Nächster Schlagabtausch zwischen Papst Leo und US-Präsident Trump. Bei einem Besuch in Kamerun warnt das Kirchenoberhaupt, die Welt werde von einer Handvoll Tyrannen heimgesucht, doch sie wird von einer Vielzahl solidarischer Brüder und Schwestern zusammengehalten. Ohne Trump direkt zu nennen, verurteilt der Heilige Vater den harten Kurs des US-Präsidenten und prangert den Missbrauch von Religion für politische Zwecke an.
„Jesus hat uns gesagt: Selig sind die Friedfertigen, aber wehe denen, die die Religion und den Namen Gottes selbst für ihre eigenen militärischen, wirtschaftlichen und politischen Zwecke missbrauchen und das Heilige in Finsternis und Schmutz ziehen."
Die so offene Kritik vom Oberhaupt der katholischen Kirche am Kurs des US-Präsidenten ist für Trump nicht ohne Risiko. Christen sind eine wichtige Wählergruppe für Trump. Nachgeben aber ist nicht Trumps Sache.
„Ich habe das Recht, anderer Meinung zu sein. Ich habe das Recht, dem Papst zu widersprechen und ergänzt in Bezug auf Leos Kritik am Irankrieg."
Der Papst muss begreifen, dass dies die reale Welt ist. Es ist eine grausame Welt. Aber was den Papst und das betrifft, was er sagen möchte, das kann er tun."
Auslöser des Streits sind auch provokante KI-Bilder, die Trump von sich selbst in sozialen Netzwerken verbreitet hatte und die viele als anmaßend und blasphemisch kritisiert hatten. Seitdem wird der Ton zwischen Vatikan und Weißem Haus immer harscher. Und das könnte für Donald Trump auch innenpolitisch mit Blick auf die Zwischenwahlen im Herbst hochriskant sein.