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GEMA

Die GEMA vertritt Musikrechte von Komponisten, Dichtern und Verlagen. Sender sowie Veranstalter von Konzerten und Festen müssen für Musik GEMA-Gebühren zahlen.

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GEMA ist die Abkürzung für Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte. Die Organisation gehört international zu den größten Verwaltungsgesellschaften für Musikwerke. In Deutschland verwaltet sie Urheberrechts- und Nutzungsrechte von nahezu 80.000 Mitgliedern und weltweit zwei Millionen Rechteinhabern. Zu den Mitgliedern zählen Komponisten, Musikverleger und Textdichter. Vorläufer der GEMA war die 1933 gegründete STAGMA. Seit 1947 trägt die Gesellschaft den Namen GEMA und hat ihren Sitz in Wiesbaden. Pendants sind die Verwertungsgesellschaften AKM in Österreich und die SUISA in der Schweiz.

Arbeitsweise der GEMA

Die GEMA zieht Gebühren für die Nutzung von Musikrechten von Veranstaltern von Konzerten und Festen, Kinos, Clubs und Online-Diensten ein. Im Jahr 2018 beliefen sich die Erträge aus diesen Quellen auf rund eine Milliarde Euro. Aus dem Ertrag wurden 859,5 Millionen Euro an die Mitglieder und Rechteinhaber ausgeschüttet. Der GEMA angeschlossen ist ein Kollektiv aus Mitgliedern in Form eines wirtschaftlichen Vereins mit Sitz in Berlin. Gerichtlich und außergerichtlich wird die GEMA durch den Vorstand der Generaldirektion vertreten. Deutschlandweit unterstützen mehrere Bezirksdirektionen die Arbeit der GEMA, zum Beispiel durch Marketing- und Inkassomaßnahmen.

Mitglieder der GEMA

Mitglieder der GEMA können nur Komponisten, Musiktextdichter, Musikverleger und deren Rechtsnachfolger werden. Etwa 10.000 ordentliche Mitglieder hat die GEMA. Hinzu kommen rund 60.000 angeschlossene Mitglieder. Darüber hinaus vertritt die GEMA rund zwei Millionen Berechtigte in der ganzen Welt. Gemäß deutschem Urheberrecht liegen die Nutzungsrechte für Musikwerke automatisch ausschließlich beim Urheber. Der Urheber kann die Rechte zur Nutzung via GEMA an andere übertragen. Gegen eine Nutzungsgebühr können Nutzer von Musikwerken die dafür notwendigen Nutzungsrechte bei der GEMA erwerben. Das gilt für alle Bild- und Tonträger und Live-Musik, die analog oder online bei TV- und Radiosendern, Filmvorführungen oder auf Märkten und Straßenfesten abgespielt werden. Die Einnahmen fließen an die Urheber und Verlage. Wer sich durch die GEMA vertreten lassen will, muss mit der Gesellschaft einen Berechtigungsvertrag abschließen, der die GEMA zur Wahrnehmung der Rechte für das gesamte Repertoire des Urhebers oder Verlags ermächtigt. Aus Mitteln der GEMA-Stiftung werden zudem bedürftige Mitglieder und deren Angehörige auf Antrag unterstützt.