Wer regelmäßig Teppiche, Polster und Matratzen reinigt, merkt schnell, dass sich feiner Staub nicht nur auf glatten Böden sammelt. In meinem Erfahrungsbericht zum Vivenso Wasserstaubsauger und Luftreiniger interessiert mich deshalb besonders, wie sich das Wasserfiltersystem im Alltag verhält und welchen zusätzlichen Nutzen die motorisierte Pro-Aqua Elektrodüse ESB auf textilen Oberflächen bringt. Meine Erfahrungen über sieben Tage zeigen ein vielseitiges Reinigungssystem, das deutlich mehr Vorbereitung und Nachpflege verlangt als ein klassischer Bodenstaubsauger, dafür aber ungewöhnlich viele unterschiedliche Anwendungen miteinander verbindet.
Im Mittelpunkt meines Tests steht der Vivenso Wasserstaubsauger – Luftreiniger. Zusätzlich nutze ich die separat erhältliche Pro-Aqua Elektrodüse ESB intensiv auf einem hochflorigen Teppich, einem hellen strukturierten Sofa und einer Matratze. Aus dem Zubehörset Classic kommt außerdem der Naturhaar-Staubpinsel zum Einsatz. Besonders aussagekräftig ist für mich die Matratzenreinigung, weil sich die während des Saugens aufgenommenen Verschmutzungen anschließend im transparenten Wasserbehälter unmittelbar sehen lassen.
Der Vivenso kostet aktuell ca. 927 EUR. Die Elektrodüse ESB liegt bei ca. 390 EUR und das Zubehörset Classic bei ca. 164 EUR. Damit bewegt sich das vollständig ausgestattete System deutlich oberhalb eines üblichen Bodenstaubsaugers. Im Gegenzug kombiniert der Vivenso Wasserfilterung, Trocken- und Nassaufnahme, Luftwäsche, Blasfunktion und ein umfangreiches modulares Zubehörsystem.
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Vivenso Wasserstaubsauger: Wasser statt Staubbeutel
Der zentrale Unterschied zu einem klassischen Staubsauger liegt im Wasserfiltersystem mit zweistufigem Separator. Der aufgenommene Staub landet nicht in einem Beutel, sondern wird über den Luftstrom in den mit Wasser gefüllten transparenten Behälter geleitet. Dadurch kann ich nach dem Saugen unmittelbar sehen, was sich im Wasser gesammelt hat.
Für normales Trockensaugen fülle ich etwa 2,5 bis drei Liter kaltes Wasser ein. Der transparente Behälter sitzt unter dem separaten Motorkopf und lässt sich zum Befüllen, Entleeren und Reinigen vollständig abnehmen. Das System benötigt deshalb zwar keinen klassischen Staubbeutel, verlangt dafür nach jedem Einsatz eine konsequente Reinigung des Wasserbehälters.
Über den großen Drehregler auf der Front stelle ich die Leistung stufenlos ein. Die Betriebsbereiche AIR, CLEAN und WET lassen sich direkt am Bedienfeld erkennen. CLEAN nutze ich im Test für das normale Saugen und für die Elektrodüse, während AIR für die separate Luftwäsche vorgesehen ist. WET gehört zur direkten Aufnahme von Flüssigkeiten und wird nicht mit der elektrischen Powerbrush kombiniert.
Technische Daten des Vivenso
- Produkt: Vivenso Wasserstaubsauger – Luftreiniger
- Hersteller: PRO-AQUA International GmbH
- Artikelnummer: 700-001
- Geräteart: Wasserstaubsauger mit Separator und Luftwäsche
- Netzspannung: 220–240 Volt
- Netzfrequenz: 50/60 Hz
- Leistungsaufnahme: maximal 650 Watt nach aktueller technischer Herstellerangabe
- Leistungsregelung: stufenlos
- Wasserfüllmenge beim Trockensaugen: ca. 2,5–3 Liter
- Abmessungen: ca. 38 × 35 × 45 cm
- Gewicht ohne Wasser: ca. 6,8 kg
- Gewicht mit üblicher Wasserfüllung: ca. 9,8 kg
- Filtersystem: Wasserfilter mit zweistufigem Separator
- Betriebsarten: AIR, CLEAN und WET
- Standardschlauch: drei Meter
- Saugrohr: höhenverstellbares Edelstahl-Teleskoprohr
- Fahrgestell: Basis mit vier beweglichen Rollen
- Luftwäsche: separat nutzbar
- Zeitschaltung: automatische Abschaltung nach 20 Minuten in der niedrigsten AIR-Stellung
- Nassaufnahme: mit dafür vorgesehenem Standardschlauch möglich
- Blasfunktion: über rückseitigen Luftaustritt
- Herstellung: Deutschland
- Preis: ca. 927 EUR
Das Gerät wirkt auf mich solide und deutlich massiver als ein kompakter Standardstaubsauger. Der weiße Motorkopf sitzt über dem transparenten Behälter, seitliche Verschlüsse halten die Komponenten zusammen. Durch den oberen Griff kann ich den Motorkopf tragen, während der Wasserbehälter einen eigenen schwarzen Bügel besitzt.
Mit Wasser steigt das Gewicht auf knapp zehn Kilogramm. Auf einer Ebene relativiert sich das durch die vier Rollen deutlich, beim Tragen zwischen Etagen bleibt es aber ein spürbar großes Reinigungssystem. Auch beim Verstauen muss mehr Platz eingeplant werden als bei einem kleinen Bodenstaubsauger.
Besondere Funktionen des Vivenso
- beutelloses Wasserfiltersystem
- zweistufiger Separator
- transparenter Schmutzwasserbehälter
- stufenlose Leistungsregelung
- separate Luftwäsche
- 20-Minuten-Automatik in der niedrigsten AIR-Stufe
- Trocken- und Nassaufnahme
- Blasfunktion
- Vakuumierfunktion mit geeignetem Zubehör
- erweiterbar durch Elektrodüsen und weitere Reinigungssysteme
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Lieferumfang des Vivenso-Grundgeräts
Zum Grundgerät gehören neben Wasserbehälter und Fahrgestell eine umschaltbare Bodendüse, eine Polsterdüse, der drei Meter lange konische Saugschlauch, ein Reinigungstuch, 100 ml Eco CleanAir Hygiene- und Pflegemittel, eine Fugendüse, der Reinigungsschlüssel für den Separator, das Edelstahl-Teleskoprohr und eine Parkhalterung.
Wichtig ist die Abgrenzung zum hier verwendeten Testaufbau: Die Elektrodüse ESB und das Zubehörset Classic gehören nicht automatisch zum Grundgerät. Beide werden separat verkauft. Gerade die im Test besonders ausführlich behandelten Teppich-, Polster- und Matratzenanwendungen mit der motorisierten Bürste setzen deshalb zusätzliches Zubehör voraus.
Zubehör für den Vivenso im Test
Pro-Aqua Elektrodüse ESB
Die Pro-Aqua Elektrodüse ESB ist das wichtigste zusätzliche Zubehör in meinem Praxistest. Die schwarze Powerbrush besitzt eine elektrisch angetriebene Bürstenwalze, eine breite LED-Leiste, ein Dreh-Kipp-Gelenk und eine grüne Betriebsanzeige. Laut technischen Herstellerangaben arbeitet die Düse mit 150 Watt und erreicht abhängig vom Bodenbelag bis zu 7.500 Bürstenumdrehungen pro Minute.
Zum System gehören ein elektrifizierter Saugschlauch und ein höhenverstellbares Edelstahlrohr mit integrierter Stromleitung. Dadurch muss ich beim Aufbau nicht nur Saugschlauch und Rohr mechanisch verbinden, sondern zusätzlich die elektrische Verbindung korrekt herstellen. Im Test nutze ich die Powerbrush auf Teppich, Sofa und Matratze.
Die ESB ist ausschließlich für trockene Anwendungen vorgesehen. Sie ist kein Waschsaugeraufsatz und darf keine Flüssigkeiten aufnehmen. Für eine echte Sprühextraktionsreinigung benötigt der Vivenso ein anderes, separat erhältliches System.
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Pro-Aqua Zubehörset Classic
Das Zubehörset Classic erweitert den Vivenso um kleinere und speziellere Haushaltsaufgaben. Zum Set gehören unter anderem Multifunktionsaufsatz, Mikrofasertuch, Naturhaar-Staubpinsel, zusätzliches Mikrofasertuch, Duftöle, Abflussadapter, Aufblasspitze mit Verlängerung und ein Zubehörhalter.
Für meinen Praxistest ist vor allem der Naturhaar-Staubpinsel relevant. Er wird direkt am Sauggriff eingesetzt und kombiniert weiche Borsten mit der Saugströmung. Dadurch lässt sich oberflächlich anhaftender Staub lösen und gleichzeitig aufnehmen, anstatt ihn lediglich von einer Fläche auf die nächste zu bewegen.
Das Set kostet ca. 164 EUR. Sinnvoll finde ich es vor allem dann, wenn mehrere der enthaltenen Aufsätze tatsächlich regelmäßig genutzt werden. Wer nur den Staubpinsel benötigt, sollte den Mehrwert des kompletten Sets individuell abwägen.
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Produkttest: sieben Tage mit dem Vivenso
Ich beschäftige mich als Einrichtungsberaterin täglich mit Wohnkomfort, Möbeln, Matratzen und funktionalen Lösungen für den Haushalt. Bei einem Reinigungssystem wie dem Vivenso interessiert mich deshalb nicht nur die reine Saugfunktion. Entscheidend sind für mich auch die Handhabung rund um Möbel und textile Oberflächen, der Aufwand vor und nach dem Saugen sowie die Frage, ob das umfangreiche Zubehör im Alltag tatsächlich einen praktischen Mehrwert bietet.
Über sieben Tage nutze ich den Vivenso in verschiedenen typischen Wohnsituationen. Den Schwerpunkt lege ich bewusst auf vier Anwendungen, die tatsächlich durchgeführt werden: hochfloriger Teppich mit der ESB, Polster mit der ESB, Matratze mit der ESB und Staubentfernung mit dem Naturhaar-Staubaufsatz. Die Matratzen-, Polster- und Teppichreinigung erfolgt trocken. Eine Sprühextraktion oder Fleckenwäsche findet mit der Elektrodüse nicht statt.
Meine Testkriterien:
- Verpackung und Lieferzustand
- Aufbau und Verarbeitung des Grundgeräts
- Montage von Wasserbehälter und Motorkopf
- Befüllen des Wasserbehälters
- Anschluss von Schlauch und Teleskoprohr
- Bedienung der Leistungsregelung
- Führung des Geräts auf Rollen
- Handhabung der Elektrodüse ESB
- Beleuchtung und Sichtkontrolle
- Teppichreinigung
- Polsterreinigung
- Matratzenreinigung
- Staubentfernung mit Naturhaar-Staubpinsel
- sichtbare Schmutzaufnahme im Wasser
- Entleerung und Pflege des Wasserbehälters
- Reinigung des Separators
- Aufbewahrung und Platzbedarf
Unboxing und erster Aufbau
Beim Auspacken fällt zunächst auf, dass das System aus mehreren klar getrennten Komponenten besteht. Grundgerät, transparenter Wasserbehälter, Fahrgestell, Schläuche, Teleskoprohre und verschiedene Düsen nehmen deutlich mehr Raum ein als bei einem einfachen Kompaktstaubsauger. Die zusätzlichen Zubehörkartons sind separat verpackt.
Am Vivenso selbst kann ich Motorkopf und Wasserbehälter voneinander trennen. Für den normalen Trockeneinsatz fülle ich kaltes Wasser ein, bis die Ansaugeinheit leicht bedeckt ist. Anschließend setze ich den Behälter von hinten schräg in das Fahrgestell ein und drücke den vorderen Bereich nach unten.
Danach kommt der Motorkopf auf den Behälter. Die seitlichen Verschlüsse sorgen für den festen Sitz. Bei der ESB montiere ich zusätzlich den elektrifizierten Schlauch, das entsprechende Teleskoprohr und den Bürstenkopf.
Tag eins: Bedienung und normales Trockensaugen
Am ersten Tag konzentriere ich mich auf den grundsätzlichen Umgang mit dem Vivenso. Der Drehregler auf der Vorderseite lässt sich gut erreichen und ermöglicht eine stufenlose Anpassung. Für die normale Reinigung stelle ich den Regler auf den Bereich CLEAN.
Die drei Bezeichnungen AIR, CLEAN und WET sind nach kurzer Orientierung schnell verstanden, beim ersten Einsatz muss ich aber einmal in der Anleitung nachsehen, welche Stellung für welchen Zweck vorgesehen ist. Danach ist die Zuordnung unkompliziert: AIR nutze ich für die Luftwäsche, CLEAN für die normale Trockenreinigung und WET für die dafür vorgesehene Flüssigkeitsaufnahme.
Das Gerät rollt auf glatten Böden ordentlich hinter mir her. Das Eigengewicht fällt dadurch während des Saugens weniger auf als beim Anheben. Beim Umsetzen über Schwellen oder beim Tragen auf eine andere Etage merke ich die knapp zehn Kilogramm mit Wasser dagegen deutlich.
Beim Wechsel zwischen den Räumen fällt mir außerdem auf, dass das Netzkabel nicht automatisch eingezogen wird. Nach der Reinigung muss ich es deshalb selbst aufwickeln beziehungsweise verstauen. Das kostet nur wenig zusätzliche Zeit, ist im Vergleich zu Staubsaugern mit automatischer Kabelaufwicklung aber weniger komfortabel.
Der transparente Behälter verändert die Wahrnehmung des Reinigungsvorgangs. Statt eines geschlossenen Beutels sehe ich nach dem Saugen direkt, wie sich das Wasser verfärbt. Diese Sichtkontrolle ist für mich einer der charakteristischsten Unterschiede zu einem klassischen Staubsauger.
Tag zwei: hochfloriger Teppich mit der Elektrodüse ESB
Für den Teppichtest verwende ich einen hellgrauen bis graubeigen Hochflorteppich. Auf einem solchen Flor ist eine passive Bodendüse nicht automatisch leicht zu führen, weil sich längere und weichere Fasern stärker gegen den Bürstenkopf bewegen. Gerade deshalb interessiert mich, wie sich die motorisierte Powerbrush verhält.
Nach dem Anschluss des elektrifizierten Schlauchs und des Teleskoprohrs bringe ich die ESB in Arbeitsposition. Die grüne Betriebsleuchte zeigt den aktiven Zustand an, während die breite LED-Leiste den Bereich unmittelbar vor der Düse deutlich aufhellt. Auf dem hellen Teppich sehe ich dadurch besonders gut, welche Bahn ich gerade bearbeite.
Beim Vorschieben und Zurückziehen spüre ich die mechanische Arbeit der Bürstenwalze im Flor. Die Düse wird nicht einfach nur über die Oberfläche gezogen, sondern bearbeitet die Teppichfasern zusätzlich zur eigentlichen Saugströmung. Auf dem hohen Flor entsteht dadurch mehr Widerstand als auf einem glatten Boden, trotzdem lässt sich die Düse kontrolliert führen.
Besonders positiv empfinde ich das Dreh-Kipp-Gelenk. Richtungsänderungen funktionieren damit natürlicher, als wenn der Bürstenkopf starr am Rohr sitzen würde. Bei langen Fransen würde ich allerdings vorsichtiger arbeiten, weil sich solche Fasern in einer motorisierten Walze verfangen können.
Die Reinigung bleibt vollständig trocken. Es wird kein Wasser auf den Teppich gesprüht. Aufgenommene Partikel werden stattdessen über den Schlauch in den Wasserbehälter des Vivenso transportiert. Genau diese Trennung zwischen mechanischer Bürstenbearbeitung und Wasserfilterung im Grundgerät sollte nicht mit einer Teppichwäsche verwechselt werden.
Tag drei: Polsterreinigung auf dem hellen Sofa
Am dritten Tag wechsle ich auf ein helles Sofa mit deutlich geripptem Stoffbezug. Die parallelen Vertiefungen der Oberfläche sind für den Test interessant, weil sich Staub und feine Partikel gerade zwischen solchen Strukturen sammeln können.
Ich verwende bewusst wieder die große Elektrodüse ESB und nicht die kleinere Standard-Polsterdüse. Die breite Auflagefläche deckt auf der Sitzfläche schnell einen größeren Bereich ab. Gleichzeitig muss ich sauber ansetzen, damit der Bürstenkopf möglichst flächig auf dem Bezug aufliegt.
Die LED-Leiste ist hier besonders hilfreich. Sie beleuchtet die ausgeprägten Rippen des Stoffes und macht den unmittelbaren Arbeitsbereich deutlich sichtbar. Beim langsamen Führen über die Sitzfläche sehe ich dadurch gut, wo ich bereits gearbeitet habe.
Die motorisierte Walze bearbeitet den Stoff mechanisch. Auf diesem relativ festen Bezug funktioniert das kontrolliert. Bei lockerer gewebten, empfindlichen oder sehr weichen Polsterstoffen würde ich vorab unbedingt die Pflegehinweise des Möbelherstellers prüfen.
An den großen ebenen Sitzflächen gefällt mir die ESB gut. In schmalen Zwischenräumen zwischen Sitz- und Rückenpolstern ist der breite Bürstenkopf naturgemäß weniger praktisch. Dort ist eine kompaktere Polster- oder Fugendüse konstruktiv im Vorteil.
Auch dieser Test ist eine trockene Polsterreinigung. Die Powerbrush sprüht weder Wasser noch Reinigungsmittel auf das Sofa. Flecken werden deshalb nicht wie bei einer Sprühextraktionsreinigung ausgewaschen.
Tag vier: Matratzenreinigung mit sichtbarem Ergebnis im Wasser
Die Matratzenreinigung ist für mich der interessanteste Teil des Tests. Die helle Matratze besitzt einen abgesteppten Bezug mit vielen Nähten und gepolsterten Feldern. Gerade diese Vertiefungen verlangen eine kontrollierte Führung, weil der Bürstenkopf nicht nur auf einer völlig ebenen Fläche arbeitet.
Ich führe die ESB langsam Bahn für Bahn über die Matratzenoberfläche. Die breite Arbeitsfläche deckt größere Bereiche schnell ab, während die LED-Beleuchtung Nähte und Vertiefungen besser sichtbar macht. Die Bürstenwalze arbeitet direkt auf dem textilen Bezug und unterstützt das Lösen von Partikeln, die anschließend abgesaugt werden.
Besonders aufmerksam arbeite ich über den Nähten und den Übergängen zwischen den abgesteppten Bereichen. Dort reduziere ich die Geschwindigkeit etwas, damit die Düse gleichmäßig aufliegt. Der Bezug bleibt während der gesamten Anwendung trocken, weil auch hier keine Reinigungsflüssigkeit aufgebracht wird.
Nach dem Saugen nehme ich den transparenten Wasserbehälter ab. Das Ergebnis ist deutlich sichtbar: Das Wasser ist grau-bräunlich verfärbt und auf der Oberfläche hat sich eine helle Schaumschicht gebildet. Zusätzlich erkenne ich dunkle Partikel im Wasser. Die Transparenz des Behälters macht die aufgenommene Verschmutzung unmittelbar nachvollziehbar.
Wichtig ist für mich trotzdem eine sachliche Einordnung. Aus der Wasserfarbe lässt sich erkennen, dass Schmutz aufgenommen wurde. Daraus kann ich aber weder eine bestimmte Schmutzmenge in Gramm noch eine nachgewiesene Reduktion von Milben, Allergenen oder Mikroorganismen ableiten.
Gerade deshalb finde ich die Matratzenanwendung überzeugend dokumentierbar: Ich sehe eine reale Schmutzaufnahme, ohne daraus medizinische oder mikrobiologische Aussagen abzuleiten. Für empfindliche Matratzenbezüge würde ich vorab ebenfalls die Materialeignung prüfen.
Tag fünf: Staubentfernung mit dem Naturhaar-Staubpinsel
Am fünften Tag wechsle ich bewusst von großen textilen Flächen zu kleineren Oberflächen. Dafür kommt der Naturhaar-Staubpinsel aus dem Classic-Set direkt auf den Sauggriff.
Die Borsten fühlen sich deutlich weicher an als eine harte Kunststoffdüse. Beim Führen über geeignete Möbeloberflächen lösen sie oberflächlich anhaftenden Staub, während die Saugöffnung direkt dahinter arbeitet. Dadurch muss ich den gelösten Staub nicht erst mit einem separaten Tuch aufnehmen.
Für empfindlichere Gegenstände lässt sich über die Luftregulierung am Griff die Saugwirkung reduzieren. Das ist gerade bei leichteren Dekorationsobjekten sinnvoll, damit nichts unnötig verrutscht. Auf heißen Gegenständen würde ich den Pinsel nicht verwenden.
Im Vergleich zu den großen ESB-Anwendungen ist dieser Test weniger spektakulär, im Alltag aber sinnvoll. Der Staubpinsel zeigt, dass der Vivenso nicht nur auf Bodenflächen ausgelegt ist, sondern sich mit passendem Zubehör auch für kleinere Reinigungsaufgaben einsetzen lässt.
Tag sechs: Luftwäsche, Bedienung und Raumhandling
Am sechsten Tag nutze ich die AIR-Funktion. Dabei wird keine Bodenfläche gereinigt. Stattdessen saugt der Vivenso Raumluft an und führt sie durch das Wasserfiltersystem.
In der niedrigsten AIR-Stufe schaltet sich das Gerät nach 20 Minuten automatisch ab. Das empfinde ich als praktisch, weil ich für einen begrenzten Luftwäsche-Zyklus nicht ständig auf die Uhr sehen muss. Eine medizinische Verbesserung der Raumluft oder eine konkrete Allergenreduktion bewerte ich dabei nicht.
Im Alltag fällt mir erneut der Platzbedarf des Systems auf. Grundgerät, Schläuche, Rohre, Powerbrush und weiteres Zubehör benötigen einen festen Aufbewahrungsplatz. Wer sehr wenig Stauraum besitzt, sollte das vor dem Kauf berücksichtigen.
Tag sieben: Entleerung, Reinigung und Pflege
Der letzte Testtag gehört bewusst der Pflege, denn bei einem Wasserstaubsauger endet die Arbeit nicht mit dem Ausschalten. Ich ziehe den Netzstecker, nehme den Motorkopf ab und entleere das verschmutzte Wasser vollständig.
Anschließend wische ich den Wasserbehälter aus. Auch die Unterseite des Motorkopfs wird feucht gereinigt und danach getrocknet. Der Separator lässt sich mit dem dafür vorgesehenen Werkzeug abnehmen und von Rückständen befreien.
Beim Separator ist wichtig, dass die Befestigung mit einem Linksgewinde arbeitet. Nach der Reinigung setze ich ihn wieder korrekt ein. Die Verschlüsse lasse ich offen, und der Bügel des Wasserbehälters kommt in die vorgesehene Trocknungsstellung.
Dieser Pflegeaufwand ist aus meiner Sicht der größte Unterschied zu einem normalen Staubsauger mit Beutel oder Staubbox. Dafür bleibt kein Schmutzwasser über längere Zeit im Gerät. Wer bereit ist, diese Routine nach dem Saugen konsequent einzuhalten, bekommt ein sehr transparentes Reinigungssystem.
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Was kostet eine professionelle Teppich-, Polster- oder Matratzenreinigung?
Der hohe Kaufpreis lässt sich besser einordnen, wenn man typische Preise professioneller Reinigungsdienste betrachtet. Für eine Polsterreinigung werden je nach Anbieter und Stoff häufig ungefähr 15 bis 50 EUR pro Sitzplatz berechnet. Eine Matratzenreinigung liegt häufig etwa zwischen 30 und 90 EUR, während lose Teppiche je nach Material und Flor ungefähr 10 bis 40 EUR pro Quadratmeter kosten können.
Diese Zahlen bedeuten allerdings nicht, dass sich der Vivenso nach einer bestimmten Anzahl von Einsätzen automatisch „amortisiert“. Eine professionelle Sprühextraktion, Teppichwäsche oder Spezialreinigung ist technisch nicht dasselbe wie die trockene Reinigung mit der ESB. Auch Anfahrt, Mindestauftragswerte, Material, Verschmutzungsgrad und Zusatzbehandlungen beeinflussen die Preise erheblich.
Für mich ist der Vergleich deshalb eher eine wirtschaftliche Orientierung. Wer regelmäßig mehrere Teppiche, Sofas, Matratzen und weitere textile Flächen selbst pflegt, kann einen hohen Gerätepreis anders bewerten als ein Haushalt, der nur gelegentlich einen Teppich absaugt. Die eigentliche Stärke des Vivenso liegt dabei nicht in einer einzelnen Spezialreinigung, sondern in der Kombination mehrerer Anwendungen innerhalb eines Systems.
Persönlicher Eindruck
Meine Erfahrungen mit dem Vivenso fallen vor allem bei der Transparenz des Wasserfiltersystems positiv aus. Nach Teppich-, Polster- und insbesondere Matratzenreinigung sehe ich im Behälter unmittelbar, dass Partikel aufgenommen wurden. Gleichzeitig verlangt das System mehr Mitarbeit als ein klassischer Staubsauger, weil Wasser eingefüllt, anschließend entsorgt und das Gerät danach gründlich getrocknet werden muss.
„Bei der Matratzenreinigung ist für mich der Blick in den Wasserbehälter der eindrucksvollste Moment. Ich sehe direkt, was während des Saugens im Wasser landet, ohne daraus irgendwelche medizinischen Aussagen ableiten zu müssen.“
Die Elektrodüse gehört für meine Nutzung zu den wichtigsten Erweiterungen. Auf Teppich, Sofa und Matratze empfinde ich die Kombination aus motorisierter Walze und Beleuchtung als praktisch. Der relativ breite Bürstenkopf ist dagegen nicht für jeden engen Zwischenraum ideal, was sich mit kleineren Düsen gut ergänzen lässt.
„Die ESB macht aus dem Vivenso für mich erst ein wirklich interessantes System für textile Wohnbereiche. Gerade bei Matratze und Teppich nutze ich die mechanische Bürstenwirkung deutlich bewusster als eine normale passive Bodendüse.“
Alternativprodukte im Vergleich
Eine deutlich günstigere Alternative ist der Kärcher DS 6 Wasserfiltersauger ab ca. 259 EUR. Er arbeitet ebenfalls mit Wasserfilterung, besitzt 650 Watt Leistung und einen Zwei-Liter-Wasserfilterbehälter. Zusätzlich kommen Zwischenfilter und HEPA-13-Filter zum Einsatz. Praktisch ist die automatische Kabelaufwicklung, die beim Vivenso fehlt. Dafür bietet der Vivenso mit Luftwäsche, Blasfunktion, längerem Standardschlauch und dem modularen Zubehörsystem mehr Einsatzmöglichkeiten.
Der THOMAS AQUA+ PET & FAMILY kostet im Hersteller-Shop ca. 275 EUR und verfolgt einen anderen Schwerpunkt. Neben einem Aqua-Filterbehälter besitzt er eine integrierte Sprühextraktionsfunktion. Wer vor allem Teppiche und Polster feucht reinigen möchte, erhält diese Funktion damit bereits innerhalb des Gerätekonzepts. Beim Vivenso ist dafür zusätzliches Spezialzubehör notwendig. Dafür ist das Pro-Aqua-System stärker als modularer Wasserstaubsauger mit Luftwäsche und verschiedenen Erweiterungen aufgebaut.
Als technische Vergleichsgröße zur Elektrodüse eignet sich die SEBO Elektroteppichbürste ET-1 für ca. 249–269 EUR. Sie besitzt einen eigenen Elektromotor, Dreh-Kipp-Gelenk und eine vierstufige Bürstenhöhenverstellung. Eine solche Höheneinstellung ist bei der ESB nicht dokumentiert. Die Vivenso-Düse bietet dafür LED-Beleuchtung und ist direkt in das elektrische Schlauch- und Rohrsystem des Vivenso eingebunden. Ein Austausch zwischen beiden Systemen ist nicht möglich.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Vivenso Wasserstaubsauger
Wie gut reinigt der Vivenso Teppiche, Matratzen und Polster?
Mit der optionalen Elektrodüse ESB eignet sich der Vivenso sehr gut für die trockene Bearbeitung geeigneter Teppiche, Polster und Matratzen. Die motorisierte Bürstenwalze ergänzt die Saugleistung durch mechanische Bewegung der textilen Fasern. Im Praxistest kommt sie auf allen drei Oberflächen zum Einsatz. Besonders nach der Matratzenreinigung ist deutlich verfärbtes Wasser sichtbar. Eine konkrete prozentuale Schmutzentfernung lässt sich daraus jedoch nicht ableiten.
Ist der Vivenso für Allergiker geeignet?
Der Vivenso verwendet Wasser und Separator als zentrales Filtersystem, sodass aufgesaugter Staub anschließend mit dem Wasser entsorgt werden kann. Ein älteres IUG-Zertifikat bescheinigte dem System eine Allergikereignung, das vorliegende Dokument nennt allerdings Anfang 2022 als Ablaufdatum. Deshalb sollte daraus keine aktuelle medizinische Garantie abgeleitet werden. Eine vollständige Entfernung sämtlicher Allergene oder eine individuelle gesundheitliche Verbesserung kann ein Praxistest nicht belegen.
Wie viel Wasser benötigt der Vivenso?
Für normales Trockensaugen und die Luftwäsche werden etwa 2,5 bis drei Liter kaltes Wasser verwendet. Die Ansaugeinheit soll dabei leicht mit Wasser bedeckt sein. Bei stark verschmutztem Wasser kann ein früherer Wechsel sinnvoll sein. Nach dem Einsatz wird das Wasser vollständig entsorgt. Eine Ausnahme ist die direkte Nassaufnahme, bei der laut Anleitung zunächst mit leerem Wasserbehälter begonnen wird.
Wie aufwendig ist die Reinigung nach dem Staubsaugen?
Die Reinigung ist aufwendiger als bei vielen klassischen Staubsaugern. Nach dem Saugen entleere ich den Wasserbehälter, wische ihn aus und trockne auch die Unterseite des Motorkopfs. Zusätzlich lässt sich der Separator zur gründlichen Reinigung abnehmen. Vor der Lagerung sollte das System vollständig trocknen. Genau dieser Pflegeaufwand ist ein wichtiger Punkt, wenn ihr zwischen Wasserstaubsauger und einem klassischen Beutel- oder Zyklonmodell entscheidet.
Wie laut ist der Vivenso?
Für das aktuelle Grundgerät liegt in den recherchierten Herstellerdaten kein einheitlicher aktueller dB-Wert vor. In einem älteren unabhängigen Test wurden abhängig von Betriebsart und Aufbau ungefähr 60,6 bis 76,5 dB(A) gemessen. In CLEAN mit Bodendüse lagen dort etwa 73,2 dB(A) an. Solche Werte sind nur eingeschränkt übertragbar, weil Messabstand, Gerätekonfiguration und Gerätegeneration einen Unterschied machen können.
Kann der Vivenso auch als Luftreiniger verwendet werden?
Ja, der Vivenso besitzt einen eigenen AIR-Modus zur Luftwäsche. Dabei wird Raumluft angesaugt und durch das Wasserfiltersystem geführt, ohne dass gleichzeitig ein Boden abgesaugt werden muss. In der niedrigsten AIR-Stufe schaltet sich das Gerät nach 20 Minuten automatisch ab. Eine standardisierte CADR-Angabe, wie sie bei klassischen Luftreinigern häufig verwendet wird, ist in den recherchierten technischen Daten jedoch nicht ausgewiesen.
Kann der Vivenso Flüssigkeiten aufsaugen?
Ja, das Grundgerät ist auch für die direkte Flüssigkeitsaufnahme vorgesehen. Dafür wird der geeignete Standardschlauch verwendet und der Wasserbehälter beginnt leer. Die Betriebsart WET ist für diese Anwendung vorgesehen. Wichtig ist die klare Abgrenzung zur Elektrodüse ESB: Elektrodüse und Elektroschlauch dürfen niemals Flüssigkeiten aufsaugen. Für eine Sprühextraktion von Teppichen oder Polstern ist weiteres Spezialzubehör notwendig.
Was kostet der Vivenso mit Elektrodüse und Zubehör?
Das Grundgerät kostet aktuell ca. 927 EUR, die Elektrodüse ESB ca. 390 EUR und das Zubehörset Classic ca. 164 EUR. Zusammen liegt der getestete Aufbau damit bei ungefähr 1.481 EUR ohne zusätzliche Erweiterungen und Versand. Regelmäßige Staubbeutelkäufe entfallen, andere Folgekosten wie Strom, Wasser, Pflegemittel, Verschleißteile oder freiwillige Wartungen können dennoch entstehen.
Wie lange gilt die Garantie auf den Vivenso?
Für berechtigte private Erstkäufer bietet Pro-Aqua eine freiwillige vierjährige Händlergarantie auf das Vivenso-Grundgerät. Eine Erweiterung auf insgesamt bis zu zehn Jahre ist möglich, setzt aber eine lückenlose jährliche kostenpflichtige Wartung voraus. Die recherchierten Bedingungen nennen dafür derzeit 49 EUR pro Wartung zuzüglich gegebenenfalls vereinbarter Versandkosten. Die ESB besitzt ebenfalls eine vierjährige Händlergarantie, fällt aber nicht unter diese Zehn-Jahres-Erweiterung.
Ist die Elektrodüse ESB ein Waschsaugeraufsatz?
Nein. Die ESB ist eine motorisierte Trockensaugdüse. Ihre Bürstenwalze bearbeitet Teppiche, Polster und Matratzen mechanisch, während der Vivenso die gelösten Partikel absaugt und im Wasserbehälter sammelt. Es wird dabei kein Reinigungswasser auf die Oberfläche gesprüht. Für eine echte Sprühextraktionsreinigung benötigt das System ein separat erhältliches Zubehörkit.
Wie funktioniert die Matratzenreinigung mit dem Vivenso?
Die Matratze wird mit der motorisierten ESB trocken abgesaugt. Die rotierende Bürstenwalze bewegt den textilen Bezug, während gelöste Partikel über den Saugstrom in den Wasserbehälter gelangen. Im Praxistest ist das Wasser danach deutlich verfärbt und enthält sichtbare Schmutzpartikel. Das ist ein nachvollziehbares Reinigungsergebnis, aber kein wissenschaftlicher Nachweis für eine bestimmte Reduktion von Milben, Bakterien oder Allergenen.
Kann man den Vivenso auf Hochflorteppichen verwenden?
Ja, geeignete Hochflorteppiche können mit der ESB bearbeitet werden. Im Test lässt sich die Powerbrush auf einem weichen Hochflorteppich kontrolliert führen, allerdings ist der Widerstand höher als auf glatten oder kurzflorigen Oberflächen. Lange Fransen oder lose Fasern sollten nicht in die Bürstenwalze gelangen. Der integrierte Überlastungsschutz kann bei einer Blockierung den Bürstenmotor abschalten.
Wie reinigt man die ESB Elektrodüse?
Vor der Pflege muss die Elektrodüse vollständig vom Strom getrennt werden. Haare, Fäden und Teppichfasern sollten regelmäßig von der Bürstenwalze entfernt werden. Auch Schlauch und elektrische Anschlüsse werden auf Beschädigungen kontrolliert. Die Düse darf nicht unter Wasser gereinigt werden und ist ausschließlich für trockene Anwendungen vorgesehen. Bei einer blockierten Walze sollte die Ursache vollständig entfernt werden, bevor die Bürste wieder eingeschaltet wird.
Was bringt die LED-Beleuchtung der Powerbrush?
Die LED-Leiste beleuchtet den Bereich unmittelbar vor der Elektrodüse. Im Test fällt das besonders auf dem Hochflorteppich und dem strukturierten hellen Sofa auf, weil die bearbeitete Fläche deutlich heller erscheint. Auch Nähte und Vertiefungen auf der Matratze lassen sich besser erkennen. Die Beleuchtung steigert nicht direkt die Saugkraft, verbessert aber die Sichtkontrolle während der Reinigung.
Kann man mit dem Classic-Set Staub von Möbeln absaugen?
Ja. Der Naturhaar-Staubpinsel wird direkt am Griff des Vivenso befestigt. Seine weichen Borsten lösen oberflächlich anhaftenden Staub, während die Saugöffnung ihn gleichzeitig aufnimmt. Für empfindlichere Gegenstände kann die Luftregulierung am Griff geöffnet werden, um die Saugwirkung zu reduzieren. Leichte Dekorationen sollten trotzdem gegen Verrutschen gesichert werden.
Kann man mit dem Classic-Set saugen und wischen?
Das Classic-Set enthält einen Multifunktionsaufsatz und ein passendes Mikrofasertuch. Damit lässt sich die Standardbodendüse für die Feuchtreinigung geeigneter glatter Böden erweitern. Entscheidend ist, dass der jeweilige Boden für eine solche Reinigung freigegeben ist. Bei empfindlichem oder nicht versiegeltem Holz sollte Feuchtigkeit vermieden werden. Die Pflegehinweise des Bodenherstellers sind deshalb wichtiger als die grundsätzliche Einsatzmöglichkeit des Aufsatzes.
Wie werden die Mikrofasertücher des Classic-Sets gepflegt?
Die Mikrofasertücher können laut Hersteller bis maximal 60 °C gewaschen werden. Weichspüler sollte nicht verwendet werden, da er die Fasereigenschaften beeinträchtigen kann. Für den Trockner sind die Tücher nicht vorgesehen. Vor dem nächsten Einsatz sollten sie vollständig trocken und sauber sein. Auch der Naturhaar-Staubpinsel sollte so gelagert werden, dass seine Borsten nicht dauerhaft zusammengedrückt werden.
Benötigt der Vivenso Staubsaugerbeutel oder regelmäßig neue Filter?
Das zentrale Filtersystem arbeitet mit Wasser und Separator, weshalb keine klassischen Staubsaugerbeutel erforderlich sind. Der Schmutz wird nach dem Saugen gemeinsam mit dem Wasser entsorgt. Dadurch entfallen regelmäßige Beutelkäufe. Im Gegenzug entsteht mehr Pflegearbeit am Behälter und Separator. Wer möglichst wenig Nacharbeit nach dem Saugen möchte, sollte diesen Unterschied vor dem Kauf berücksichtigen.
Für wen lohnt sich die Elektrodüse ESB besonders?
Die ESB ist vor allem für Haushalte interessant, in denen Teppiche, größere Polsterflächen oder Matratzen regelmäßig trocken gereinigt werden. Die motorisierte Walze erweitert das Grundsystem deutlich gegenüber einer passiven Düse. Wer überwiegend glatte Hartböden besitzt und kaum textile Flächen reinigt, wird den zusätzlichen Nutzen wahrscheinlich seltener ausschöpfen. Bei einem Preis von ca. 390 EUR sollte der persönliche Einsatzbedarf daher eine große Rolle spielen.
Für wen eignet sich der Vivenso insgesamt?
Der Vivenso passt besonders zu Haushalten, die ein vielseitiges Wasserfiltersystem für mehrere Reinigungsaufgaben suchen und bereit sind, nach dem Saugen Zeit in Reinigung und Trocknung zu investieren. Interessant ist er vor allem bei vielen textilen Oberflächen, Matratzen, Teppichen und dem Wunsch nach zusätzlicher Luftwäsche. Wer lediglich einen kompakten Staubsauger für wenige Hartbodenflächen benötigt, nutzt einen großen Teil des Funktionsumfangs wahrscheinlich nicht aus.
Vorstellung der Marke PRO-AQUA
Die PRO-AQUA International GmbH wird im Jahr 2000 von Gerhard Meier und Jürgen Wehner gegründet. Die Entwicklung eines eigenen Reinigungssystems beginnt nach Unternehmensangaben bereits 1997, die Produktion der ersten Geräte folgt 2001. Der Vivenso entwickelt sich anschließend zum zentralen Produkt der Marke.
Pro-Aqua produziert den Vivenso nach eigenen Angaben im thüringischen Suhl, während Verwaltung und Vertrieb in Ansbach angesiedelt sind. Das Unternehmen gibt an, mittlerweile in mehr als 40 Ländern vertreten zu sein. 2013 erhält der Vivenso nach Herstellerangaben unter anderem einen Plus X Award für Innovation, Qualität und Funktionalität.
Die Unternehmensphilosophie konzentriert sich stark auf Wasser als Filtermedium, modulare Reinigungssysteme, Reparierbarkeit und langfristige Ersatzteilversorgung. Zum Sortiment gehören neben dem Vivenso weitere Wasserstaubsauger, Luftwäscher, Elektro- und Turbodüsen, Sprühextraktionszubehör, Naturhaaraufsätze, Mikrofasertücher, Duftöle und Ersatzteile.
Technisch prägend ist die Kombination aus Wasserfilterung und Separator. Zusätzlich baut Pro-Aqua das Grundsystem über verschiedene Module aus. Die Elektrodüse erweitert die trockene Reinigung textiler Flächen, während andere Zubehörsysteme beispielsweise Saugwischen oder Sprühextraktion ermöglichen.
Für den Kundenservice nennt Pro-Aqua einen deutschen Unternehmenssitz in Ansbach und eine Servicestelle in Suhl. Reparatur- und Garantieanfragen können über entsprechende Kontaktmöglichkeiten beziehungsweise ein Reparaturformular abgewickelt werden.
Beim Grundgerät ist die freiwillige vierjährige Händlergarantie ein relevanter Zusatz. Die mögliche Verlängerung auf bis zu zehn Jahre setzt allerdings jährliche kostenpflichtige Wartungen voraus. Dadurch eignet sich diese Erweiterung vor allem für Käuferinnen und Käufer, die das Gerät langfristig nutzen und die regelmäßige Wartung bewusst einplanen.
Fazit
Der Vivenso Wasserstaubsauger und Luftreiniger eignet sich besonders für Haushalte, die ein umfangreiches Reinigungssystem statt eines reinen Bodenstaubsaugers suchen. Wasserfilterung, Luftwäsche, Trocken- und Nassaufnahme sowie die verschiedenen Zubehörmöglichkeiten decken ein breites Spektrum im Haushalt ab.
Besonders überzeugend finde ich im Praxistest die Kombination mit der Elektrodüse ESB. Auf Teppich, Sofa und Matratze ergänzt die motorisierte Bürstenwalze die Saugwirkung und macht die Anwendung auf textilen Flächen deutlich vielseitiger. Der transparente Wasserbehälter liefert dabei eine unmittelbare Sichtkontrolle der aufgenommenen Verschmutzung.
Das Classic-Zubehör erweitert den Einsatz zusätzlich um kleinere Reinigungsaufgaben wie die Staubaufnahme auf Möbeln. Wer viele unterschiedliche Oberflächen im Haushalt reinigen möchte und ein modulares System bevorzugt, findet damit eine umfangreiche Lösung, die sich an verschiedene Wohnbereiche anpassen lässt.
Vivenso Wasserstaubsauger und Luftreiniger kaufen
Zubehör: Pro-Aqua Elektrodüse ESB | Pro-Aqua Zubehörset Classic




















