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Umweltbundesamt

Als Bundesoberbehörde vollzieht das Umweltbundesamt Gesetze der Bundesregierung und schützt Menschen und Umwelt als Frühwarnsystem mit Forschung und Vorschlägen.

Umweltbundesamt picture alliance / Bildagentur-online/Joko | Bildagentur-online/Joko

Der Leitspruch des Umweltbundesamtes lautet: Für Mensch und Umwelt. Als zentrale Behörde des Bundes liegt der Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) darin, Maßnahmen für die Erhaltung einer gesunden Umwelt zu ergreifen. Daneben sollen die Menschen vor schädlichen Umwelteinwirkungen, zum Beispiel durch Schadstoffe in Wasser und Luft, geschützt werden.

Wann und warum wurde das Umweltbundesamt gegründet?

Mit dem aufkommenden Umweltbewusstsein Anfang der 1970er Jahre gab es auch in Deutschland den Wunsch nach einer eigenen Umweltbehörde. Am 22. Juli 1974 wurde das Umweltbundesamt mit Hilfe des Gesetzes über die Errichtung eines Bundesumweltamtes mit Sitz in Berlin geschaffen. Zur Zeit der sozialliberalen Koalition Willy Brandts gab es Widerstand aus dem Gesundheits- und Wissenschaftsministerium aufgrund der Verschiebung von Zuständigkeiten. Nach der Wende wurde der Dienstsitz des UBA am 2. Mai 2005 vom Bismarckplatz in Berlin nach Dessau-Roßlau verlegt. Heute beschäftigt das UBA rund 1600 Mitarbeiter an 13 Standorten und unterhält ein eigenes Luftmessnetz.

Welche Aufgaben hat das Umweltbundesamt heute?

Die Aufgaben des UBA sind im Gesetz über die Errichtung eines Umweltbundesamtes geregelt. Als selbstständige Bundesoberbehörde hat das UBA nach der Föderalismusreform I die Zuständigkeit für den Vollzug des Umweltrechtes (wobei die Bundesländer Gestaltungsfreiräume haben). Durch die Reform kommt dem Bund die Aufgabe zu, wirksame Regelungen zu erlassen und europäisches Recht zeitnah umzusetzen.

Außerdem vergibt das Umweltbundesamt Forschungsaufträge an wissenschaftliche Einrichtungen. Es beschäftigt im Haus Experten und betreibt eigene Labore. Es ist Partner internationaler Einrichtungen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die internen und externen Fachleute kommen aus verschiedenen naturwissenschaftlichen Disziplinen, es werden aber auch Ökonomen und Rechtswissenschaftler beschäftigt. Ihre Aufgabe besteht darin, ein Frühwarnsystem für zukünftige Umweltgefahren zu betreiben und praktische Lösungen vorzuschlagen. Das Umweltbundesamt berät das Bundesumweltministerium.

Welche Fachbereiche gibt es beim Umweltbundesamt?

Neben dem administrativen Zentralbereich gehören Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien und gesundheitlicher Umweltschutz sowie Schutz der Ökosysteme zu den Aufgaben. Dazu kommen nachhaltige Produktion und Produkte, Chemikaliensicherheit, Klimaschutz, Energie und die deutsche Emissionshandelsstelle. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Fachbereiche.