Die Auswirkungen des Bebens mehr als drei Meter hohe Tsunamiwellen erreichen in der Nähe der Stadt Severo Kurilsk, Russlands Pazifikküste. Die stärkste Welle sei sogar fünf Meter hoch gewesen, so die russische Nachrichtenagentur RIA.
In mehreren Ländern im Pazifikraum herrscht Tsunamialarm. Die Flutwellen treffen auch auf Japan. Auf der Insel Hokkaido flüchten Menschen auf das Dach eines Gebäudes. Auch Hawaii ist in Alarmbereitschaft.
In Honolulu wurden Touristen aufgefordert, einen Strand zu verlassen. Aufnahmen zeigen verstopfte Straßen. Auch hier fliehen die Menschen in höher gelegene Gebiete.
„Wir überprüfen unsere Handys auf Neuigkeiten. Wir hatten hier schon ein paar Mal Tsunamiwarnungen in Honolulu, aber nie so schlimm, wie in Honolulu.“
Grund für den Tsunami Alarm im Pazifikraum ist ein schweres Erdbeben vor der russischen Halbinsel Kamtschatka. Das Zentrum lag offenbar auf offener See, etwa 130 Kilometer vor der nur dünn besiedelten Küste Kamtschatkas und relativ tief unter dem Meeresboden.
Bilder von der russischen Halbinsel zeigen, wie Mediziner während einer Operation den OP-Tisch festhalten müssen, als die Erde bebt. Andere Aufnahmen zeigen die eingestürzte Fassade eines Kindergartens.
Laut der US-Erdbebenwarte war es sogar das weltweit stärkste Beben seit der Katastrophe von Fukushima im März 2011. Das Institut spricht von einer Stärke von 8,8.