Dieses Finale hatte es in sich. Erst mit der allerletzten Punktevergabe zieht Bulgarien beim Eurovision Song Contest an Israel vorbei und sichert sich den Sieg. Damit gewinnt die bulgarische Sängerin Dara mit ihrem Titel Bangaranga.
Dara überzeugt sowohl die Jurys als auch das Publikum. Offenbar trifft auch die Botschaft ihres Songs einen Nerv.
„Dieses ständige Streben nach Perfektion in unserer Gesellschaft ist ein großes Problem. Und ich weiß, wenn wir diese Maske ablegen, diese Jagd nach Perfektion, dann können wir wirklich wir selbst sein, mutig bleiben und aus Liebe handeln, nicht aus Angst. Und genau das ist Bangaranga."
Nach drei Jahren ESC-Pause feiert Bulgarien ein fulminantes Comeback und holt zum ersten Mal den Sieg. Für Deutschland endet der Abend dagegen enttäuschend. Trotz eines überzeugenden Auftritts landet Sarah Engels auf dem drittletzten Platz. Vom Publikum erhält sie keinen einzigen Punkt. Die Jurys vergeben insgesamt zwölf Punkte. Die Sängerin zieht trotzdem ein positives Fazit.
„Ich möchte nicht, dass Deutschland traurig ist, weil ich habe in den letzten zwei, drei Tagen so viele positive Nachrichten bekommen und wirklich das Gefühl gehabt, dass Deutschland hinter mir steht. Und es ist ein so schönes Gefühl."
Es sei eine große Ehre gewesen, beim ESC anzutreten, sagt Engels. Eine Erfahrung, von der sie später ihren Enkeln erzählen möchte. Damit geht der Eurovision Song Contest zu Ende, in seinem Jubiläumsjahr, 70 Jahre nach der ersten Ausgabe.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, ORF/ EBU