Das rettende Organ für Kronprinzessin Mette-Marit kam schnell. Nicht mal zwei Wochen hat sie auf eine neue Lunge warten müssen. Die Operation sei erfolgreich verlaufen, wie das norwegische Königshaus heute meldet.
„Ich sehe da überhaupt keinen Hinweis, dass da ein Promibonus eine Rolle gespielt haben könnte. Man darf nicht vergessen, das ist ja keine Entwicklung über Nacht. Das heißt, dass Sie und sicher auch etliche andere Menschen eine Lunge brauchen. Das weiß man ja lange vorher. Man kommt allerdings dann auf diese Liste auch erst drauf auf die Warteliste, wenn es wirklich sehr dringend ist."
Seit 2018 litt die 52-Jährige unter einer seltenen Form der Lungenfibrose, einer unheilbaren chronischen Erkrankung, die die Sauerstoffaufnahme zunehmend einschränkte. Im Alltag benutzte die Frau von Kronprinz Haakon inzwischen ein Sauerstoffgerät. Ohne neue Lunge hätte sie wahrscheinlich nur noch ein Jahr gelebt. Eine Lungentransplantation gilt allerdings als eine sehr risikoreiche Operation.
„Denn die Lunge ist ein sehr empfindliches Organ und die Zeit zwischen Explantation und Implantation muss sehr, sehr kurz sein. Dann dürfen Sie nicht vergessen, eine Lunge hat ja immer Kontakt zur Außenwelt. Also wir atmen ja ein Atmen aus. Das heißt, da spielen auch Erreger, Bakterien, eine Rolle. Die muss man dann im Griff haben."
Vor allem die erste Zeit nach der OP ist entscheidend.
„Denn hier muss man schauen wird das Organ angenommen bzw wird es abgestoßen. Abstoßungsreaktionen sind leider gar nicht so selten. Dagegen gibt man natürlich Medikamente."
Mette-Marit wird vermutlich einige Wochen im Krankenhaus bleiben und danach in Reha gehen.
„Leider kann man nach einer Transplantation ganz speziell bei der Lungentransplantation nicht sagen So, jetzt sind sie über den Berg und mit dieser neuen Lunge werden Sie irgendwann mal an was ganz anderem in vielen, vielen Jahrzehnten versterben."
Sie wird daher Ihr Leben lang verschiedene Medikamente und vor allem Immunsuppressiva nehmen müssen, um eine Abstoßung zu verhindern. Aber wenn sich Ihr Körper an das neue Organ dauerhaft gewöhnt, dann könnte sie wieder ein ganz normales Leben führen.