Was Elke und Thomas D. gerade durchmachen, ist kaum in Worte zu fassen.
„Ich habe mein totes Kind in den Armen, in meine Armen gehalten. Und. Und weiß, dass es es total sinnloser Tod war."
Elke und Thomas trauern um ihren Sohn Marius. 22 Jahre. Student. Ein junger Mann, der noch sein ganzes Leben vor sich hatte.
„Es ist unglaublich. Es ist unglaublich. Er war groß, 1. 93. 94 Meter groß. Also das kann man sich gar nicht vorstellen, dass war jemand hat man eigentlich Respekt, denn dann fällt man nicht einfach so an! Das ist für mich absolut nicht zu glauben. Also wirklich, es ist absolut unfassbar. Ja."
Mittwoch, 15. Juli. Marius D. ist gerade auf dem Rückweg vom Einkaufen, er hat wohl noch ein Eis in der Hand. Dann wird er angegriffen. Aus dem Nichts. Nur wenige Hundert vom Uni-Campus in Trier entfernt.
„Wir haben hier viele Zeugen, die die Tat mit angesehen haben und natürlich unter dem Eindruck der Tat stehen, teils schockiert sind. Da wurde dann in Absprache mit dem Rettungsdienst die Notfallseelsorge in den Einsatz gebracht, die die Betreuung übernommen hat." Für Marius kommt jede Hilfe zu spät.
„Das ist unbegreiflich. Das wünscht man niemanden. Dass die Tür aufgeht, die Beamten da stehen und dir diese Botschaft gesagt wird. Mir war das klar. Ich habe die angeguckt und wusste dann direkt, was los ist. Ich brauche gar nicht drumherum zu reden. Ich wusste, dass irgendwas Schlimmes passiert ist."
Ein 22-jähriger Afghane soll unvermittelt auf Marius eingestochen haben. Die Polizei geht davon aus, dass er ein Zufallsopfer war. Der mutmaßliche Täter hat die Tat gestanden und ist mittlerweile untergebracht in der Psychiatrie. Laut Ermittlern war er schon vor der Tat wegen psychischer Probleme in Behandlung.
"Ich würde mir einfach wünschen, dass sie sich jetzt wirklich sagen, dass da war jetzt einer zu viel und es reicht jetzt wirklich für all die, die schon gestorben sind, unschuldig. Und dass jetzt endlich mal was passiert, dass das, dass endlich irgendwelche... ich kann mir zwar auch nicht vorstellen, was für Maßnahmen ergriffen werden sollen, aber dass sie unsere Kinder schützen. Unsere Bevölkerung schützen."
Und so sehr sie um ihren Sohn trauern, so sehr hoffen Elke und Thomas, dass sein völlig sinnloser Tod etwas verändert – damit keine andere Familie das Gleiche durchmachen muss.