für die parallele Speicherung zweier 4K-Videoströme empfiehlt der Hersteller eine schnelle Karte der Klasse U3 oder eine vergleichbare Lösung. Im geprüften Angebot ist eine 64-GB-Karte enthalten. Wer regelmäßig lange Strecken fährt, erhält mit 128, 256 oder 512 Gigabyte deutlich mehr Aufnahmereserve.
Wie lange nimmt eine 64-GB-Speicherkarte auf?
Das Handbuch nennt bei hoher Videokomprimierung und eingeschalteter Audioaufnahme ungefähr 2,5 Stunden im Dual-Kanal-Betrieb mit einer 64-GB-Karte. Die tatsächliche Dauer hängt von Komprimierung, Einstellungen und Dateiverwaltung ab. Im Loop-Modus überschreibt die Kamera ältere normale Aufnahmen. Ereignisvideos werden in einem eigenen Bereich gespeichert und anders verwaltet.
Benötigt die 70mai A900 dauerhaft ein Smartphone?
Nein, der normale Aufnahmebetrieb funktioniert auch ohne dauerhaft verbundenes Smartphone. Die Kamera startet bei Stromversorgung automatisch und speichert Videos lokal auf der microSD-Karte. Das Smartphone wird vor allem für Einstellungen, Vorschau, Downloads, GPS-Strecken und Firmware-Funktionen benötigt. Ein 3,18-Zoll-Display und physische Tasten ermöglichen grundlegende Kontrollen direkt an der Kamera.
Welche App verwendet die 70mai A900?
Die 70mai A900 wird über die 70mai-App für Android und iOS eingerichtet und verwaltet. Die App zeigt eine chronologische Zeitleiste, sortiert Aufnahmen nach Kategorien und ermöglicht den Download der Videos. Front- und Heckaufnahmen lassen sich getrennt auswählen. Für die WLAN-Verbindung nennt das Handbuch mindestens Android 7.0 beziehungsweise iOS 12.0.
Unterstützt die 70mai A900 deutsche Sprachbefehle?
Die Sprachsteuerung der 70mai A900 unterstützt kein Deutsch. Zu den verfügbaren Sprachen gehören unter anderem Englisch, Chinesisch, Russisch, Japanisch, Vietnamesisch und Thai. Einzelne englische Befehle können Fotos auslösen, Videos sichern, Audio schalten oder den Hotspot steuern. Die Bedienung über Tasten und App bleibt unabhängig davon möglich.
Was zeichnet die HDR-Funktion der 70mai A900 aus?
HDR gleicht besonders helle und dunkle Bildbereiche stärker aus. Das ist bei Gegenlicht, hellen Scheinwerfern oder einem dunklen Straßenabschnitt hilfreich. Die Funktion steht für Front- und Heckkamera zur Verfügung und kann ein- oder ausgeschaltet sowie zeitgesteuert aktiviert werden. Dadurch lässt sich der Wechsel zwischen verschiedenen Lichtbedingungen automatisieren.
Wie funktioniert die gepufferte Notfallaufnahme?
Die A900 zeichnet während der Fahrt fortlaufend auf und kann bei einem erkannten Ereignis einen längeren Abschnitt vor dem Ereignis sichern. Je nach Einstellung sind bis zu 70, 130 oder 190 Sekunden Vorlauf sowie bis zu 30 Sekunden Nachlauf möglich. Die genaue Länge hängt vom Loop-Aufnahmezyklus ab. Die Dateien werden separat als Ereignisvideos abgelegt.
Kann die 70mai A900 im geparkten Fahrzeug aufnehmen?
Ja, die A900 unterstützt Parküberwachung mit geeigneter Dauerstromversorgung. Möglich sind Stoßerkennung und Zeitrafferaufnahmen. Die Überwachungsdauer lässt sich auf zwei, vier, acht, zwölf oder 24 Stunden begrenzen oder unbegrenzt einstellen. Für den Anschluss wird ein kompatibles Hardwire-Kit benötigt. Eine dauerhafte Überwachung öffentlicher Bereiche muss zusätzlich datenschutzrechtlich passend eingerichtet werden.
Welche Hardwire-Kits sind für die A900 geeignet?
Das Handbuch nennt die Modellreihen Midrive UP03 bis UP06 sowie UP11 und UP12. Das UP06 besitzt einen einstellbaren Unterspannungsschutz mit Schwellen von 11,8, 12,1 und 12,4 Volt bei 12-Volt-Fahrzeugen. Für 4G-Funktionen kommt eine passende Mobilfunklösung infrage. Vor dem Kauf sollten Modellversion, Firmware und konkreter Lieferumfang geprüft werden.
Verfügt die 70mai A900 über eine 4G-Fernüberwachung?
Die A900 kann mit 70mai 4G Cloud+ 2.0 erweitert werden. Dafür sind zusätzliche Mobilfunk-Hardware, eine geeignete SIM-Karte und gegebenenfalls laufende Daten- oder Cloudkosten erforderlich. Je nach Aktivierung sind Fernzugriff, Benachrichtigungen, Parkplatzfotos, Ortung und weitere Funktionen vorgesehen. Die vollständige Verfügbarkeit kann von Firmware, Region und Dienststatus abhängen.
Besitzt die 70mai A900 einen Akku?
Die A900 verwendet keinen klassischen Lithium-Ionen-Akku, sondern einen Superkondensator. Dieser dient der kurzfristigen Strompufferung und hilft dabei, Speichervorgänge bei einer plötzlichen Unterbrechung geordnet abzuschließen. Für längere Aufnahmen im geparkten Fahrzeug ist weiterhin eine externe Stromversorgung erforderlich. Der Hersteller nennt bis zu 500.000 Lade- und Entladezyklen unter eigenen Testbedingungen.
Wie wird die Heckkamera montiert?
Die RC44H-Heckkamera wird mit ihrem verstellbaren Befestigungsfuß an der Rückscheibe angebracht und über ein separates Kabel mit der Frontkamera verbunden. Der zylinderförmige Kamerakörper lässt sich zur Ausrichtung drehen. Das Kabel wird möglichst hinter Verkleidungen und Dichtungen nach vorne geführt. Bei einer beweglichen Heckklappe muss ausreichend Spiel für die Öffnungsbewegung bleiben.
Kann die Heckkamera als Rückfahrkamera verwendet werden?
Die RC44H liefert ein Livebild des Bereichs hinter dem Fahrzeug und kann beim Rangieren hilfreich sein. Die Ansicht lässt sich über die App auf einem kompatiblen Smartphone kontrollieren. Das Bild hängt von Kamerahöhe, Winkel, Scheibentönung, Regen und Verschmutzung ab. Das System ersetzt keine vollständig integrierte Rückfahrkamera mit automatischer Aktivierung und Einparkhilfslinien.
Welche Anschlüsse besitzt die 70mai A900?
Die Frontkamera besitzt einen USB-C-Anschluss für die Stromversorgung sowie einen separaten Anschluss für das Kabel der Heckkamera. Zum Lieferumfang gehört ein 12-Volt-Fahrzeugadapter mit zusätzlichem USB-A-Anschluss. Außerdem liegt ein USB-Datenkabel für die Verbindung mit einem Computer bei. Während der USB-Verbindung stoppt die reguläre Videoaufzeichnung.
Wie wird die 70mai A900 gepflegt?
Für eine dauerhaft klare Aufnahme sollten Objektive und Scheiben regelmäßig mit geeigneten Reinigungstüchern gesäubert werden. Aggressive Reiniger und chemische Lösungsmittel sind am Gerät zu vermeiden. Die Lüftungsöffnungen müssen frei bleiben, damit Betriebswärme abgeführt werden kann. Zusätzlich ist es sinnvoll, Klebehalterungen, Kabel und Speicherkarten in regelmäßigen Abständen auf sicheren Sitz und zuverlässige Funktion zu kontrollieren.
Ist die Nutzung einer Dashcam in Deutschland erlaubt?
Das Anbringen einer Dashcam ist in Deutschland nicht generell verboten. Eine dauerhafte, anlasslose Speicherung des öffentlichen Straßenverkehrs ist jedoch datenschutzrechtlich problematisch. Die A900 bietet Loop-Aufzeichnung und ereignisbezogene Sicherung, was eine zurückhaltendere Nutzung unterstützt. Die mögliche Verwertbarkeit einer Aufnahme in einem Unfallhaftpflichtprozess und ihre datenschutzrechtliche Zulässigkeit sind getrennt zu beurteilen.
Welche Garantie bietet 70mai auf die A900?
Der offizielle deutsche 70mai-Shop nennt 24 Monate Garantie auf Dashcams und Dashcam-Zubehör bei Käufen über den offiziellen Shop. Bei anerkannten Hardwaredefekten kann nach den Garantiebedingungen eine Reparatur oder ein Austausch erfolgen. Für Käufe über andere Händler gelten deren Abwicklungswege. Die gesetzlichen Gewährleistungsrechte gegenüber dem Verkäufer bleiben davon getrennt.
Vorstellung der Marke 70mai
70mai wurde 2016 in Shanghai gegründet und konzentriert sich auf intelligente Automobilelektronik. Die Marke entwickelt Dashcams, Rückkameras, Mobilfunkmodule, Hardwire-Kits und weitere Fahrzeugtechnik. Nach der Einführung eines intelligenten Rückspiegels in China folgte die internationale Ausweitung des Angebots.
Die erklärte Philosophie von 70mai verbindet Fahrsicherheit, Vernetzung und Alltagstauglichkeit. Dazu gehören ereignisbezogene Aufzeichnungen, GPS, ADAS, Smartphone-Zugriff, OTA-Aktualisierungen und kompakte Bauformen. Bei der A900 zeigen sich diese Schwerpunkte in der Dual-4K-Aufzeichnung, der App, der optionalen 4G-Anbindung und der gepufferten Notfallaufnahme.
Zum Produktangebot gehören einfache Einzelkameras, Geräte mit Display, Zweikanal-Systeme, Drei-Kanal-Lösungen, Rückkameras und Zubehör für Dauerstromversorgung oder Mobilfunk. Das Unternehmen nennt eine Präsenz in mehr als 100 Ländern und Verkäufe von zwei Millionen Dashcams innerhalb eines Jahres. Diese Angaben stammen aus der Unternehmenskommunikation.
Für Käufe im offiziellen deutschen Shop werden 24 Monate Garantie genannt. Der Kundensupport ist über Website, E-Mail, App und weitere Kontaktwege erreichbar. Genannt werden unter anderem help@70mai.com und für den deutschen Store onlinehelp@70mai.com. Die Garantiebedingungen enthalten Ausschlüsse, etwa bei missbräuchlicher Nutzung, unerlaubten Änderungen oder ungeeigneter Stromversorgung.
Fazit
Die 70mai Dashcam 4K A900 überzeugt im einwöchigen Test vor allem mit ihrer nativen 4K-Aufzeichnung an Front- und Heckkamera. Das integrierte Display, die physischen Tasten, Wi-Fi 6, GPS, die übersichtliche App und die gepufferte Notfallaufnahme machen das System im Alltag angenehm vielseitig. Bei Tageslicht entstehen detailreiche Aufnahmen, während HDR kontrastreiche Szenen ausgewogener darstellt.
Besonders empfehlenswert ist die A900 für preisbewusste Autofahrerinnen und Autofahrer, die vor und hinter dem Fahrzeug eine hochauflösende Dokumentation wünschen. Auch technisch interessierte Menschen, die lokale Speicherung und optionale Erweiterungen wie 4G schätzen, erhalten eine umfangreiche Ausstattung. Die Nachtqualität und der Parkmodus sollten passend zu den eigenen Anforderungen eingeordnet werden.
Für diese Zielgruppe spreche ich eine klare Kaufempfehlung aus. Das Verhältnis aus 159,99 Euro im Angebot, Dual-4K, Display, GPS und App-Funktionen ist im Alltag überzeugend. Mein Erfahrungsbericht zeigt die A900 als gut ausgestattete Dashcam, die ihre wichtigsten Stärken besonders bei Tageslicht und im normalen Fahrbetrieb ausspielt.










