Todesfall in Köln: Priscille (26) starb ans Bett fixiert – schwere Vorwürfe gegen LVR-Klinik!
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Priscille wird nur 26 Jahre alt. Nach einer psychischen Krise stirbt die junge Frau in der LVR-Klinik Köln, während sie an ein Bett fixiert ist. Ihre Schwester Naomi erhebt bei RTL schwere Vorwürfe – und auch zwei Klinik-Insider berichten von Problemen im Arbeitsalltag. Mehr dazu im Video.
Dass ihre kleine Schwester Priscille nur 26 Jahre alt wurde, bricht Naomi das Herz. Sie ist überzeugt: „Meine Schwester hätte leben können, hätte die ihren Job richtig gemacht. Haben die nicht. Und deswegen ist Priscille tot."
Schwere Vorwürfe gegen eine Klinik, die Menschen in psychischen Krisen helfen soll. Priscille leidet an Schizophrenie. Nachdem sie im Mai mit einer Psychose eingeliefert wurde, finden Mitarbeiter die 26-Jährige am nächsten Tag leblos in ihrem Bett. Sie war fixiert. Für ihre Schwester ist klar: „Meine Schwester wurde die ganze Nacht alleine gelassen. Die ganze Nacht, bis am nächsten Tag jemand gekommen ist und dann Blutabnahme nehmen wollte und ihr Leichnam schon kalt gewesen ist." Und das, obwohl Priscille in ihrem Zustand eigentlich hätte überwacht werden müssen.
Ein Mitarbeiter der betroffenen Kölner Klinik erzählt uns von seinem Alltag. Er möchte unerkannt bleiben und sagt: Der Umgang mit Patienten laufe oft anders als er sollte: „Ja, das kommt eigentlich immer wieder vor. Man versucht natürlich in allen Bereichen, ob es jetzt in den therapeutischen Bereichen ist oder pflegerischen Bereichen, ärztlichen Bereichen immer wieder das auszugleichen, sodass die Patienten bestmöglich versorgt werden."
Eine Kollegin, die ebenfalls anonym bleiben möchte, nennt dafür unterschiedliche Gründe: Personalmangel und Unzufriedenheit. Auch Pausen seien keine Selbstverständlichkeit. „Wir sind meistens unterbesetzt, also nur eine Person für viele Patienten zu-ständig. (...) Für die halbe Stunde hat man dann irgendwie ein schlechtes Gewissen und sagt: Okay, ich verzichte dann lieber auf meine Pause, damit die Patientenversorgung gewährleistet ist."
Ob genau DAS auch in der Nacht von Priscilles Tod der Fall war, noch ist es unklar und wäre Spekulation.
Fakt ist aber: „Die Staatsanwaltschaft Köln hat ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren eingeleitet, in dem wir prüfen, ob es Hinweise auf ein Fremdverschulden von Beschäftigten der Klinik gibt. In dem Zusammenhang haben wir die Obduktion veranlasst und auch weitere rechtsmedizinische Untersuchungen in Auftrag gegeben."
Von der Klinik heißt es schriftlich: „Wir verstehen das große öffentliche Interesse an dem Todesfall und das Bedürfnis, die Umstände umfassend aufzuklären. Zurzeit ist der Todesfall aber noch Gegenstand laufender Ermittlungen. Solange diese nicht abgeschlossen sind, können wir uns zu den konkreten Umständen des Todes-falls nicht öffentlich äußern."
Priscilles Familie wartet seit Monaten auf Antworten. Für ihre Schwester aber steht schon jetzt fest: Priscille hätte einfach nicht sterben dürfen.
