„Fast die komplette Existenz davongeschwommen": Sally Özcan spricht über „Hardcore-Schulden"
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Sally Özcan ist bekannt als erfolgreiche Internet-Back-Königin – Geld dürfte da kein Thema sein, könnte man meinen. Aber jetzt spricht sie ganz offen über ihre „Hardcore-Schulden", die sie fast die Existenz gekostet hätten.
Plötzlich steht Sally Özcan vor einer alles entscheidenden Frage: „Und dann war ich kurz so: ‚Okay, gebe ich jetzt alles auf und lasse es den Bach runtergehen oder kämpfe ich weiter?‘“
Vor gar nicht allzu langer Zeit kommt die 37-Jährige an ihre Grenzen. Als Unternehmerin, Back-Queen, immer strahlende Influencerin.
„Und habe da eigentlich dabei zugeschaut, wie mir eigentlich fast die komplette Existenz davongeschwommen wäre, weil ich echt Hardcore-Schulden dann auch hatte.“
Schulden, Existenzängste ... wollen eigentlich so gar nicht in die zuckersüße Sally-Welt passen.
„Es ist irgendwo ja auch mein Job und gehört zur Professionalität dazu, dass ich nach außen hin immer Positives ausstrahle.“
So wird sie vor 14 Jahren mit „Sallys Welt“ zur Marke. Zur Torten-Queen schlechthin, der jede noch so sündhaft leckere Kreation gelingt. Als Promi darf sie auch bei „Let's Dance“ durchstarten. Dass aber hinter den Kulissen alles droht zu kollabieren, erzählt sie erst kürzlich hier in unserem Interview.
„Ich habe leider zu oft auf andere Menschen gehört und habe mich aus meinen Finanzen oft lange rausgehalten, weil ich das halt auch … Mein Gott, unromantisch, oder? Finanzen? Dann Entscheidungen treffen und über Finanzielles reden. Lohnverhandlungen waren einfach nicht so mein Ding.“
Aber als Geschäftsfrau muss sie da durch. Eigentlich. Baut jedoch auf die falschen Leute: „Es waren halt nie Geschäftspartner oder Kunden. Es waren halt aus dem inneren Kreis Menschen, die mich da ausgenutzt haben und meine Gutmütigkeit ausgenutzt haben […] und das tut schon weh.“
Gerade erwartet Sally Özcan ihr drittes Kind. Nach zwei Kindern aus ihrer vor drei Jahren gescheiterten Ehe. Mit ihrem neuen Partner, den sie erst im Januar vorgestellt hat, aber aus der Öffentlichkeit heraushalten möchte.
„Ich bin momentan einfach super happy. Ich meine, zu Hause läuft's super, meine Kinder sind happy, mit meinem Partner läuft's super, wir sind schwanger.“
Es läuft also in Sallys Welt. Wieder! Vor rund vier Monaten eröffnet sie ihr erstes eigenes Café. Das Imperium, das vor gar nicht allzu langer Zeit drohte zusammenzustürzen, wächst.
Den „Hardcore-Schulden“ kann die 37-Jährige mittlerweile sogar etwas Positives abgewinnen: „Jetzt kläre ich mich selber auch viel auf. Jetzt muss ich da oder musste ich da selber reinwachsen und endlich auch mal sagen: ‚Stimmt, eigentlich war ich schon immer die Unternehmerin und hätte von Anfang an die Verantwortung und die Entscheidungen selber treffen müssen.‘“
Aus Fehlern lernen muss man eben auch erst lernen, um dann stärker weiterzumachen.
