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Entwicklungshilfe

Entwicklungshilfe hat zur Aufgabe, die ökonomischen Unterschiede zwischen den Ländern zu verringern, ein elementares Prinzip ist die Hilfe zur Selbsthilfe.

Die großen ökonomischen Unterschiede zwischen Industrieländern und Entwicklungsländern sollen durch die Entwicklungshilfe verringert werden. Entwicklungshilfe kann beispielsweise durch die Bereitstellung von Gütern, Krediten und ähnlichen ökonomischen Hilfestellungen geleistet werden. Eine solche Hilfe folgt üblicherweise auf ökonomische oder politische Entscheidungsprozesse. Entwicklungshilfe kann sowohl bilateral als auch durch das Einschalten internationaler Organisationen geleistet werden. Eine bedeutende Rolle spielen beispielsweise die Organe der UN sowie die Gruppe der Weltbank, zu der auch die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung gehört.

Entwicklungshilfe in der Politik: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Für die Entwicklungshilfe der Bundesregierung ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - auch BMZ abgekürzt - zuständig. Die 1961 etablierte Behörde untersteht dem entsprechenden Bundesminister und hat ihren Hauptsitz in Bonn. Mehr als tausend Mitarbeiter gehören zu dem Ministerium, dessen Haushaltsvolumen 2019 über 10 Milliarden Euro betrug. Zuständig ist das Ministerium für die Entwicklungszusammenarbeit beispielsweise in Afrika, Asien oder Lateinamerika - dabei bilden die Einhaltung von Menschenrechten, Migration sowie der Klimawandel wichtige Entscheidungsgrundlagen. Gefördert werden beispielsweise die Bekämpfung von Hunger und Armut, die Verbreitung von Schulbildung, der Kampf gegen Kindersterblichkeit und Katastrophen sowie die internationale Gleichberechtigung. Als erster Entwicklungsminister der Bundesrepublik trat Walter Scheel an, der das Amt von 1961 bis 1966 innehatte. Auch Erhard Eppler, Egon Bar, Heidemarie Wieczorek-Zeul und Gerd Müller gehören zu den Entwicklungsministern.

Debatten der Entwicklungshilfe: Hilfe zur Selbsthilfe

Durch die großen ökonomischen Unterschiede zwischen den Ländern gehört die Entwicklungshilfe zu den elementaren Inhalten von Politik. Die Entwicklungshilfe hat dazu beigetragen, dass heute nur noch einem von zehn Menschen absolute Armut zugeschrieben wird (ursprünglich waren es neun von zehn). Allerdings ist es ein elementares Ziel der Entwicklungshilfe, sich selbst obsolet zu machen: Das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe soll dazu beitragen, dass die unterstützten Länder mittel- und langfristig aus eigener Kraft Armut und ökonomische Ungleichheit überwinden können. Diese Nachhaltigkeitsstrategie ist heute eine verbreitete Grundlage westlicher Entwicklungspolitik.