Archiv

Lima

Das kosmopolitische Flair ist eines der Hauptmerkmale von Lima. Mit der Lage am Pazifik und der spannenden Geschichte ist die Stadt ein populäres Reiseziel.

Lima picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Rodrigo Abd

Lima ist die Hauptstadt von Peru. Sie befindet sich an der Pazifikküste und ist mit rund 8,6 Millionen Einwohnern die mit Abstand größte Stadt des Landes. Lima liegt am Strom Río Rímac in den zentralperuanischen Anden und gilt als wichtigstes Wirtschafts- und Kulturzentrum auf peruanischem Staatsgebiet.

Die Kolonialherrschaft der Spanier in Lima

Der spanische Eroberer Francisco Pizarro gründete die Stadt Lima am 18. Januar 1535. Dies passierte innerhalb einer Siedlung von Eingeborenen am südlichen Ufer des Río Rímac. Diese Entscheidung hatte einen strategischen Hintergrund. In Notsituationen wäre Pizarro in der Nähe seiner Schiffe und gleichzeitig in einer hervorragenden Position gewesen, um nach relativ kurzer Zeit die Zentralanden zu erreichen. Im Mai 1535 versuchte Manco Cápac mit seinem Aufstand die spanischen Kolonialherren zu vertreiben, hatte mit seiner Taktik jedoch keinen Erfolg. 1542 riefen die Spanier das Vizekönigreich Peru mit Lima als Hauptstadt aus. Wirtschaft, Politik und Religion spielten sich überwiegend in dieser Stadt ab, die sich im Laufe der Jahre zu einem Knotenpunkt der kreolisch-mestizischen Kultur entwickelte.

Lima in den Jahren nach der Unabhängigkeitserklärung Perus

Eine Armee von Rebellen unter der Leitung von José de San Martín setzte sich in der Schlacht von Pisco im Dezember 1820 gegen die Spanier durch und besetzte Lima. Im Sommer 1821 erklärte José de San Martín Peru für unabhängig und wählte Lima zur Hauptstadt. Die Mitte des 19. Jahrhunderts stand im Zeichen einer neuen Industrialisierung. 1851 wurde in Lima die erste Eisenbahnlinie des Kontinents in Betrieb gesetzt. Während des Salpeterkriegs im späten 19. Jahrhundert belagerten die Chilenen die Stadt und raubten die Bürger aus. In den nachfolgenden Jahren sorgte der Abbau von Guano auf den Inseln vor der Küste Limas für unerwarteten Wohlstand.

Das 20. Jahrhundert in Lima und die Entwicklung der Bevölkerung

Das Wachstum der Bevölkerung prägte das Geschehen in Lima im frühen 20. Jahrhundert. Die bunte Mischung aus dunkelhäutigen Menschen, die von den Spaniern als Sklaven nach Südamerika gebracht wurden, chinesischen Vertragsarbeitern und den peruanischen Ureinwohnern hat einen essenziellen Teil zum kosmopolitischen Flair der Metropole beigetragen. Während die Angehörigen der oberen Schichten in die wohlhabenden Viertel außerhalb an den Stadtrand zogen, leben zahlreiche Menschen aus der Mittel- und Unterschicht im Zentrum.