Ihr Next.js-Projekt läuft kostenlos auf Vercel Hobby – dann soll daraus eine Seite für einen Kunden werden, und Sie merken: Laut Vercel ist Hobby nur für private, nicht kommerzielle Nutzung gedacht. Pro kostet 20 $ im Monat für eine Person, und laut Vercel kommt für jede weitere Person, die entwickelt und veröffentlicht, noch einmal 20 $ dazu.
Laut Vercel-Preisseite enthält Pro 20 $ Nutzungsguthaben im Monat und kostenlose Plätze für Personen, die nur ansehen. Darüber hinaus werden Datenverkehr, Funktionen und Anfragen nach Verbrauch abgerechnet, neue Teams haben standardmäßig ein Budget von 200 $ für Zusatzverbrauch mit Warnungen. Enterprise gibt es auf Anfrage. Dafür bietet Vercel ein weltweites Edge-Netzwerk, Vorschau-Versionen für jeden Git-Branch und die engste Integration mit Next.js, das Vercel selbst entwickelt.
Wer eine Vercel Alternative sucht, will meist planbare Kosten für Teams, Server in Europa oder einfach günstiges Hosting für eine Website, die gar kein Next.js braucht. Dieser Vergleich zeigt acht Alternativen und was ein Jahr für ein kommerzielles Projekt kostet. Alle Details zu Vercel lesen Sie im Vercel-Test.
Warum Nutzer eine Vercel Alternative suchen
Vercel ist für Next.js kaum zu schlagen. Drei Punkte führen trotzdem zum Wechsel:
- Kosten pro Person: Pro enthält einen Entwickler-Platz, jeder weitere kostet laut Vercel 20 $ im Monat. Netlify Pro kostet 20 $ im Monat mit unbegrenzt vielen Mitgliedern.
- Verbrauch statt Festpreis: Über das enthaltene Guthaben hinaus rechnet Vercel nach Verbrauch ab, mit Budget und Warnungen zur Kontrolle. Ein Cloud-Server bei Hetzner kostet einen festen Monatspreis ab 7,13 €.
- Für klassische Websites überdimensioniert: Wer eine WordPress-Seite oder einen Blog betreibt, braucht kein Edge-Netzwerk. SiteGround, Hostinger und Cloud86 sind dafür gebaut.
Zur Einordnung: Für Next.js-Projekte mit Vorschau-Versionen, Edge-Funktionen und Server-Komponenten liefert Vercel die reibungsloseste Lösung. Wer bei Next.js bleibt, sollte genau prüfen, welche Funktionen beim neuen Anbieter fehlen.
Die besten Vercel Alternativen 2026 im Überblick
Preise laut Anbieter. Dollarpreise ohne Steuer, Euro-Preise brutto.
| Anbieter | Am besten für | Kostenlos | Bezahlt ab | Abrechnung |
|---|---|---|---|---|
| Vercel Pro | Vergleichsbasis | Hobby, nur privat | 20 $ (pro Person) | plus Verbrauch |
| Netlify | Frontend-Teams, statische Seiten | 300 Credits im Monat | 9 $ (Personal) | Credits |
| Cloudways | Verwaltete Cloud-Server | nein | 11 $ | Server-Größe |
| Hetzner | Eigene Server in Deutschland | nein | 7,13 € (Cloud) | fester Monatspreis |
| DigitalOcean | Apps und Server, Start-ups | 3 statische Seiten | 5 $ (App Platform) | Container-Größe |
| SiteGround | WordPress mit Anspruch | nein | 3,56 € (1. Jahr) | Paket |
| Hostinger | Kleines Budget | nein | 3,56 € (48 Mon.) | Paket |
| Kinsta | Managed WordPress | nein | 35 $ | Paket |
| Cloud86 | Kleine WordPress-Seiten | nein | 2,32 € (36 Mon.) | Paket |
Die 5 besten Vercel Alternativen im Detail
1. Netlify
⭐ 4,7/5 – gleicher Arbeitsablauf, Teams ohne Aufpreis pro Person
Netlify ist der direkteste Konkurrent: Git-Anbindung, Vorschau-Versionen, Serverless Functions und ein weltweites CDN. Laut Netlify-Preisseite ist die kostenlose Version auf 300 Credits im Monat begrenzt, Personal kostet 9 $ mit 1.000 Credits. Pro kostet 20 $ im Monat mit unbegrenzt vielen Mitgliedern und ab 3.000 Credits.
Netlify rechnet alles in Credits ab, etwa 20 Credits pro GB Datenverkehr. Damit bleibt der Verbrauch ein Faktor, aber Teams zahlen nicht pro Person. Next.js läuft bei Netlify, ist aber weniger eng integriert als bei Vercel. Für Astro, Hugo, Gatsby und statische Seiten ist Netlify eine starke Wahl. Mehr im Netlify-Test.
- Team: Unbegrenzt Mitglieder im Pro.
- Einstieg: Personal für 9 $.
- Funktionen: Formulare und Speicher eingebaut.
- Next.js: Weniger eng integriert.
- Credits: Verbrauch zählt weiterhin.
2. Cloudways
⭐ 4,4/5 – verwaltete Cloud-Server mit Backend
Cloudways liegt zwischen Webhosting und eigenem Server: Sie wählen einen Cloud-Anbieter wie DigitalOcean, Cloudways übernimmt Einrichtung, Updates, Sicherungen und Überwachung. Der Einstieg kostet laut Anbieter ab 11 $ im Monat. Für Agenturen mit mehreren Kundenprojekten ist das bequemer als ein selbst verwalteter Server.
Der Preis hängt von der Servergröße ab, nicht von der Zahl der Personen. Cloudways ist vor allem für PHP-Anwendungen wie WordPress, Laravel oder Magento gedacht. Für reine Next.js- oder React-Projekte mit Vorschau-Versionen ist der Aufwand höher als bei Vercel. Mehr im Cloudways-Test.
- Backend: Datenbanken und Server-Zugriff.
- Kosten: Nach Servergröße, nicht pro Person.
- Frontend: Kein Git-Workflow wie Vercel.
- Next.js: Mehr Einrichtung nötig.
3. Hetzner
⭐ 4,2/5 – eigene Server in Deutschland zum festen Preis
Hetzner ist die Wahl für Entwickler, die ihre Next.js-, Node.js- oder Docker-Anwendungen selbst betreiben wollen. Cloud-Server kosten laut Hetzner ab 7,13 € im Monat inklusive Mehrwertsteuer, Rechenzentren stehen in Deutschland und Finnland. Für einfache PHP-Seiten gibt es Webhosting S für 1,90 € im Monat, stundengenau abgerechnet.
Feste Monatspreise machen die Kosten planbar, und Daten bleiben in Europa. Den Git-Workflow, Vorschau-Versionen und ein weltweites CDN müssen Sie selbst einrichten, etwa mit GitHub Actions oder einem Tool wie Coolify. Ohne Erfahrung mit Servern ist das deutlich aufwendiger als Vercel. Mehr im Hetzner-Test.
- Preis: Fester Monatspreis.
- Standort: Deutschland und Finnland.
- Freiheit: Volle Kontrolle über den Server.
- Workflow: Deployment selbst einrichten.
- CDN: Kein weltweites Edge-Netzwerk.
4. DigitalOcean
⭐ 3,9/5 – App Platform mit Git-Anbindung und festen Container-Preisen
DigitalOcean bietet mit der App Platform einen ähnlichen Arbeitsablauf wie Vercel: Deployment aus GitHub oder GitLab, automatisches HTTPS, eigene Domain und CDN. Laut DigitalOcean-Preisseite sind drei statische Seiten kostenlos, mit je 1 GiB Datenverkehr. Anwendungen mit Containern starten bei 5 $ im Monat, mit unbegrenzt vielen Teammitgliedern.
Zusätzlicher Datenverkehr kostet 0,02 $ pro GiB, Datenbanken gibt es ab 15 $, Droplets als eigene Server ab 4 $. Damit wächst die Infrastruktur an einem Ort. Next.js läuft, aber ohne die speziellen Optimierungen von Vercel. Mehr im DigitalOcean-Test.
- Team: Unbegrenzt Mitglieder.
- Infrastruktur: Datenbanken und Server an einem Ort.
- Next.js: Weniger optimiert.
- Kostenlos: Nur 1 GiB Datenverkehr pro Seite.
5. SiteGround
⭐ 3,6/5 – wenn das Projekt eigentlich WordPress ist
SiteGround passt, wenn Sie Vercel für eine Website nutzen, die mit WordPress besser bedient wäre. SiteGround bietet Infrastruktur von Google Cloud, eigenes Caching, ein kostenloses CDN und tägliche Sicherungen mit 30 Tagen Aufbewahrung. StartUp kostet 2,99 € netto, also 3,56 € brutto im Monat im ersten Jahr, danach 15,99 € netto, also 19,03 € brutto.
Für JavaScript-Frameworks wie Next.js oder React ist SiteGround nicht gedacht. Der Folgepreis nach dem ersten Jahr ist hoch, eine Domain ist nicht enthalten. Für Blogs und Firmen-Websites mit WordPress ist SiteGround aber eine bequeme Lösung mit Support rund um die Uhr. Mehr im SiteGround-Test.
- WordPress: Eigenes Caching und Werkzeuge.
- Sicherungen: 30 Tage Aufbewahrung.
- Frameworks: Nicht für Next.js gedacht.
- Folgepreis: 19,03 € brutto.
Weitere Vercel Alternativen im Kurzüberblick
6. Hostinger
Hostinger ist die günstige Lösung für klassische Websites. Premium kostet 2,99 € netto, also 3,56 € brutto im Monat bei 48 Monaten Laufzeit, danach 11,89 € brutto, für drei Websites mit 20 GB Speicher und Standort Deutschland. Für Node.js-Anwendungen bietet Hostinger auch VPS. Mehr im Hostinger-Test.
7. Kinsta
Kinsta läuft auf Google Cloud und ist auf Managed WordPress spezialisiert, das Rechenzentrum wählen Sie selbst. Single 20GB kostet laut Kinsta 35 $ im Monat oder 350 $ im Jahr bei jährlicher Zahlung, zuzüglich Steuer, der erste Monat ist kostenlos. Mehr im Kinsta-Test.
8. Cloud86
Cloud86 kostet 2,32 € brutto im Monat bei 36 Monaten Laufzeit, danach 4,70 €, und bringt Telefon-Support, kostenlosen Umzug, eine .de-Domain und Backups mit sieben Tagen Aufbewahrung mit. Der Haken: nur 5 GB Speicher, Server in den Niederlanden. Mehr im Cloud86-Test.
Vercel vs. Alternativen: Was ein Jahr für ein Team kostet
Einstiegspaket für ein kommerzielles Projekt, ein Jahr, ohne Zusatzverbrauch. Dollarpreise ohne Steuer, Euro-Preise brutto:
| Lösung | 1 Person | 3 Personen | Verbrauch extra |
|---|---|---|---|
| Vercel Pro | 240 $ | 720 $ | ja, über 20 $ Guthaben |
| Netlify Pro | 240 $ | 240 $ | ja, über Credits |
| Netlify Personal | 108 $ | nicht für Teams | ja, über Credits |
| DigitalOcean App Platform | ab 60 $ | ab 60 $ | Datenverkehr über Kontingent |
| Cloudways | ab 132 $ | ab 132 $ | nach Servergröße |
| Hetzner Cloud | 85,56 € | 85,56 € | nein, Festpreis |
Das Ergebnis: Für eine einzelne Person liegen Vercel und Netlify Pro gleichauf. Sobald mehrere Personen veröffentlichen, wird Vercel deutlich teurer, weil Vercel jeden weiteren Entwickler-Platz mit 20 $ berechnet. Am günstigsten und planbarsten ist ein eigener Server bei Hetzner, der aber Erfahrung voraussetzt. Weitere Anbieter finden Sie im Vergleich der WordPress-Anbieter.
Welche Vercel Alternative passt zu Ihnen?
- Sie wollen den gleichen Workflow für Teams: Netlify.
- Sie brauchen Apps mit Datenbank: DigitalOcean oder Cloudways.
- Sie wollen eigene Server in Deutschland: Hetzner.
- Ihr Projekt ist eigentlich WordPress: SiteGround, Hostinger oder Kinsta.
- Sie bleiben bei Vercel: Aktuelle Angebote finden Sie im Vercel-Gutschein.
So wechseln Sie von Vercel ohne Ausfall
Fazit: Next.js-Komfort oder planbare Kosten?
- Vercel: Hobby nur privat, Pro 20 $ pro Person plus Verbrauch.
- Gleicher Workflow für Teams: Netlify.
- Apps mit Backend: DigitalOcean, Cloudways.
- Eigener Server in Deutschland: Hetzner.
- WordPress statt Next.js: SiteGround, Hostinger.
Häufig gestellte Fragen zu Vercel Alternativen
Für den gleichen Git-Workflow ist Netlify die beste Wahl, Pro enthält unbegrenzt viele Mitglieder für 20 Dollar im Monat. DigitalOcean passt für Apps mit Datenbank, Hetzner für eigene Server in Deutschland. Ist Ihr Projekt eigentlich eine WordPress-Seite, sind SiteGround oder Hostinger günstiger und einfacher. Klären Sie zuerst, wie viele Personen veröffentlichen.
Nein. Laut Vercel ist der kostenlose Hobby-Tarif nur für private, nicht kommerzielle Projekte gedacht. Für Kundenprojekte, Firmen-Websites oder Seiten mit Einnahmen brauchen Sie Pro für 20 Dollar im Monat. DigitalOcean erlaubt drei statische Seiten kostenlos, Netlify bietet eine kostenlose Version mit 300 Credits. Prüfen Sie die Nutzungsbedingungen vorab sorgfältig und vollständig.
Laut Vercel kostet Pro 20 Dollar im Monat mit 20 Dollar Nutzungsguthaben. Ein Entwickler-Platz ist enthalten, jeder weitere kostet 20 Dollar, Plätze nur zum Ansehen sind kostenlos. Darüber hinaus werden Datenverkehr, Funktionen und Anfragen nach Verbrauch berechnet. Steuern kommen je nach Land hinzu. Neue Teams haben laut Vercel ein Budget von 200 Dollar für Zusatzverbrauch, das Sie anpassen können.
Laut Netlify in Credits: Die kostenlose Version enthält 300 Credits im Monat, Personal für 9 Dollar 1.000 Credits, Pro für 20 Dollar ab 3.000 Credits mit unbegrenzt vielen Mitgliedern. Ein GB Datenverkehr kostet 20 Credits, 10.000 Anfragen 2 Credits. Ist das Limit erreicht, kaufen Sie Credits nach oder wechseln das Paket.
Ja. Next.js ist Open Source und läuft bei Netlify, DigitalOcean oder auf eigenen Servern bei Hetzner. Manche Funktionen wie Bildoptimierung, Edge-Middleware oder Caching sind bei Vercel aber am engsten integriert. Testen Sie Ihr Projekt vorab beim neuen Anbieter. Planen Sie für den Umzug etwas Testzeit ein, besonders bei großen Projekten.
Ja. Hetzner betreibt Rechenzentren in Deutschland und Finnland, Cloud-Server kosten ab 7,13 Euro im Monat inklusive Mehrwertsteuer. Hostinger und SiteGround bieten Standorte in Deutschland. Für Projekte mit strengen Datenschutzvorgaben ist das ein wichtiger Vorteil gegenüber einem weltweiten Netzwerk. Prüfen Sie dazu auch den Auftragsverarbeitungsvertrag und die Lage der Backups genau.
Netlify Pro und die DigitalOcean App Platform rechnen nicht pro Person ab. Netlify Pro kostet 20 Dollar mit unbegrenzt vielen Mitgliedern, DigitalOcean Apps beginnen bei 5 Dollar. Bei Vercel kostet laut Preisseite jeder weitere Entwickler-Platz 20 Dollar im Monat. Rechnen Sie mit Ihrer tatsächlichen Teamgröße und dem erwarteten Datenverkehr.
Sichern Sie Umgebungsvariablen und Build-Einstellungen, verbinden Sie das Git-Repository beim neuen Anbieter und testen Sie die Seite über die Vorschau-Adresse. Ersetzen Sie Vercel-spezifische Funktionen wie Cron-Jobs oder Speicher. Stellen Sie erst dann die DNS-Einträge um. Kündigen Sie Vercel erst ganz zuletzt, wenn alle Projekte stabil laufen und vollständig getestet sind.
Ja. Bei Vercel registrierte Domains lassen sich mit dem Auth-Code zu einem anderen Registrar umziehen. Liegt die Domain woanders, ändern Sie nur die DNS-Einträge. Notieren Sie alle Einträge vorher, besonders für E-Mail, damit nichts ausfällt. Der Transfer dauert meist wenige Tage, die Seite bleibt dabei durchgehend für alle Besucher erreichbar.
Bleiben Domain und Adressen gleich, ändert sich für Google wenig. Prüfen Sie, ob Weiterleitungen und Server-Rendering beim neuen Anbieter identisch funktionieren. Stellen Sie DNS erst um, wenn alles läuft, und prüfen Sie danach die Google Search Console. Kurzfristige Schwankungen sind normal. Sie vergehen meist nach wenigen Tagen wieder von selbst.
Für erfahrene Entwickler ja: Ein Cloud-Server ab 7,13 Euro im Monat bietet feste Kosten und volle Kontrolle. Deployment, Vorschau-Versionen und CDN richten Sie aber selbst ein, etwa mit GitHub Actions oder Coolify. Ohne Server-Erfahrung sind Netlify oder DigitalOcean die einfachere Wahl. Testen Sie vorher in Ruhe mit einem kleinen eigenen Projekt.
Wenn Sie Next.js mit Edge-Funktionen, Server-Komponenten und Vorschau-Versionen intensiv nutzen und Ihr Team klein ist. Dann ist Vercel die reibungsloseste Lösung. Ein Wechsel lohnt vor allem bei wachsenden Teams, schwer planbarem Verbrauch oder Projekten, die gar kein Next.js brauchen. Testen Sie die Alternative vorher in Ruhe und kostenlos mit einem Projekt.
