Von Eiskönigin Elsa bis RonaldoWarum Kinder Heldinnen und Helden brauchen – und wann es zu viel wird

Und, von wem ist euer Kind zurzeit geradezu besessen?
Ob Eiskönigin Elsa, Paw Patrol, Fußballikone Cristiano Ronaldo oder einfach Opa: Jedes Kind hat seine Heldinnen oder Helden. Und auch, wenn uns die Aufmerksamkeit für sie teilweise zu viel vorkommen mag: Für die Entwicklung der Kleinen sind diese Figuren extrem wichtig. Wir erklären, warum!
Was sehen Kinder in ihren Stars?
Eltern und nahe Verwandte wie der eigene Opa sind in den ersten Lebensjahren die allerersten Orientierungspunkte für Kinder. Laut der Studie Kindheit, Internet, Medien (KIM) nennen gerade viele jüngere Kinder Personen aus dem eigenen privaten Umfeld als ihre größten Idole.
Je älter Kinder werden, desto mehr weitet sich allerdings ihr Blick: Besonders ab dem Grundschulalter gewinnen zum Beispiel Film- und Musikstars rasant an Bedeutung – und fast jedes vierte Kind bewundert laut der Studie eine Person aus dem Sportbereich. Während Kinder beim eigenen Opa echte Geborgenheit und Orientierung im Alltag erleben, projizieren sie auf die berühmten Idole vor allem den Wunsch nach Stärke, Erfolg und Leistung.
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Magische Phase: Das passiert zwischen drei und fünf Jahren
Medienfiguren spielen für Kinder eine zentrale Rolle – vor allem in der sogenannten „magischen Phase“ zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr. Wie die Fachleute der Kita-Plattform Wichtel Akademie München erklären, verschwimmen in dieser Zeit für Kinder die Grenzen zwischen Fantasie und Realität. Sie glauben an Zauberkräfte und schlüpfen in Rollenspielen komplett in die Haut von Figuren wie Spiderman oder Elsa.
Indem die Kleinen sich im Spiel so stark und mutig wie ihre Heldinnen oder Helden fühlen, verarbeiten sie eigene Ängste, bauen emotionale Spannungen ab und stärken ihr Selbstbewusstsein. Außerdem geben die Figuren Orientierung im sozialen Miteinander mit anderen Kindern: Durch den Perspektivenwechsel beim Spielen lernen die Kleinen, sich in andere hineinzuversetzen.
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Geschlechterklischees und Kaufwahn – die negativen Seiten des Heldentums
Schon heute an morgen denken

Frühzeitig für später vorsorgen: Auch kleine, regelmäßige Beträge können eine Möglichkeit sein, Geld für Wünsche und Vorhaben des Nachwuchses zurückzulegen. Mit einem Kinderdepot lässt sich das Sparen für das eigene Kind vom persönlichen Vermögensaufbau trennen. Die Sparkassen bieten dafür verschiedene Möglichkeiten, etwa Wertpapiersparpläne. So können Eltern schon früh beginnen, für spätere Ausgaben vorzusorgen – und die Sparrate dabei an die eigene finanzielle Situation anpassen.
(Bild KI generiert)
Ob Sportstar oder Serienfigur: Viele Medien und Werbeangebote vermitteln nach wie vor starre Geschlechterrollen. Weibliche Figuren wie Bibi und Tina oder Elsa werden eher mit Themen wie Freundschaft, Pferde oder Magie verknüpft, männliche Figuren wie Superman stehen für Stärke, Action und Rivalität. Die Stiftung Digitale Chancen rät deshalb Eltern dazu, offen mit ihren Kindern über Geschlechterklischees zu sprechen und ihnen zu erklären, dass auch Mädchen zum Beispiel stark und sportlich und Jungen gefühlvoll sein können.
Außerdem steckt natürlich hinter Spielfiguren, Sammelkarten und Trikots ein riesiges Geschäft, das davon lebt, materielle Wünsche bei Kindern auszulösen. Und die können schnell überhandnehmen. Hier rät das Portal kindergesundheit.info: „Lernen Sie im Gespräch seine Kaufwünsche kennen und handeln Sie mit ihm begründete Kaufentscheidungen aus. Dazu können Sie mit Ihrem Kind besprechen, ob das beworbene Produkt in ein paar Monaten noch genauso attraktiv sein wird und ob es aus eigenem Interesse gekauft werden soll oder nur weil andere Kinder es schon haben.“
Gerade bei Sammelobjekten seien außerdem frühe und klare Regeln sinnvoll, etwa dass nur die Hälfte des Taschengelds ausgegeben werden darf oder zur einmal pro Woche für einen bestimmten Betrag Sammelkarten gekauft werden dürfen.
Verwendete Quellen: kindergesundheit-info.de, KIM-Studie, Schau hin!, Stiftung Digitale Chancen, Wichtel Akademie München





