Model Kendall Jenner, Sängerin Olivia Rodrigo, Schauspielerin Emma Stone – viele Stars schwören auf ein und dasselbe Medikament: Accutane - ein starkes Mittel gegen Akne mit dem Wirkstoff Isotretinoin.
„Das Gute von dem Wirkstoff Isotretinoin, den gibt es ja äußerlich und innerlich/ist, dass er die Talgdrüsen schön frei hält, dass die Drüsen nicht verstopfen, sondern der Talg zum einen weniger wird bzw. die Hornschicht, die oberste, schön zart wird und der Talg abfließen kann. Dass es nicht diese Verstopfung, diesen Pickel, diese eitrigen Stellen gibt.“
Die Folge: Eine glattere Haut – meist nach einer Einnahme über mehrere Monate bis hin zu einem Jahr. Auch in Deutschland ist der Wirkstoff Isotretinoin in mehreren Medikamenten gegen Akne enthalten. Aber: Die Nebenwirkungen sind nicht ohne.
„Die Hauptnebenwirkung, die fast immer eintritt, sind unwahrscheinlich trockene Lippen, das sage ich auch meinen Patienten immer dazu. Nicht, dass Sie einen Schreck kriegen, weil die Talgdrüsen die trocknen regelrecht aus. Es gibt schwere Schäden, wenn man darunter schwanger wird. Das ist absolut obsolet, das darf gar nicht sein. Und es muss geschaut werden, ob die Organe das ordentlich mitmachen und ob die drunter leiden."
In Deutschland sind solche starken Anti-Akne-Mittel deshalb auch verschreibungspflichtig und werden nur kontrolliert bei schwerer, entzündlicher Akne eingesetzt. Sowohl im Teenie‑ als auch im Erwachsenenalter.
In den USA nehmen Promis extra niedrige Dosen der Anti-Pickel-Pille für eine makellose Haut. Auch auf Social Media geht das Mittel gerade viral – bei uns muss es allerdings von einem Arzt verschrieben werden. Trotzdem kommt es auch hierzulande aktuell zu Lieferengpässen.
„Voraussichtlich bis Ende September bzw. Ende des Jahres ist das das erste Mal gemeldet worden und wir können also sehen: Erstens, es gibt eine erhöhte Nachfrage. Und zweitens, es ist schwierig im Moment zu liefern.“
Klar ist: In Deutschland ist schöne Haut um jeden Preis nicht das Behandlungsziel – hier bleibt der Akne‑Wirkstoff fest in ärztlicher Hand.