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Landshut

Landshut ist eine kreisfreie Stadt im Südosten Bayerns, die zu den kulturhistorischen wichtigsten Städten in der Bundesrepublik Deutschland gehört.

Landshut ist eine kreisfreie Stadt im Südosten von Bayern. Sie fungiert als Sitz des Regierungsbezirks Niederbayern und hat rund 72.400 Einwohner. Die Stadt besteht aus insgesamt elf Stadtteilen, welche in 54 Gemeindeteile gegliedert sind. Östlich und westlich von Landshut gibt es mehrere Wald- und Wasserflächen, die ungefähr ein Fünftel der Bodennutzung ausmachen. Bekannte Städte wie München, Regensburg, Deggendorf, Traunstein und Rosenheim befinden sich im Umkreis von 100 Kilometern.

Landshuts Entstehung und die ersten wichtigen Ereignisse

Die Geschichte Landshuts beginnt mit der Gründung durch Herzog Ludwig I. von Bayern im Jahr 1204. Anschließend befand sich die Stadt rund 50 Jahre lang im Besitz der Wittelsbacher. Im 14. Jahrhundert wurde Landshut Regierungssitz des Teilherzogtums Bayern. In dieser Periode erlebte der Ort seine großen Zeiten. Mehrere bedeutende Bauwerke wurden in diesem Zeitraum erschaffen, darunter der aus Ziegelsteinen gemauerte Martinsturm, der sich neben der Burg Trausnitz zu einem Wahrzeichen der Stadt entwickelte. Die Bürger errichteten im Mittelalter eine Vielzahl an interessanten Sehenswürdigkeiten, welche der Stadt Landshut zu ihrem kulturhistorischen Status verholfen haben.

Der Niedergang Landshuts im 17. und 18. Jahrhundert

Im Spätmittelalter änderte sich das Geschehen in Landshut. Diverse Ereignisse wie zum Beispiel der Dreißigjährige Krieg hatten negative Auswirkungen auf das Geschehen in der Stadt. Die Einwohner Landshuts verloren nicht nur ihren finanziellen Wohlstand, zahlreiche Menschen kamen in den Kämpfen ums Leben. Die Stadt befand sich mehrere Jahre unter der Gewalt von schwedischen und später von französischen Truppen. Auch die Hilfstruppen der Österreicher machten während des österreichischen Erbfolgekriegs Halt in Landshut.

Landshut von der Neuzeit bis in die Gegenwart

Im 19. Jahrhundert folgte die Wende in die positive Richtung. Die älteste Universität Bayerns wurde von Ingolstadt nach Landshut verlegt. 1858 kam es zum Anschluss an das Eisenbahnnetz inklusive Eröffnung des Bahnhofs in der Regensburger Straße. Das 20. Jahrhundert verlief bis zur Machtübernahme durch die NSDAP in ruhigen Bahnen und wurde in erster Linie durch die Industrialisierung geprägt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Regierungssitz von Niederbayern nach Landshut verlegt. 1978 wurde die Fachhochschule errichtet. In den nachfolgenden Jahren kam es zum Umbau der Altstadt bis zur Fertigstellung im Jahr 1985. Der Hofbergtunnel und die Fußgängerzone wurden 1999 eröffnet.