Der Platz, an dem sonst Fabians Mutter im Gerichtsaal sitzt, bleibt heute leer. Zu grausam die Details, die der Polizist erzählen könnte, der Fabians Leiche als erster gefunden hat. Für die Mutter nicht auszuhalten.
Anwältin von Fabians Mutter, Christine Habetha: „Weil wir uns jetzt dem Tatort nähern und der Tatort ist immer wieder bebildert mit den Überresten dieser furchtbar zugerichteten Kindesleiche, ihrem Kind. Und das ist einfach für sie nicht erträglich."
Es ist der 14. Oktober 2025. Fabians Leiche wird nach tagelanger Suche hier an diesem Tümpel in Klein Upahl in Mecklenburg-Vorpommern aufgefunden. Den entscheidenden Hinweis gibt die Frau, die jetzt auch gleichzeitig die Angeklagte ist: Gina H., die Freundin von Fabians Vater. Sie führt die Beamten zur Leiche. Gina H. muss sich wegen Mordes an dem 8-Jährigen Fabian verantworten. Bisher schweigt sie zu den Vorwürfen.
RTL-Reporterin Samina Faizi: „Der Polizist, der heute als Zeuge ausgesagt hat, schildert wie aufgeregt sie am Auffindetag der Leiche war, aber keinesfalls niedergeschlagen oder traurig. Mehrmals habe sie betont, dass bestimmt Spuren von ihr zu finden sein werden. Das hätte ihn im Nachhinein sehr gewundert."
Monatelang suchen die Ermittler nach Beweisen. Im Indizienprozess gegen Gina H. gibt es bisher viele Anhaltspunkte, die sie als Täterin vermuten lassen. Blutspuren an einer Küchenrolle in ihrem Auto, Fasern ihrer Kleidung an Fabians Leiche und ihre Fußabdrücke am Tatort.
RTL-Reporterin Samina Faizi: „Und wie die Aufnahmen heute zeigen, gibt es Fußspuren am Tatort mit verschiedenen Schuhen von ihr. Keine Frage, die Schlinge der Anklage zieht sich immer enger für Gina H. Und man fragt sich, wie sie all diese Dinge wirklich noch plausibel erklären möchte, um ihre Unschuld zu beweisen."
Gina H. soll mit ihrem Anwalt überlegen, sich gegen Ende des Prozesses zu äußern. Bis dahin hofft man hier vor Gericht weiterhin auf den alles entscheidenden Beweis.