Von den Windeln bis zum StudiumHättet ihr das gedacht? So viel kostet ein Kind heutzutage

Kleidung, Klassenfahrten, Sportverein!
Ein Kind großzuziehen geht ganz schön ins Geld. Und je älter der Nachwuchs wird, desto höher werden in der Regel auch die Ausgaben. Nach einer aktuellen Schätzung der Sparkasse müssen Eltern inzwischen mit 880 bis 920 Euro im Monat rechnen. Bis zum 18. Geburtstag können sich die Kosten so auf bis zu 200.000 Euro pro Kind summieren!
Jeder fünfte Euro für den Nachwuchs
Grundlage für die Berechnungen sind unter anderem Daten des Statistischen Bundesamtes. Die aktuellste amtliche Auswertung zu den konkreten Kinderkosten basiert auf der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe von 2018. Damals gaben Paare mit einem Kind durchschnittlich 763 Euro im Monat für ihren Nachwuchs aus.
Wegen der gestiegenen Inflation und Lebenshaltungskosten muss allerdings laut Sparkasse inzwischen von deutlich höheren Zahlen ausgegangen werden: Heute liegen die monatlichen Ausgaben bei durchschnittlich etwa 880 bis 920 Euro – inklusive der Kosten für Miete, Lebensmittel und Freizeit. Ein Haushalt mit Kindern gibt demnach jeden fünften Euro direkt für den Nachwuchs aus, beispielsweise für Kleidung, Ernährung oder Bildung. Das sind 21 Prozent. Bei Alleinerziehenden ist es sogar jeder dritte Euro (35 Prozent).
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Über eine Viertelmillion Euro bis zum Studienabschluss
Mit der Volljährigkeit ist für viele Eltern finanziell noch lange nicht Schluss. Besonders ein Studium kann die Familienkasse nochmal erheblich belasten. Denn das kostet nach Angaben des Deutschen Studentenwerks über zehn Semester insgesamt 36.000 bis 75.000 Euro pro Kind. Monatlich betragen die Ausgaben für Leben und Studium insgesamt rund 596 bis 1.250 Euro. Studierende mit eigenem Haushalt benötigen demnach durchschnittlich 918 Euro pro Monat.
Allein Miete und Nebenkosten können mit etwa 264 bis 512 Euro monatlich zu Buche schlagen. Dazu kommen Studiengebühren, Lebensmittel, Fahrtkosten, Kleidung, Lernmittel, Handy und Freizeit. Wer in einer besonders teuren Universitätsstadt lebt, kann deshalb schnell auf mehr als 1.000 Euro im Monat kommen.
Früh vorsorgen, später mehr Möglichkeiten haben

Ein Kinderdepot kann Eltern dabei unterstützen, regelmäßig Geld für den Nachwuchs zurückzulegen. Dabei kommt es nicht unbedingt auf große Beträge an – auch kleine Sparraten können regelmäßig angelegt werden.
Wer langfristig anlegt, sollte außerdem auf eine passende Streuung achten und sich bewusst sein, dass Wertpapiere Kursschwankungen unterliegen. Die Sparkassen bieten verschiedene Anlagemöglichkeiten und aktuell einen Startbonus von 50 Euro*.
(Bild KI generiert)
*Bei teilnehmenden Sparkassen und im Aktionszeitraum bis 31.12.2026.
2026 bekommen Eltern mehr Kindergeld
Immerhin gibt es für Familien seit Anfang 2026 etwas mehr Unterstützung vom Staat. Das Kindergeld ist zum 1. Januar um vier Euro gestiegen und beträgt jetzt 259 Euro pro Kind und Monat.
Auch die Steuerfreibeträge wurden erhöht. Der Kinderfreibetrag liegt 2026 bei 6.828 Euro pro Kind und Jahr. Zusammen mit dem Betreuungs- und Erziehungsfreibetrag von 2.928 Euro ergibt sich eine Summe von 9.756 Euro, die Eltern pro Kind steuerlich geltend machen können.
Verwendete Quellen: Statistisches Bundesamt, Sparkasse, Familienportal.NRW





