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Documenta

Die documenta in Kassel ist die wichtigste Kunstausstellung der Welt. Alle fünf Jahre kommen Besucher aus der ganzen Welt, um sich moderne Kunst anzuschauen.

Documenta picture alliance / Uwe Zucchi | Uwe Zucchi

Die documenta ist eine Kunstausstellung, die alle fünf Jahre in Kassel stattfindet. Für die Dauer von 100 Tage verwandelt sich die Stadt zum Anziehungspunkt für Kunstinteressierte aus der ganzen Welt. Künstlerinnen und Künstler aus den unterschiedlichsten Ländern stellen in den Museen der Stadt und im öffentlichen Raum aus. Im Jahr 2017 hat die documenta 14 über 890.000 Besucher nach Kassel gelockt. Das Wort "documenta" ist ein Kunstwort, welches auf das Dokumentieren verweist. Zu den Zielen der ersten documenta gehörten die Dokumentation und Vermittlung von moderner Kunst.

Die Geschichte der documenta

Die erste documenta fand im Jahr 1955 statt. Auf Initiative von Arnold Bode stellten 148 Künstler im Museum Fridericianum aus. Anlass für die Kunstausstellung mit dem Titel "Kunst des XX. Jahrhunderts. Internationale Ausstellung" war die Landesgartenschau, die in diesem Jahr ebenfalls in Kassel stattfand. Ziel der Ausstellung war es, das deutsche Publikum mit Werken aus den 1920er- und 30er-Jahren vertraut zu machen. Diese moderne Kunst hatten die Nationalsozialisten als "entartete Kunst" diffamiert. Mit 130.000 Besuchern über die Ausstellungsdauer von 100 Tagen war die erste documenta ein Erfolg. Bei den folgenden documenta-Ausstellungen stand die zeitgenössische Kunst im Mittelpunkt. Heute ist die documenta in Kassel die Kunstausstellung mit der größten Bedeutung weltweit. Zur documenta 11 im Jahr 2002 kamen 27 % der Besucher aus dem Ausland.

Die documenta in Kassel - Werke im öffentlichen Raum

Anlässlich unterschiedlicher documenta-Ausstellungen entstanden Kunstwerke, die weiterhin im öffentlichen Raum stehen. Das wahrscheinlich bekannteste Beispiel sind die 7.000 Eichen, die Joseph Beuys zur documenta 7 pflanzte. Am Ufer der Fulda errichtete Claes Oldenburg eine Spitzhacke, die über 12 m hoch ist. Diese und andere Kunstwerke erinnern Besucher an vergangene documenta-Ausstellungen.

Was ist das documenta archiv?

Das documenta archiv besteht seit 1961 und steht unter der Trägerschaft der Stadt Kassel. Im Archiv lagern umfangreiche Text- und Bildmaterialien zur modernen Kunst. Die Dokumentation der documenta-Ausstellungen ist Schwerpunkt des Archivs. Somit sind alle Unterlagen archiviert, die im Zusammenhang mit den Ausstellungen entstanden sind. Interessierte recherchieren im Archiv also zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts sowie zu allen documenta-Ausstellungen, die in Kassel stattgefunden haben.