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Quedlinburg

Quedlinburg ist Welterbestadt, Adventsstadt und Station des Jakobswegs in Deutschland. Hier gibt es über 2.000 Fachwerkhäuser zu bestaunen.

Quedlinburg picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Klaus-Dietmar Gabbert

Berühmt ist die Stadt Quedlinburg durch ihre über 2.000 mittelalterlichen Fachwerkhäuser. Auch deshalb gehört seit 1994 die historische Altstadt mit dem Schlossberg und der Stiftskirche St. Servatius zum UNESCO-Weltkulturerbe. Über den Harz und das Land Sachsen-Anhalt hinaus ist Quedlinburg ebenso bekannt als Adventsstadt. Doch nicht nur zu Weihnachten gibt es hier viel zu entdecken.

Name und Geschichte Quedlinburgs

Als Quitilingaburg wurde die Stadt im nördlichen Harzvorland am 22. April 922 in einer Urkunde König Heinrichs I. erstmals erwähnt. Ob der Name tatsächlich auf einen thüringischen Großen namens Quitilio zurückgeht, ist nicht abschließend geklärt. Bedeutung erlangte die Stadt noch im 10. Jahrhundert, als sie zur Königspfalz erhoben wurde. Der imposante Schlossberg mit der Stiftskirche St. Servatius zeugt noch heute davon. Die Quedlinburger Annalen beschreiben detailliert die frühe Stadtgeschichte von 984 bis 1025. Schenkungen des sächsischen Königshauses machten Quedlinburg früh zu einer reichen Stadt.

Welterbestadt Quedlinburg mit Station auf dem Jakobsweg

Im Zweiten Weltkrieg ist Quedlinburg weitestgehend von Zerstörung verschont geblieben und der DDR fehlte das Geld, um die geplanten Plattenbauten in die Altstadt zu bauen. Deshalb sind die mittlerweile sanierten Fachwerkhäuser an den verwinkelten mittelalterlichen Gässchen noch immer zu bestaunen. Den Titel Welterbestadt führt Quedlinburg seit 1994, als die UNESCO das kulturelle Erbe der Stadt an der Bode anerkannte. Wer den Pilgerweg St. Jakobus nach Santiago de Compostela in Spanien bereits in Deutschland beginnen möchte, kann auch in der romanischen Johanniskapelle zu Quedlinburg einen Pilgerstempel erhalten.

Adventsstadt Quedlinburg mit Advent in den Höfen

Klopstockhaus, Fachwerkmuseum und Lyonel-Feiniger-Galerie sind nur drei Sehenswürdigkeiten, deren Besuch in Quedlinburg lohnt. Etwas ganz Besonderes zum Jahresende ist jedoch der Advent in den Höfen. Zahlreiche Innenhöfe der Altstadt öffnen vor Weihnachten ihre Pforten, um Kunsthandwerk, Kostbarkeiten und Raritäten zu präsentieren. Auch für das leibliche Wohl ist hier ausreichend gesorgt. Bei all den Werkstätten und Büdchen inmitten der bunten, mittelalterlichen Kulisse können sich Besucher um Jahrhunderte zurückversetzt fühlen. Für etwas mehr Freiraum und Weitsicht bieten sich die Gartenträume Brühl und Abteigarten an sowie der Sternkiekerturm genannte Lindenbeinturm.