Christian Dobrick in seinem Element
„Gleich wieder stehen.. gleich wieder sprintbereit!“
An der Seitenlinie, als Trainier der U-19 vom FC St. Pauli.
Als einer, der seine Mannschaft besser macht, die Taktik vorgibt, analysiert und motiviert. Wie gut er das macht hat nichts mit seiner Sexualität zu tun und trotzdem wollte er darüber sprechen, vor rund einem Monat hat er zuerst den Jungs auf dem Trainingsplatz gesagt, dass er einen Mann liebt.
„Es war mir wichtig, es war unglaublich wichtig, dass die Jungs es von mir hören und nicht irgendwo aus der Öffentlichkeit bekommen. // Ich hab ihnen gesagt, dass wenn Fragen kommen, die Tür jederzeit offen ist… wie ich mir das hätte wünschen können. Es ist einfach kein Thema.
Kein Thema für die Mannschaft, aber noch immer ein großes Thema in Fußballdeutschland. Sein Arbeitgeber reagiert zuerst auf das Coming-Out. „Lieb doch wen du willst“ heißt es. Und von oberster Stelle gibt es vor allem … Respekt.
„Ich glaub für ihn ist es jetzt so, dass er deutlich mehr Lebensqualität spüren kann und ich hoffe, dass alle anderen auch den Mut zusammen nehmen und das es eben dann nicht mehr dazu führt, dass wir drüber diskutieren müssen, sondern, dass es einfach normal ist. Wie es auch ist.“
„Ich würde jedem raten es genauso zu tun, um einfach das Bestmögliche aus sich herausholen zu können.“
Übrigens: Seit seinem Coming-Out hat das Team von Christian Dobrick nicht mehr verloren.