Standing Ovations für König Charles vor dem US-Kongress.
Der britische Monarch ist charmant, startet mit einem Witz:
,,Wie Oscar Wilde sagte: Wir haben heutzutage wirklich alles mit Amerika gemeinsam - außer natürlich der Sprache."
Die 31-minütige Rede, die Charles dann hält, ist höflich im Ton, aber unbequem im Inhalt: Es geht um Demokratie, Gewaltenteilung, Rechtsstaatlichkeit, Klimawandel, gemeinsame Werte, die NATO, die Ukraine.
,,Unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September, als die NATO zum ersten Mal Artikel 5 ausrief (...), folgten wir gemeinsam diesem Aufruf, so wie es unsere Völker seit mehr als einem Jahrhundert tun (...). Heute (...) ist dieselbe unerschütterliche Entschlossenheit für die Verteidigung der Ukraine und ihres mutigen Volkes erforderlich." // "Ich bete von ganzem Herzen dafür, dass unser Bündnis weiterhin unsere gemeinsamen Werte gemeinsam mit unseren Partnern in Europa, im Commonwealth und auf der ganzen Welt verteidigt, und (...) dass wir die lauten Rufe, uns immer mehr nach innen zu wenden, ignorieren."
Charles widerspricht Trump immer wieder -- ohne seinen Namen zu nennen.
Mehrmals gibt es Beifall für den britischen König -- nicht nur von den Demokraten:
,,Auch die Republikaner haben am laufenden Band geklatscht bei dieser Rede und es ist halt wirklich diese britische Soft Power: Das ganze Land und Donald Trump allen voran, sie liegen König Charles zu Füßen, und deshalb kann der in seiner diplomatischen, höflichen Art und Weise Kritik äußern. Die einen überhören sie, die anderen nehmen sie sehr wohl wahr."
Und so gibt es auch am Ende von Charles Rede Standing Ovations von beiden Seiten -- und verbal auch vom US-Präsidenten höchstpersönlich, Charles habe eine ,,großartige" Rede gehalten, so Trump.
Quelle: Reuters, APTN